Widerruf und Kündigung?

5 Antworten

Sehr spitzfindig deine Gesellschaft dort.

Bin kein Anwalt aber ich würde sagen, leider ist das richtig.

Widersprechen kannst du im Internet binnen 14 Tagen fristlos. Du möchtest den Vertrag also gar nicht erst  zum Tragen kommen lassen und verzichtest auf die Leistung.

Wenn du etwas kündigst, willst du den Vertrag  (oder um was auch immer es geht) zum Ende der Laufzeit beenden, aber zuvor noch die Leistungen in Anspruch nehmen.

Wenn du allerdings in deiner Kündigung rein geschrieben hast, das du zu sofort kündigen willst, ist das eine Sache die u.U. ein Anwalt klären muss, denn dann hätte die Gesellschaft ja reagieren müssen und dir sagen müssen, dass eine sofortige Kündigung nicht möglich ist, sondern erst zum XX.YY.ZZZZ

Wenn man einen Vertrag abschliesst, der z. B. eine Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr hat und man jetzt schon weiss, dass man vermeiden möchte, dass dieser sich automatisch verlängert, wenn man "vergisst" 3 Monate vorher zu kündigen, kann man sofort (fristgerecht) kündigen und ist dann nach dem Jahr raus aus dem Vertrag.

Wenn man ein Widerrufsrecht hat (bei Fernabsatzgeschäft gibt es das), kann man innerhalt der 14 Tage nach Vertragsabschluss den Vertrag widerrufen, so dass dieser nichtig ist.

Der Widerruf führt zu einer Unwirksamkeit des Vertrages von Anfang an, die Kündigung zu einer Beendigung des Vertrages zum Kündigungstermin. Allerdings darf man bei der Auslegung von Willenserklärungen nicht am Wortlaut kleben, sondern muss den wirklichen Willen erforschen. Dabei kommt es auf einen objektiven Empfängerhorizont an. Will sagen: Es spricht vieles dafür, dass Deine "Kündigung" als Widerruf auszulegen ist, auch wenn Du das falsche Wort verwendet hast.

Hmmm, ist das wirklich so eindeutig? Ich kündige z.B. meine Handyverträge auch immer unmittelbar nachdem ich den Vertrag abgeschlossen habe um nicht Gefahr zu laufen, dass sich dieser automatisch verlängert - ich also die Sorge los bin mich an den rechtzeitigen Kündigungstermin zu erinnern. Ich denke daher eine unmittelbare Kündigung nach Vertragsabschluss bedeutet nicht immer automatisch das es eigentlich ein Widerruf ist.

@Markie84

Ich habe nicht gesagt, dass es eindeutig ein Widerruf ist. Es ist vielmehr nach dem objektiven Empfängerhorizont zu fragen. Eindeutig beantworten kann man die Frage nur, wenn man das Schreiben kennt.

So ist es - §133 BGB

Gerade, wenn der Wortlaut der "Kündigung" die Zeitangabe "14 Tage" enthielt, ist es tatsächlich eindeutig als Widerruf zu werten. Die Absicht ist dem Sachbearbeiter bei der Versichung allemal klar gewesen, sonst hätte er die Kündigung auch wie eine Kündigung behandelt, nämlich sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt angenommen.

Der Widerruf lässt einen Vertrag nicht wirksam werden.

Eine Kündigung beendet einen Vertrag nach einer festgesetzten Laufzeit.

Die Gesellschaft hat Recht. Das Wiederrufen von Verträgen ist 14 Tage gültig bei Manchen Gesellschaften, Firmen ect kann es ggf sogar verlängert werden. Kündigen kann man Verträge 4-6 Wochen je nach Vertrag vor Ablauf des Vertrages. Allerdings kannst du dort nochmal nachfragen ob Sie einem Wiederruf aus Kulanz anbietet.

Kündigen kann man einen Vertrag immer, solange man die Kündigungsfrist einhält. ich kann auch einen 2-Jahresvertrag gleich wieder zum Ende der 2 jahre kündigen, um eine Verlängerung auszuschließen.

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