Warum gründet man eine Personengesellschaft statt einer Kapitalgesellschaft?

3 Antworten

selbst dieser Herr Schlecker war dann nur e.K. als eingetragener Kaufmann. Das ist zwar im Handelsregister eingetragen, aber eben nicht unter HRB wie eine GmbH.

Bei einer solchen Firmengröße, die dann letztendlich doch insolvent war, hat er sich aber nicht ins Handwerk pfuschen lassen.

Ganz einfach. Der Mann wollte keine anderen Beteiligten haben & hat auch keine Bilanzen veröffentlichen müssen.

Die UG als Unternehmergesellschaft fußt wohl auf den englischen Limiteds, dort gibt es aber auch eine Bilanzierungspflicht mit dem Ziel, das Geld aufzustocken & später in eine GmbH umzuwandeln.

Kreditwürdigkeit ist natürlich bei einer UG mit 1 € gleich null.

Bei der Wahl der Gesellschaftsform geht es nicht nur um das Kapital.

Die Gründung einer Personengesellschaft kann sehr viel einfacher sein als die einer Kapitalgesellschaft.

Außerdem spielen Buchführungs- und Bilanzierungspflichten eine Rolle.

Personengesellschaften bieten in manchen Sektoren größere Sicherheiten für den Kunden, gerade durch die unbeschränkte Haftung. Es zeigt möglicherweise auch, dass der Unternehmer sich nicht scheut Verantwortung zu übernehmen.

Jetzt gründet einer eine UG mit einem Stammkapital von € 1,00 und dann? Wer vertraut dem dann? Welche Bank gibt Kredite? Merkst du es? ;-)

Außerdem müsste man bei der Gründung einer UG ja auch die Notarkosten usw. mitrechnen. Je nachdem was man mit seinem Unternehmen anfangen will, bietet sich dann eine GbR, eine OHG oder eine KG doch an...

Das Ganze liegt vor allem an der Möglichkeit, Geschäftskredite und Geschäfte auf Kreditbasis tätigen zu können. Die Kreditwürdigkeit ist bei einer UG bei Null. Kein Lieferant wird ohne Vorkasse liefern. Bei einer PG ist das anders, da der Gesellschafter mit seinem Privatvermögen haftet.

Ausserdem werden Gewinne bei KG Formen anders besteuert als bei PG

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