Was tun bei Zigarettenrauchbelästigung durch Nachbarn?

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Das ist wirklich ärgerlich! Die Raucher hier werden dich jetzt mit ein paar überheblichen Antworten abspeisen und sich über dein Problem lustig machen - ganz und gar nicht hilfreich.
Das Gesetz ist nur bedingt auf deiner Seite. Es schreibt war vor, dass belästigende Immissionen zu unterlassen sind, aber es gibt nur wenig Gerichtsurteile wegen Balkonraucherei:
Das Rauchen auf dem Balkon ist erlaubt (AG Bonn 6 C 510/98, Zigarren, und AG Wennigsen 9 C 156/01). Nachbarn, die durch aufsteigenden Rauch belästigt werden, haben in der Regel keinen Unterlassungsanspruch gegen den Raucher. Offene Fenster: Rauchen am geöffneten Küchenfenster ist auch dann erlaubt, wenn es in der darüber liegenden Wohnung zu starken Beeinträchtigungen durch Zigarettengerüche kommt (AG Hamburg 102 e II 368/00).

Vielleicht finde ich noch einen Präzedenzfall, der zugunster der Nichtraucher ausgefallen ist.
Gibt es technische Möglichkeiten? Aufstellen einer faltbaren Trennwand, wenn geraucht wird zum Beispiel? Ventilator auf dem Febnsterbrett? Gebläse, das den Rauch wegbläst? Tibetanische Räucherstäbchen zum Vertreiben der bösen Geister?
Da müsste man sich etwas überlegen.
Auf ein Gespräch mit den Beteiligten würde ich verzichten. Raucher sind uneinsichtig und verteidigen ihre Suchtkrankheit mit den wildesten Argumenten. Das bringt nichts.

"Raucher sind uneinsichtig und verteidigen ihre Suchtkrankheit mit den wildesten Argumenten"1). Oh ja. Das stimmt. Ein Raucher ist in der Lage, wenn er keine Kippen mehr hat, um drei Uhr nachts 10 Km bis zur nächsten Tanke zu laufen...


1) Um nicht als Plagiator bezeichnet zu werden. Zitat PapaPillon

@harrybanks

Du kannst das Zitat tausendfach verbreiten. Da mach ich sicher kein © drauf. :-)

PapaPapillon, leider wirst Du (noch) keine deutschen Urteile finden, die vor nachbarlichem Qualm schützen. - Nichtmal Asthmatiker, Schwangere und Neugeborene haben da eine Chance.

In der Hinsicht leben wir noch auf Bäumen ...

In anderen Ländern ist man da weiter.

@cyracus

*Als ehemalige, starke raucherin (34 jahre), seit 2007 nichtraucherin, möchte ich zu diesem thema folgendes sagen:

Auch als ich noch raucher war, habe ich immer rücksicht auf nichtraucher genommen! Wenn bei einer besprechung nur 1 nichtraucher anwesend war, der durch unseren qualm (passivrauchen) auch nur belästigt wurde, dann erteilte ich für diese sitzung rauchverbot - aus punkt ende!

Was gaststätten betrifft so denke ich, kann jeder erwachsene nichtraucher selbst für sich entscheiden, ob er eingeräuchert werden möchte oder nicht. Ein gesetzt, was nichtraucherzonen und abgeschlossene raucherzonen vorsieht, hätte m. m. nach völlig gereicht.

Nun bin ich seit 6 jahren nichtraucher und erst jetzt wird mir bewusst, wie penetrant und ekelhaft ich als raucher gestunken - ja GESTUNKEN - habe, zum k... (übergeben), was mir im nacherein noch immer sehr peinlich ist.

Das problem ist nur..... So lange man selbst am kippen hängt, riecht man es nicht. Ähnlich wie beim knoblauch. Ich esse wahnsinnig gerne knoblauch, andererseits wird mir schlecht, wenn ich ihn riechen muss. Da hilft nur ein, selber eine kleine priese knoblachsalz von der hand lecken und schon riecht man es nicht mehr.

Aber man kann von keinem menschen erwarten, geschweigedenn verlangen, dass er selbst eine rauchen soll, um die stinkenden raucher nicht mehr zu riechen, denn im gegensatz zum tabak ist knoblauch gesund.

Wer rauchen will, soll rauchen! Aber er soll gefälligst darauf achten, dass er keinen anderen mit seinem qualm gefährdet (VOR ALLEM KINDER ! ! !) und/oder gestank belästigt!*

@ducia

Dass Du so rücksichtsvoll warst, ist jetzt auch ein Plus für Dich selbst. - Denn von einigen Ex-Rauchern weiß ich, wie unangenehm es ihnen ist zu wissen, wie sie andere eingequalmt hatten. Denn nun als Nichtraucher merken sie, wie sehr unangenehm das Eingequalmtwerden ist.

Das Phänomen, dass Raucher den Gestank nicht riechen, hat Bauer in seinem Buch

Bauer: Die Rauchgiftfalle

http://www.amazon.de/Rauchgiftfalle-heimliche-Angst-Raucher-Nichtrauchen/dp/3833439459

hervorragend beschrieben. - Ich selbst habe nie geraucht. Das Buch las ich aus beruflichen Gründen und war erstaunt, wieviel ich über das Rauchen und die Nikotindrogensucht daraus gelernt hatte, obwohl ich mich schon lange mit diesem Thema beschäftigt hatte.

Mach Dir die Freude und klick dort die Kundenrezensionen (neben den Sternen) an.

Sehr angenehm ist der Stil, in dem Franz Wilhelm Bauer sein Buch schrieb: absolut ohne erhobenen Zeigefinger, sehr informativ und mit angenehmem Humor. - Als Bauer einen Nikotindrogenentzug machte, wunderte er sich, dass er so eine seltsame Angst bei sich bemerkte: Angst vor dem Nichtrauchen. - Das fand er sehr ulkig, befragte andere, die dabei waren oder es schon hinter sich hatten und erfuhr, dass es denen ähnlich erging. - Dann fing er an, das Phänomen zu erforschen und schrieb das Buch.

Was die Gaststätten angeht: Es war sehr lange so, dass Nichtraucher gezwungen waren, Tabakrauch einatmen zu müssen, wenn sie ins Café, Restaurant oder eine Kneipe gingen. Die "Alternative" war, sich vom geselligen Leben fernzuhalten.

Nichtraucherecken sind und waren keine Lösung, denn Tabakrauch hält sich ja nicht an imaginäre Grenzen. Auch Nichtraucherräume sind und waren keine wirklichen Alternativen. Das merkte man spätestens, wenn man nach dem geselligen Beisammensein zu Hause war: Haare, Haut und Kleidung stanken übelst nach Tabakqualm, und die Allergiker litten noch tagelang unter solch Gaststättenbesuch (brennende Augen, kratzender Hals, Atemschwierigkeiten z.B. als Läge ein schwerer Stein auf den Bronchien - all das kenne ich nur allzu "gut" -, Asthmatiker waren von solch geselligem Beisammensein gänzlich ausgeschlossen.) - Auch aus Qualmer-Nebenräumen wabert der Tabakgestank rüber, zumal oftmals die Türen offen blieben. Auch beim Raus- und Reingehen entsteht ein Luftaustausch, und alles stinkt nach dem Tabakrauch. Rauchverbot in der Gastronomie ist deshalb die echte Alternative. Raucher können ja kurz rausgehen, so wie sie es bei anderen Bedürfnissen auch machen müssen. - Ich genieße es sehr, dass in Hamburg Cafe`s und Restaurants und überall dort, wo Speisen gereicht werden, Rauchverbot herrscht.

Glückwunsch, dass Du von der Qualmerei losgekommen bist - und danke für Deine sehr gute Rückmeldung.

Einen Bewegungsmelder der nach unten zeigt auf eurem Balkon installieren. Der Melder schaltet nicht ein Licht ein, sondern eine Geräuschquelle (lautes, quälendes Husten z.B. oder Telefonklingeln oder etwas anderes nerviges) oder einen Ventilator, der den aufsteigenden Rauch nach unten bläst. Lässt sich mit einigen Euros durchführen.

Alternativ und noch günstiger - ein Rauchmelder - der macht auch ordentlich Krach.

DH !!

Ist bestimmt als Lärmbelästigung verboten. Ist ja auch verboten, Tauben am eigenen Fenster anzufüttern, wäre sonst auch eine lustige Alternative. Ich verstehe gar nicht, was das Blabla von Rauchern immer soll und wieso alle anderen das Gerauche zu dulden haben. Es ist ja nicht so, als ob Raucher den Rauch bei sich behalten würden. Es verbreitet sich messbar in der Luft und überschreitet persönliche Grenzen, fertig aus. Ich will nicht, dass in meiner Wohnung alles nach Rauch stinkt, das ist genauso mein gutes Recht wie es das gute Recht ist von anderen, zu rauchen. Und ihr würdet euch wundern, was man als Nichtraucher alles riecht, ja, auch zum Fenster reingezogener Rauch verbreitet sich hinter geschlossenen Schranktüren und Klamotten stinken dann nach Rauch. JA, das geht. Leider. Riecht ihr nur nicht mehr, weil ihr euch sowieso schon die Nasenhaare weggesengt habt. Wieso muss man Lärm nicht hinnehmen, Rauch aber schon? Ist mir völlig schleierhaft.

Gute Idee!

Super Idee ! Wo bekommt man einen rauchmelder mit quälendem hustengeräuch?

... wobei ein Rauchmelder bei normalem Zigaretten-Rauch keine Reaktion von sich gibt ...
... meine ich hier mal als SCHON IMMER NICHTRAUCHER
Leider ziehen diese stetigen Diskussionen um Rauchverbote, udgl., auch die Exzentriker aller Art an, die das Rauchen der Nachbarn, oder auch anderer Mitmenschen, als "Aufhänger" dafür nutzen, ihrer eigenen Exzentrik, gestörter Befindlichkeit, und besonders ihrer eigenen "Unkompatibilität" für das Zusammenleben in der Gesellschaft zum Ausdruck bringen.
Wie ja hinlänglich bekannt, gibt es Menschen, die stetig nach Gründen suchen, mit ihrer Umwelt, ihrem Umfeld in Streit zu kommen.
Es gibt Nachbarn, mit denen das Zusammenleben in allen Belangen anständig, gut, ja sogar angenehm ist. Und dann gibt es solche, die ihr ganzes Leben schon eine Art Nomadentum leben, weil sie nirgendwo mit der Nachbarschaft auskommen. Die letzteren werden leider immer mehr. Und dieser krankhafte Drang nach moralischer Überlegenheit greift in tsunamiartigem Ausmaß ganz gewaltig um sich.
Was früher ausschließlich in der Stadt an Animosität üblich war, breitet sich in den letzten Jahren auch auf die ländliche Region aus. Nicht zuletzt deshalb, weil viele Stadtbewohner die landläufige Landflucht nutzen, um sich auf selbigem einen Zweitwohnsitz zuzulegen. In präpotent aufdringlicher Art geben sie sich dann auf dem Land als "die Besseren" aus, und betrachten die Landbevölkerung als "die Dummerl" und Ahnungslosen.
Und wenn sich diese Landbevölkerung dann nicht der Denk-Art der Städter unterwirft, so steigert das natürlich deren Drang zu noch deutlicheren Darstellung der (selber angenommenen) moralischen Überlegenheit.
Nicht selten sind diese Städter am Land auch äußerst unbeliebt. Denn zu allem Verhalten weigern sich diese auch, am Gesellschaftsleben  der Landbevölkerung teilzunehmen - ist es den Städtern ja "zu primitiv". Wobei man hier auch klar festhalten muss, dass die wahren Leistungsträger, und die größten geistigen Ressourcen von der ländlichen Region kommen.
Kein Bauernhaus, dem nicht ein Akademiker entspringt. Und nahezu gleich ist es auch bei den nichtselbstständig Erwerbstätigen, die da um nichts nachstehen wollen.
Weitaus "gesünderes Empfinden" für Vernunft ohne Zweifel in den ländlichen Regionen. Damit auch (noch) die gesündere Gesellschaft am Land.

"Die Endlösung der Raucherfrage"


Problemstellung:

Wie bringt man einen

  • Raucher, der auf seiner Terrasse ca. 1 Zigarette pro Stunde raucht und die Luft in seiner Wohnung und die Wohnung selbst dadurch vom Rauch großenteils verschont,

  • dabei aber die Nachbarn, die über ihm wohnen, sich täglich auf dem Balkon befinden, dort gleichsam 12 Stunden „wohnen“, 24 Stunden alle Fenster lüften wegen ihrer urwaldähnlichen Bepflanzung in der noch feuchten Neubauwohnung, mit dem Tabakrauch subjektiv „extrem“ auf „Balkonien" beeinträchtigt (abstinenzunfähiger/-williger „Problemraucher"),

    dazu, die Tabakrauchbelästigung abzustellen, und zwar

  1. Innerhalb seiner Wohnung zu rauchen, möglichst bei geschlossenen Fenstern und Türen, also nicht zu lüften und Tabakrauch entweichen zu lassen, wobei der Raucher sich im Nebel seines somit hoch konzentrierten Nebenstromrauchs erheblichen gesundheitlichen Schaden zufügt,

  2. als Konsequenz daraus schließlich möglichst zeitnah seine Wohnung aufgibt und auszieht?


Lösung:

Nachts zwischen 0 und 4 Uhr (typischerweise 2 Uhr) im Schlafzimmer, das sich über dem Schlafzimmer des Problemrauchers befindet, „singen“ (im weitesten Sinne), z. B. „Karaoke“ mit einer Spielekonsole (Wii) am Fernseher.

Man beachte: Dabei immer wieder Pausen in unterschiedlichen Abständen und die Lautstärke so dosiert mit nur wenigen lauten Spitzen („Aufwachkick“, z. B. „Aaaaaniiiiiiiiitaaa"), dass der Raucher nicht die Polizei ruft wegen nächtlicher Ruhestörung, bzw. wenn die Polizei kommt, diese nichts bis höchstens unerhebliche Schallemissionen feststellen kann.

Dadurch wird der Schlaf des Problemrauchers im Laufe der Zeit u. a. aufgrund der zunehmenden „Erwartungsanspannung“ so nachhaltig gestört, dass ihm nichts anderes übrig bleibt als das o. g. reaktive Verhalten.

Es hat funktioniert! Endlösung der Raucherfrage in < 2 Jahren! (mit zunehmend längeren Abwesenheitszeiten des recht resistenten Problemrauchers)


Ich war der der Raucher...

Super Idee, aber, da man als normaler Mensch arbeitet, was raucher natürlich nciht kennen, kann man nicht die ganze Nacht aufbleiben, nur um den scheiß Rauchernachbarn zurückzuärgern. Aber ich hab eine bessere Idee. ich veröffentlichte einfach ebooks mit den genauen Fahndungsphotos der Nachbarn und mit den Schilderungen über die skurrilen Verhaltensweisen von Rauchern. LG Dahlia Mertens

@anon-5785474

Vorab festgestellt - ich bin Nichtraucher, meide jede Art von Alkohol
Raucher sind also Menschen, die keiner Arbeit nachgehen ... ?
Da bin ich ´mal froh, dass ich mehr Raucher kenne, die überdurchschnittlich fleißig und viel arbeiten, dazu noch überdurchschnittlich kultiviert und zivilisiert sind, als "Leute", die sich derartig präpotente Anmaßungen erlauben.
Und damit fühle ich mich in deren Gesellschaft weitaus wohler, als bei Figuren, die einen besonderen Drang zur moralischen Überlegenheit haben (Das machte auch schon der geschätzte Franz Werfel zu seiner Zeit zum Thema - das mit der moralischen Überlegenheit).

Uns geht es hier genau so. Wir wohnen in dem eigenen Haus (Reihenhaus)und in den anderen beiden angrenzenden Häusern wird geraucht. Der Rauch zieht bei uns in alle Etagen ( Keller,Erdgeschoss und in die erste Etage). Da ich zuhause arbeite, habe ich also den ganzenTag was davon. Im Frühling und Sommer geht es um kurz nach 6:00 Uhr los bis abends um 23:00 Uhr. Ichkann dieses Gequatsche von Rücksichtnahme auf die armen Raucher nicht mehr hören, gerne würde ich in meinen eigenen vier Wänden die Fenster öffnen, wann ich es will, wann es eben nötig ist. Versuchtzu reden habe ich auch als ich eine Lungenentzündung hatte,die ich nicht los wurde und morgens keine Luft mehr bekam,weil unser Schlafzimmer zurTerassenseite die Fenster hat und es sehr stinkt bei uns. Überfahren wurde ich da von meiner Nachbarin, sie hat gar nicht mit sich reden lassen, mich nichtausreden lassen. Die Frau ist fürmich echt gestorben. Selbst hat sie schon einen Schlaganfall hinter sich, ihr Mann ist Diabethiker - aber immer schön weiter rauchen auf derTerasse, damit der Gestank nicht im eigenen Haus ist - ha, ha. Ich finds einfach unfassbar, sich wegen solcher Suchtis einschränken zu müssen. Vielleicht sollte ich malbei Wetten dass ...? Auftreten: wetten ich kann am Zigarettenrauch erkennen, welcher Nachbar gerade raucht ? Nein, es ist wirklich nicht mehr lustig, zumal auch unser Sohn zu dieser Seite sein Fenster hat und wenn ich ihn morgens wecke und in das verrauchte Zimmer gehe,weil auch er nicht bei geschlossenem Fenster schlafen kann ... Ich bekomme da eine riesen Wut auf diese Sucht, auf diese Nachbarn, die um die Situation wissen und sich einen Scheißdreck scheren.

Nichtraucher bin ich - was ich hier gleich eingangs dezidiert festhalten will.
Auch wenn Sie es vielleicht nicht für möglich halten, so ist es doch Tatsache. dass man, sowohl aus gesprochenen Worten, als auch aus geschriebenen Sätzen, sehr wohl ableiten kann, um was es in Wirklichkeit geht.
Wenn ich mir hier Ihre "Nebenbemerkungen" in Vergleich stelle mit der Vorgabe, also das Rauchen, so überwiegen diese Nebenbemerkungen bei weitem das "vorgeschobene Problem".
Eine Reihenhausanlage ist ebenso keine Ruhelage am Waldrand, wie es eine Stadt auch nicht ist.
Dass es in unserer Gesellschaft verschiedene Verhaltensweisen der Einzel-Individuen gibt, das sollte allen Menschen ja bewusst sein. Wo der Eine sich pro Tag dreimal duscht, gibt es auch welche, die selbige vierundzwanzig Stunden lässig vor sich hin stinken.
Wo der Eine sein Kraftfahrzeug nur in unbedingt notwendigen Fällen benutzt, kann der Andere gar nicht genug bekommen davon, und fährt sogar den Weg von achtzig Schritten um die Ecke. Wobei ich hier festhalte, dass eine Minute Abgas aus einem Kraftfahrzeug für einen Menschen TÖDLICH ist.
Und schon kann etwa so ein Kraftfahrzeug, genannt Auto, ein Grund für die übelsten Animositäten sein, nur weil des Nachbarn Auto einen Zentimeter länger ist, als das eigene. Oder selbiges um zwanzig PS mehr hat, als das eigene.
Oder gar das Haus des Nachbarn von Passanten mehr bewundert wird ....
Wenn nun dieser Nachbar dann dazu gar raucht ....
... und schon gibt es einen (nach aussen) gerechtfertigten Grund, gegen diesen Nachbarn ....
Es ist also nicht nur der gute alte Maschendrahtzaun, der Stein des Anstoßes.
Und wenn man dann genau zuhört, ebenso genau liest, kommt man immer auf den wahren Grund.
 

@DerGrenzwolf

Ich kann alle vom Rauch ihrer Nachbarn gepeinigten Nichtraucher sehr gut verstehen, bei uns ist es ähnlich. Das ist ein echt asoziales, egoistisches und rücksichtsloses Verhalten. Selbst die Raucher wollen diesen giftigen Gestank nicht in ihrer Wohnung haben, muten ihn aber ihren Nachbarn zu. Da ist Toleranz und Verständnis wirklich fehl am Platz.



Das Rauchen deutlich mehr als nur "Geruchsbelästigung" ist und sicherlich nicht als etwas "gesellschaftlich Akzeptables" angesehen werden kann, beweisen folgende Tatsachen:


1. Um den Qualm einer einzigen Zigarette soweit zu verdünnen, daß er von den meisten Nichtrauchern nicht mehr wahrgenommen wird, werden mindestens 19000m Frischluft benötigt.


2. Eine einzige Zigarette erzeugt genau so viel Feinstaub, wie ein modernes 2-Liter Dieselfahrzeug, das 100 Minuten lang mit laufendem Motor dasteht.

Quellen:

http://www.scienceticker.info/news/EpAF ... viRe.shtml (Deutsch)


3. Tabakrauch besteht unter anderem aus folgenden Giftstoffen: Nikotin, Arsen, Blausäure, Cyanid, Azeton, Formaldehyd, Ammoniak, Kohlenmonoxid, Insektizide, Benzol, Teer, Toluol, Dioxine und eine Menge anderer krebserregender Stoffe.

4. Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 140000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

5. Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 15000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens.

6. Durch das Rauchen entsteht in Deutschland jährlich ein Schaden von ca. 50 Milliarden Euro. Tabaksteuereinnahmen belaufen sich hingegen nur auf ca. 15 Milliarden Euro. Alleine die Krankenkassen müssen jedes Jahr ca. 20 Milliarden für die Folgen des Rauchens ausgeben.

7. Für 1 Kilo Tabak werden 150 kg Holz zum trocknen benötigt. Deshalb werden weltweit ca. 1,2 Millionen Hektar Wald pro Jahr abgeholzt.

Immer wieder neu das Thema. Ich halte nichts von langen Reden um nichts.

A) zieh aus

B) Fenster geschlossen halten

C) Nachbarn einen Brief in den Briefkasten werfen, um die Bitte, mit der immensen Gestanksbelästigung aufzuhören

D) einfach den Mumm haben, eben doch persönlich mit dem Nachbarn zu sprechen.

Warum das Ganze? Ein Raucherhaushalt hat fast IMMER auch Nichtraucher, die vor allem gegen den Raucher nicht alleine ankommen (Arroganz, Egoismus, Sucht - wenn schon der Raucher nicht gegen sich selbst ankommt, dann kann es auch nicht die liebe Ehefrau oder das Kind) - also sprich du als Nachbarn ganz gezielt die Nachbarn an: "Hallo Herr xxxxx. Wir können ihren Gestank beim Essen, Schlafen, Fernsehn gucken nicht ertragen! KÖnnen sie sich nicht ein bißchen einschränken?" Das schafft meist sofortige Abhilfe, weil die Leute erstmals umdenken.

Raucher sind zu Fremden nach außen hin meist freundlicher, einsichtbarer und ansprechbarer als in der eigenen Familie wo sie jeden Tag hören, dass sie mit rauchen aufhören sollen. Es hilft nichts, nur in den sauren Apfel beißen und sich von einem Raucher niemals unterdrücken lassen.

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