Wann ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

15 Antworten

hallo jakob!

Jenachdem, und was man arbeitet besteht ein höheres oder niedriges unfallrisiko am arbeitsplatz. Ob eine Berufsunfähigkeit vorliegt muss man sich dann fragen, wenn man seinen "Beruf!" nicht mehr ausüben kann. sehr wohl aber wird genau das von den versicheren geprüft. wenn ich durch einen "ARBEITSUNFALL!" meine berufstauglichkeit verliere (z.B. für immer steifes kniegelenk) dann kann auch verlangt werden das der betroffene eine gerinfügige oder leichte beschäftigung nachgehen kann und vielleicht sogar muss! Denn:" berufsunfähigkeit bedeutet nicht INVALIEDE zu sein!" Das wäre z.B. bei plötzlicher blindheit oder rollstuhl, wenn der betroffene aufgrund seiner quallifikationen und seiner unfallerkrankung keine erwerbsmäßige tätigkeit mehr nachgehen kann. mit einer gehbehinderung wird der maurer nicht merh auf gerüste klettern können aber er kann als pförtner oder etwa ladendetektiv oder eine sitzende tätigkeit bei der post oder, oder , oder... nachgehen können. bei einer berufsunfähigkeitsversicherung kann, wenn es hart auf hart kommt zu uneinigkeiten mit der zahlungsmoral der versicherer kommen. es gibt aber natürlich auch eine versicherung gegen invalidität. diese muss dann zahlen wenn ich "!INVALIEDE!" geworden bin und das entscheidet (in beiden fällen) immer ein unabhängiger gutachter. also den "STROMBERG" mal aufm zahn fühlen.

Soviel dazu. von Latsch.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist meiner Meinung nach reine Geldverschwendung. Wieso ? Weil sie eine Sicherheit vorgaukelt, die sich dann, wenn ernst wird ,wie bei mir, höchstwahrscheinlich in Luft auflösen wird. Ich habe meine Berufsunfähigkeitsversicherung vor über 20 Jahren in dem Glauben abgeschlossen, für den Fall des Falles gut aufgehoben und abgesichert zu sein. Leider ein Irrtum. Meine Versicherung erkennt meine Ansprüche nicht an und versucht über die Forderung nach immer neuen Berichten und Informationen und weiteren Untersuchungen, die ich natürlich selbst bezahlen soll, mich praktisch „abzuwürgen“. Das ist natürlich die elegante Art zu sagen, wir zahlen nicht. Halt Pech gehabt, wenn Du seit 20 Jahren 4-stellige Beträge pro Jahr eingezahlt hast. Mein Fazit: dringende Warnung vor der Hannoversche Lebensversicherung a.G. Ich hätte genauso gut meine Beiträge über all die Jahre den Griechen schenken können. Damit hätte ich dann noch ein gutes Werk getan.

genau in diesem Beispiel zeigt sich wieder, billig ist nicht gleich gut... ich wünsche Dir trotzden viel Glück, Geduld und einen guten Anwalt... und Gesundheit für die Zukunft!

Gruß DerGehrke

Das ist das Problem wenn man Direktversicherer wählt, und der Fernsehwerbung Glauben schenkt.

Zudem ist bei so einem Abschluß niemand haftbar zu machen z.B. für eine eventuelle Falschberatung

Vor über 20 Jahren gab es noch abstrakte Verweisungen, Arztanordnungsklauseln, Berufswechselprüfungen, genügend Ausschlüsse etc. das ist kein Maßstab mit heutigen Bedingungen. Und die Hannoversche Lebensversicherung aG hat Ihnen defintiv kein Berater empfohlen, weil die keinen Direktvertrieb haben und kein Makler die anbietet. Aber die machen ja so herzige Werbung und sind so günstig ;-)


Eine Berufsunfähigkeitsversicherung an sich ist sinnvoll, keine Frage. Doch es gibt einige Punkte zu beachten. Die meisten Versicherer werben meistens mit geringen Summen um möglichst viele Abschlüsse zu machen.

Nehmen wir mal du bekommst eine Erkrankung, die dich in deinem jetzigen Beruf nicht mehr arbeiten lässt. Bevor das der Fall ist bist du erstmal 2 Jahre lang krankgeschrieben. Danach gehst du zum Amt und beantragst die Berufunfähigkeit, aber so wie wird unserern Staat kennen zahlt der nicht gerne.

D.h du musst eine Umschulung machen und eventuell eine Tätigkeit ausführen die dir nicht passt, bsp. "Pförtner". Wenn im Vertragbedingungen steht, dass der Versicherer von dir möchte das du sowas machst. FINGER WEG, weggeschmissenes Geld sag ich nur.

Der zweite Punkt ist die Höhe der Vertragssumme, wenn du nämlich zum Amt gehst und möchtest Geld haben, prüfen die dich auf deine finanziellen Rücklagen und ob ein BU Vertrag vorhanden ist. Ist einer Vorhanden wird die BU Summe mit dem Arbeitslosengeld verrechnet und dann hast du nichts davon.(BU Verträge mit einer Versicherungsumme von unter 850 Euro).

Mindestens sollte die Summe bei 1000 Euro liegen, damit man mit dem Geld einigermaßen über die Runden kommt.

Schau dir außerdem die Klagequoten an, jeder diese sehr hoch sind solltest du dich lieber woanders versichern lassen. Denn du möchtest ja schließlich im Ernstfall Geld bekommen.

Zusammenfassend kann man also sagen, wenn die obigen Bedingungen nicht gegeben sind solltest du auf keinen Fall solch eine Versicherung abschließen. Meiner Meinung nach kann ich dann das Geld besser in meine Hobbys investieren, als in eine nutzlose BU.

Mein Tipp für dich. Bevor du erstmal eine BU abschließt würde ich dir ein Krankentagegeld empfehlen, dass nach sechs Wochen den Lohnausfall ausgleicht. Meistens sind das so 3-10 Euro im Monat je nach versicherter Summe.  Die meisten Versicherungsvertreter erwähnen das nicht, weil diese Verträge keine/kaum Provision abwerfen.

Ich hoffe ich konnte mit dieser Antwort weiterhelfen. ;-)



Hallo jakob,

toll, dass du dich mit dem Thema Berufsunfähigkeit beschäftigst.Die Absicherung des Verlustes deiner eigenen Arbeitskraft ist vonexistenzieller Bedeutung. Verbraucherschützer und Finanztest raten deshalb zurprivaten Berufsunfähigkeitsvorsorge.

Ob du diese Form der Absicherung für dich brauchst, kannst nurdu beantworten. Gerne möchte ich dir aber einige Informationen zum ThemaBerufsunfähigkeit an die Hand geben, welche dir hoffentlich bei deinerEntscheidung helfen werden. 

Statistisch gesehen kommt jeder fünfte Arbeitnehmer in dieSituation, dass er gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist seinen Berufauszuüben. Die Hauptursachen sind hierbei nicht, wie viele annehmen Unfälle,sondern tatsächlich Krankheiten wie Depressionen, Rückenleiden oder auch Krebs.Du kannst anhand dieser Krankheiten erkennen, dass auch scheinbar ungefährlicheBerufe betroffen sein können.

Eine Auflistung der häufigsten Ursachen findest du hier: https://www.allianz.de/vorsorge/berufsunfaehigkeitsversicherung/#brauche-ich-wir...

Doch was bedeutet es eigentlich Berufsunfähig zu sein?
Wenn du über einen längeren Zeitraum krank bist, wirst du in den meisten Fällenvom Arzt krankgeschrieben. Wenn du, als gesetzlich Krankenversicherterkrankgeschrieben wirst, zahlt dein Arbeitgeber sechs Wochen lang deinNormalgehalt weiter, danach springt deine Krankenkasse ein. Sie zahlt einsogenanntes Krankengeld. Das Krankengeld wird dann max. 78 Wochen (ca. 19Monate) bezahlt. Es beträgt 70 Prozent des Bruttoverdienstes, abernicht mehr als 90 Prozent deines Nettoverdienstes. Das bedeutet für dich, dassdeine Einnahmen hier bereits sinken, während deine Ausgaben in den meistenFällen gleich bleiben.

Wenn du jetzt eine private Berufsunfähigkeitsabsicherung hast,wird hier bereits der Versicherer einspringen und die mit dir vereinbarte Renteauszahlen. Du bist finanziell abgesichert und kannst deinen Lebensstandardaufrechterhalten. Ab wann du eine Berufsunfähigkeitsrente von einer privatenVersicherung erhältst, ist von den jeweiligen Bedingungen abhängig, die beijedem Versicherer unterschiedlich sein können

Bei vielen Versicherungsgesellschaften erhältst du die Berufsunfähigkeitsrente,wenn du:
• in Folge Krankheit, Körperverletzung oder eines mehr als altersentsprechendenKräfteverfalls,
• die ärztlich nachzuweisen sind,
• voraussichtlich 6 Monate ununterbrochen außerstande bist oder
bereits 6 Monate ununterbrochen außerstande gewesen warst, deinen
Beruf auszuüben

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung stellst du sicher, dassdein Einkommen auch im Falle deiner Arbeitsunfähigkeit abgesichert ist.

Die Höhe des Beitrages für die Berufsunfähigkeitsrente ist voneinigen Faktoren abhängig, unter anderem von: 
• deinem Alter zu Beginn der Versicherung
• der Vertragslaufzeit
• deinem Berufsbild
• der abgesicherten Rentenhöhe
• deinen Vorerkrankungen bzw. Verletzungen
• deinen Hobbys
Daher ist die Höhe des Beitrags sehr individuell. Ein Neuabschluss einerBerufsunfähigkeitsversicherung zu einem späteren Zeitpunkt kann mehr kosten,als ein Vertragsabschluss zum jetzigen Zeitpunkt.

Mit der Erwerbsunfähigkeitsrente gibt es auch eine gesetzliche Absicherung gegen den Verlust der Arbeitsfähigkeit. Die Voraussetzungen, um die staatliche Leistung in Anspruch nehmen zu können, sind allerdings sehr vielstrenger, als bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Für dieGenehmigung einer Erwerbsunfähigkeitsrente wird geprüft, wie viele Stunden dutäglich noch arbeiten kannst. Und zwar gleichgültig, in welchem Beruf. 

Liegt deine tägliche Arbeitsfähigkeit zwischen 3-6 Stunden, dann erhältst du aktuelldie halbe Erwerbsminderungsrente, diese liegt bei ca. 15 % deines Bruttoeinkommens.

Liegt deine tägliche Arbeitsfähigkeit unter 3 Stunden, dann erhältst du dievolle Erwerbsminderungsrente, diese liegt bei ca. 29 % deines Bruttoeinkommens.

Kannst du mehr als 6 Stunden am Tag (egal in welchem Beruf) arbeiten, dannerhältst du keine staatliche Erwerbsminderungsrente.

Zusätzlich müssen folgende Voraussetzungen für die Zahlung einerErwerbsunfähigkeitsrente erfüllt sein: 
• du musst mindestens 5 Jahre in der deutschen Rentenversicherungversichert sein
• in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbminderung musst dumindestens 3 Jahre Pflichtbeiträge bezahlt haben

Du siehst, eine Berufsunfähigkeit kann große Auswirkungen auf dein Leben haben. Ein Versicherungsfachmann oder unabhängiger Maklerkann dich bei deiner Entscheidung unterstützen und dir auch bei der Höhe derabzusichernden Rente helfen. Hierbei wird auch  berücksichtigt, ob dueventuell bereits selbst  vorgesorgt hast und ggf. Vermögen für denAusfall deines Einkommens zur Verfügung steht.

Ich hoffe diese Information hilft Dir weiter. 

Viele Grüße,
Christina vom Allianz Hilft Team.  

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