Wasserschäden durch nicht korrekt installierte Armatur, wer ist Schuld?

11 Antworten

Bei mir war der Wasserhahn im Bad nicht richtig im Gewinde und dadurch liefen mindestens 1000 liter Wasser langsam ueber 4 Wochen durch 3 Wohnungen. Die Hausversicherung hat denn Schaden in Hoehe von 8800 Euro ohne Fragen voll bezahlt und auch sonst alles gergelt. Aber Achtung! Es gibt viele Versicherungen da draussen wovon die meisten nicht den vollen oder nur einen geringen Anteil uebernehmen.

In eurem Fall waere es vielleicht moeglich das die Versicherung nicht den vollen Schaden begleicht und nun der Vermieter das Geld von euch haben will.

Ihr habt damit aber nichts zu tun.

Ich bin selbst Vermieter und hatte die richtige Versicherung.

Liebe Vermieter da draussen bitte prueft eure Versicherungen damit sowas nicht vorkommt.

Wieso ihr haften sollt ist mir schleierhaft.

Es haftet der, der die schlampige, nicht sachgemäße Arbeit verursacht hat.

Ebenso ist die Wohnsache beeinträchtigt, d.h. dem Grunde nach wäre eine Mietminderung möglich und darauf würde ich den Vermieter auch freundlich hinweisen (Frist zur Beseitigung etc.)

Dein Ansprechpartner ist der Vermieter. Da du nicht der Verursacher bist, sind Schadenersatzforderungen des betroffenen Druntermieters von ihm an ihn zu richten. Ein Verschulden kann dir nicht nachgewiesen werden. Der V. könnte sich an dem Installateur schadlos halten. Möglicherweise muss dann dessen Versicherung bezahlen.

.... naja, in unserer Hütte wird der Ablauf so alle zwei Wochen kontrolliert und gesäubert und dabei ist doch klar und deutlich zu sehen, ob so ein Ding noch da ist oder eben nicht da ist. ... aber egal, der Schaden wird von der VGV geordnet, die Beiträge bezahlt ja jeder Mieter mit seiner BK-Abrechnung. Somit ist für Euch alles im grünen Bereich.

Wer ist schuld?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

1. Vermieter oder sein Installateur, wenn bei der Renovierung z. B. auch die Badewanne neu gemacht wurde oder an dieser Stelle was verändert wurde, wodurch sich der Ablauf vom Siphon unbemerkt getrennt hat. Beschränkte sich die Renovierung lediglich auf das Streichen der nicht gefliesten Wände, blieb also die Badewanne samt Ablauf unangetastet, wird der Vermieter kaum schuld sein.

2. Der alte Mieter: Dieser wollte vielleicht vor seinem Auszug noch den Abfluss reinigen und hat dabei unsachgemäß mit Spirale oder Pümpel hantiert, wodurch das Leck entstanden ist. Wenn man aber davon ausgeht, dass 3 Leute nicht nur alle 3 Monate duschen oder baden, hätte der untere Bewohner schon viel früher was merken müssen. Entweder hat sich der Ablauf aufgrund der unsachgemäßen Handhabung erst jetzt gelöst oder aber der alte Mieter ist nicht schuld. Ihm noch was nachzuweisen dürfte überdies sehr schwierig sein, wenn er es nicht von sich aus zugibt, dass er was gemacht hat, was zu diesen Konsequenzen führt.

3. Ihr selbst: Unsachgemäße Vorgehensweise wie unter 2. beschrieben. Es dürfte Euch in diesem Fall äußerst schwer fallen, dem Vermieter oder seiner Versicherung nachzuweisen, dass ihr es nicht wart.

4. Schuldfrage ist nicht zu klären.

Der Vermieter wird vermutlich im Rahmen der Wohngebäudeversicherung, die ihr als Mieter mitzahlt, eine Leitungswasserversicherung haben. Diese muss umgehend informiert werden. Im Normalfall schickt die Versicherung einen Spezialisten, der sich das anschaut und rauszubringen versucht, wer Verursacher des Schadens ist. Möglicherweise können die das gar nicht raus finden (s. 4.). Die Versicherung kommt auf jeden Fall für den Schaden am Gebäude auf. Der Vermieter muss die Reparatur bezahlen oder vornehmen und wurde Hausrat des unteren Mieters beschädigt, zahlt dessen Hausratversicherung.

Die Versicherung würde auch die Ersatzunterkunft des unteren Bewohners bezahlen, wenn eine solche notwendig wird, weil vielleicht wochenlang ein lärmender Bautrockner laufen muss.

Sollte sich heraus stellen, dass ihr schuld wart (s. 3.) oder will man Euch die Schuld in die Schuhe schieben, meldet ihr den Schaden Eurer privaten Haftpflichtversicherung. Falls jeder eine hat, meldet es jeder oder derjenige, von Euch, der sich schuldig bekennt.

Die Haftpflichtversicherungen werden dann ihrerseits prüfen, ob sie zahlen müssen. Wenn nicht, weil die Schuldzuweisung zu Unrecht erfolgt oder keiner von Euch will es gewesen sein, haben die Versicherungen die Pflicht, die unberechtigten Ansprüche abzuwehren. Insofern kann ich nur empfehlen, meldet den Schaden auch Eurer Haftpflichtversicherung.

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