Wer hat Erfahrung -Geldanlage in Teakholz-Plantagen?

5 Antworten

die letzte und vorletzte und die Ernte vor 3 Jahren ist leider einem Unwetter zum Opfer gefallen. Ihr Geld ist weg. Bitte zahlen sie nochmal ein.

Gier frisst Hirn! Diesen weisen Spruch muss sich derjenige gefallen lassen, der nur auch den leisesten Gedanken daran verschwendet, in solche Anlagen mit dubiosen Firmen zu investieren. Das Kapital ist meistens weg, denn in den 20 Jahren der Laufzeit, wird soviel Geld eingesammelt, dass die Initiatoren sich einen schönen Lebensabend gönnen können. Wer fliegt denn schon nach Südamerika, um das alles zu überprüfen? Wer überprüft diese Firmen, die einem das sauer verdiente Geld aus der Tasche ziehen? Liebe Leute, ich habe lieber für einen meine Erfahrungen gemacht und ich rate allen, die Finger davon zu lassen. Spendet euer übriges Geld lieber für einen guten Zweck. Alle Anbieter aus der Schweiz sind bisher pleite gegangen oder wurden geschlossen. Gruß James

Ich habe mal über die oben genannten Schweizer Firmen im Handelsregister (databot) nachgeschaut: Life Forestry Switzerland AG hat ein Aktienkapital von 100'000 FR. hat nur einen Verwaltungsrat, der gleichzeitig auch Geschäftsführer ist. ShareWood Switzerland AG hat 200'000 Fr. AK zwei Verwaltungsräte aber hat wegen geringen Geschäftsaufkommen auf die Revisionstelle verzichtet, also keine ordentliche Revision mehr.

Beides Gründe, wegen denen ich diesen Firmen keinen Heller zu Verfügung stellen würde. Punkt.

Ich habe keine konkrete Erfahrung mit Teakholz-Anlagen. Aber ich habe die Unterlagen bestellt und wurde anschliessend telefonisch kontaktiert. Die Ankündigung von 12 % Rendite an sich ist schon jenseits von Gut und Böse. Die ersten Ertäge sind nicht nach 5 Jahren, sondern nach 10 jahren (im besten Fall) zu erwarten. Somit müsste die versprochene Rendite innerhalb von 10 Nutzungsjahren (Jahre 10 bis 20) erwirtschaftet werden. Das heisst, in diesen 10 Jahren müssen 24% Rendite erwirtschaftet werden. In der Teakholz - Welt sind Hölzer aus Plantagen, wie sie hier vorliegen, der untersten Preiskategorie zuzuordnen. Im Prospekt werden Preise dargestellt, wie sie nur in Spitzenqualität erreicht werden können. In den allgemeinen Bedingungen steht aber auch, dass ein Totalverlust resultieren könnte. Die FSC - Zertifizierung ist kein spezielles Qualitätsmerkmal. Jede Milchverpackung von Coop zum Beispiel ist FSC - zertifiziert. Das heisst, ohne FSC - Zertifizierung läuft sowiso nichts. Der Qualitative Wert dieser Zertifizierung ist schwer zu beurteilen. Grundsätzlich: Wer im heutigen Marktumfeld grossmäulig 12 % Rendite verspricht, und gleichzeitig das Risiko herunterspielt, handelt nach meiner Beurteilung unseriös. Wenn die Sache so wasserdicht wäre, würde ich als Verkäufer nur den engsten Bekanntenkreis einweihen, mit der Empfehlung, sich bis unters Dach zu verschulden (zu ca. 2%) und genüsslich die sicheren 10% einstreichen, statt sich mit kritischen Kunden herumzuschlagen. Zudem schafft ein Blick ins Handelsregister auch nicht unbedingt Klarheit!

Was möchtest Du wissen?