Vermieter gibt mir die Schuld für einen Wasserschaden, den ich nicht verursacht habe.

8 Antworten

Zuerst einmal muss jeder DIR nachweisen, dass Du einen Schaden verursacht hast, wenn er Schadenersatz fordert. Das sieht das Gesetz so vor, da könnte ja jeder kommen !

Zum anderen geht es nicht um Schuld bei der Haftpflicht. Ganz im Gegenteil: die Kausalkette des § 823 BGB für die Haftung sieht sogar ausdrücklich ein Verschulden als Voraussetzung für eine Haftung vor ! Was Du wahrscheinlich meinst ist Mutwilligkeit, also Absicht. Das dürfte allerdings schwer nachzuweisen sein. Fahrlässigkeit, auch grobe, ist heutzutage mitversichert.

Du hast jetzt zwei Möglichkeiten:

  1. Du lässt Dir einen Nachweis vom Vermieter bringen, dass der entstandene Schaden Dir zugeordnet wird bzw. werden kann, denn ohne das hat er keine Handhabe und auch sowas prüft die Haftpflicht für Dich.

  2. Wenn Du keinen Streß mit dem Vermieter willst, melde es der Haftpflicht und lass die das machen.

Für Leitungswasserschäden ist in erster Linie die Gebäudeversicherung des Eigentümers zuständig. Stellt sich dann heraus, dass du für diesen schaden verantwortlich bist, wird die VERSICHERUNG dich in Regress nehmen. Mit dem Vermieter hast du in dem Zusammenhang gar nichts zu tun.

Deine private Haftpflichtversicherung wird den unberechtigten Anspruch ( auch vor Gericht) zurück weisen.

Wenn du tatsächlich Schuld hättest, wäre das eine Sache, für die Haftpflichtversicherung dir Deckung gibt.

Diesen Vermieter mag verstehen wer will, ich verstehe ich nicht. Solche Angelgenheitenn werden doch von der VGV komplett und ohne Abzüge geordnet und wenn ein Vermieter sich solche Versicherung nicht leistet, kennt er doch die Folgen und öffnet eben seine Geldbörse und gut ist. Eine PH ordnet doch lediglich den gerichtsfest belegten schaden, soll bedeutet, ein alter und somit wertloser Fußbodenbelagt kann kein schaden sein. Sollte der Mieter alledings mit Beiträgen für eine VGV belastet werden in der BK-Abrechnung, darf dieser gerne auf den Vorrang solcher Versicherung hinweisen.

Melde es an Deine private Haftpflichtversicherung als Mietsachschaden und schreibe direkt in die Schadensanzeige, dass Du keinen Schaden verursacht hast.

Die Haftpflicht wird den Schaden prüfen und ggfs. dann auch unberechtigte Schäden abwehren, notfalls auch vor Gericht und falls berechtigte Schäden nachweisbar sind, diese auch begleichen.

Danke, dass hilft mir schon mal weiter. Nur ich hab leider keine Ahnung, wo das Wasser her kam. Da liegt der Verdacht natürlich nahe, dass die Spühle übergelaufen ist, weil halt die Pfütze direkt daneben war.

@Bernd561991

Keine Sorge, dass findet dann schon der Gutachter raus, der kann auch messen, ob die Decke unter Dir nass ist, oder nass war, weil Trocknungsgeräte wird der Vermieter ja wohl kaum in beiden Wohnungen aufgestellt haben. ;-)

@Urknall

Den Schaden unter mir habe ich ja auch gesehen und der Wasserschaden ist wirklich erheblich. Der Teppichboden ist ja auch versifft. Da sich wie gesagt auch Wasser um meinen Kühlschrank befand, liegt der Verdacht für Außenstehende nahe, dass der Schaden von meiner Spühle aus verursacht wurde. Das ist es, was mir sorgen macht. Außerdem meinte mein Vermieter, dass er noch Zeugen hätte, die ihm gesagt hätten, dass das Tröpfeln langsam aufgehört hätte, als ich zuhause angekommen wäre.

Das alles macht mir schon ein wenig angst:(

@Bernd561991

Da mach Dir mal keine Sorgen. Was "Urknall" schreibt, ist absolut richtig.

Deine Haftpflicht kümmert sich schon darum. Dein Vermieter muß beweisen, dass der Schaden durch Dich entstand. Und nicht anders. Und sollte es wirklich so sein, kommt die Haftpflicht für den Schaden auf.

Wenn nicht, wehrt sie unberechtigte Ansprüche von Dir ab. Notfalls vor Gericht. (Wie "Urknall" richtig schreibt)

Du kannst Dich also entspannt zurück lehnen, und wenn Dein Vermieter was will, sagst Du ihm, dass Du es Deiner Haftpflicht gemeldet hast. Sollte was schriftlich vom Vermieter kommen, leitest Du das zeitnah an die Versicherung weiter.

@Bernd561991

Du mußt Dir keine Sorgen machen. Es ist wie @Urknall geschrieben hat. Die PHV regelt das. Entweder lehnt sie den Schaden in Deinem Namen ab oder sie bezahlt, wenn von einem Verschulden Deinerrseits auszugehen ist.

Ich denke die Haftpflicht würde nicht zahlen, da es laut Formulierung des Vermieters eindeutig meine Schuld gewesen sein soll.

Auch hier mußt Du Dir keine Sorgen machen. Es ist Voraussetzung für eine Leistung durch die PHV, dass der VN den Schaden verschuldet haben muß. Wenn kein Verschulden vorliegt trifft Dich auch keine Haftung.

@robe53

Ihr habt mir schon mal viel weiter geholfen, danke dafür! ;)

Wieso soll er das als Mietsachschaden melden ? Der Schaden besteht nicht an den vom Mieter gemieteten Räumen, sondern in den Räumen eines dritten Mieters. Das ist also sehr deutlich ein Drittschaden.

Der Kommentar ist allerdings völlig richtig. Ich würde auch reinschreiben, dass ich den Vorgang so nicht sehe, dann prüfen die das ordentlich ab,.

@Candlejack

Wenn das Wasser durch ihn verursacht durch die Decke nach unten gelaufen ist, dann ist sehr wohl die Mietsache beschädigt, nämlich der Fußboden des Vermieters, oder denkst Du das dunstet nach dem Durchlauf aus ?

@Urknall

Wenn Du die Schäden in der Wohnung des Mieters reparieren lassen möchtest, dann passt das. Wenn es aber um die Schäden beim Untermieter geht, dann ist das kein Mietsachschaden des Versicherten mehr. Macht ohnehin alles die Haftpflicht, aber die interne Zuordnung wird eine andere.

@Candlejack

Die Schäden hängen doch theoretisch zusammen und mal ganz ehrlich, hier geht es in erster Linie nicht darum, dass die Schäden auf Kosten der Haftpflicht reguliert werden, sondern dass unberechtigte Forderungen abgelehnt werden.

Wenn die Wohnung unten drunter nass wurde und oben nur ne kleine Pfütze war, dann kann hier was nicht stimmen, jeder der schon mal nen Wasserschaden hatte, weiß das Wasser nicht in einem durch die Decke läuft und oben kam Rückstände hinterlässt, sowas dauert, außer die Decken entsprechen nicht den benötigten DIN Normen und sind aus Papier, oder Stroh.

Wenn also Wasser von oben in die Wohnung drunter gekommen sein soll, dann muss es auch Spuren im Fußboden hinterlassen haben und dazu braucht man nun mal nen Gutachter, es geht hier schließlich um Schäden an der Bausubstanz. ;-)

Geh mit dem schreiben des Vermieters unbedingt zu einen Verbraucherschutz. Der gibt Dir die Schuld obwohl er es nicht Beweisen kann ist schon eine Frechheit.

Ist wirklich eine Frechheit. Du meinst zur Verbraucherzentrale gehen? Danke schon mal für deine Antwort!

@Bernd561991

Ja ..Denke die kennen sich damit am Besten aus.

@HauDenLukas1

Zunächst einmal hilft die Haftpflichtversicherung hier weiter. Dafür ist sie da, und dafür zahlt man Beiträge.

Warum also erst eine Beratung bei der Verbraucherzentrale bezahlen, die dann sehr wahrscheinlich auch nur sagt, dass man es der Haftpflicht melden muß.

Was hat denn der Verbraucherschutz damit zu tun ? Hier wurde kein Verbraucher getäuscht oder betrogen. Hier werden unberechtigte Schadenersatzforderungen gestellt, die geprüft und ggf. abglehnt werden müssen und DAS ist die primäre Aufgabe der Privathaftpflicht. Dafür bezahlt er sie und dafür hat er sie !

@Candlejack

Yupp...meinte Natürlich den Vermieterschutz die in manchen Fällen einen Rechtsanwalt stellt.

Natürlich hätte ich nicht geantwortet wenn ich damit so meine Erfahrung gemacht hätte im Vergleich von anderen die hier gepostet hatten.

Um den unberechtigten schaden abzuweisen, hat er doch seine Haftpflichtversicherung.

Damit hat der Verbraucherschutz überhaupt nichts zu tun. Dort würde man ihn nur an den Mieterbund verweisen

@DerHans

Diesen Weg kann er ja auch benutzen...das hatten ja viele hier beschrieben.

Mich mach halt das Verhalten des Vermieters stutzig , das er gleich mit der Brechstange daher kommt.

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