Warum ist es für ein Unternehmen wichtig, dass sein eigener Aktienkurs hoch ist?

5 Antworten

Dafür gibt es mehrere Gründe: Wie Nudelesser schon gesagt hat, kann man Übernahmen teilweise mit Aktien bezahlen. Gleichzeitig schützt ein hoher Unternehmenswert davor, von anderen übernommen zu werden.

Zum Schluss, und das ist vermutlich der Hauptgrund: Um die Aktionäre Glücklich zu machen, denn die Aktionäre sind Eigentümer des Unternehmens und bestimmen auf regelmäßigen Versammlungen wer das Unternehmen führt und diese Person will in der Regel wieder gewählt werden.

Edit: Ich habe vergessen zu erwähnen, dass die Boni des CEO häufig an den Erfolg des Unternehmens (den Aktienkurs) gekoppelt sind.

Bei einem niedrigen Aktienkurs besteht immer die Gefahr, dass ein aktivistischer Investor oder ein Konkurrent die Gelegenheit nutzt, entweder eine Ausbeutung des Unternehmens oder gar eine feindliche Übernahme zu machen.

Die aktivistischen Investoren erwerben die Aktien mit Krediten, anschließend zwingen sie das Management durch Aufsichtsrats- oder HV-Beschlüsse zu Auschüttungen, die diese durch Kreditaufnahmen finanzieren müssen. Der Investor bekommt so seinen Einsatz, ggf. mit Gewinn zurück und das übernommene Unternehmen hat exorbitant hohe Schulden. Dadurch sind kaum noch Investitionen möglich und es sind hieran schon viele Unternehmen pleite gegangen (zuletzt ToysRus, denen die Kapitallast für die auferlegten Kredite die Liquidität genommen hat und zur Pleite führte). 

Und im Fall einer feindlichen Übernahme besteht die Gefahr, dass der Erwerber für ihn interessante Teile ausgliedert und den Rest verwertet. So droht es nach gegenwärtigem Kenntnisstand Uniper, die - nach bekannten vorherigen Plänen - vom finnischen Erwerber zerschlagen werden könnte. Dies führt zur Entlassung des Managements und vieler Arbeitnehmer.

Je teurer es jetzt ist, ein Unternehmen aufzukaufen, umso geringer ist das Risiko auf diese Weise ausgebeutet oder zerschlagen zu werden. Auch reduziert ein hoher Aktienkurs die Bereitschaft der Aktionäre die Aktien einem solchen Investor anzudienen.

"Das Unternehmen" ist eine juristische Person, der ist gar nichts wichtig.

Wichtig ist das den Managern des Unternehmens. Deren Einkommen wird höher angesetzt, wenn das Unternehmen sich als erfolgreich darstellen kann. Die Aktienbesitzer wollen natürlich mit den Aktien einen hohen Wert besitzen, und da die Aktien Anteile des Unternehmenswerts darstellen, ist deren Wert anteiligt zum Unternehmenswert zu sehen. Um Wertsteigerungen zu erzielen, kaufen sie ja ursprünglich die Aktien.

Und der Quatsch mit den "aktivistischen Investoren" ist irgendein aktueller Modetrend, der auch mal wieder vorbei ist. Aber das, was ich gesagt habe, gilt so seit Anbeginn des Kapitalismus, für angebliche "seriöse" Investoren genauso wie für angeblich "böse Heuschrecken" oder "aktivistische Investoren".

1 ein hoher Aktienkurs heist das die  Firma auf  Rücklagen darauf zurückgreifen kann zb wen sie neue Aktien ausgibt und so an mehr Geld kommt!!

2 Außerdem kann  wen die Firma   verkauft wird dann mehr Geld verklangt werden!

3 Da gibt es aber bestimmt auch noch andere gründe dafür!

Unternehmen können z.B. Übernahmen mit Aktien bezahlen.

Was möchtest Du wissen?