Verbotene Musik im 3.ten Reich

5 Antworten

Lieder, deren Text von Juden stammten, wurden nicht gesungen. Beispiele: "Leise zieht durch mein Gemüt..." von Heinrich Heine und "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..." . Auch Lieder, die Felix Mendelssohn-Bartholdy komponierte, wurden nicht aufgeführt.

"Swing Tanzen Verboten" 4er-CD-Set (nachfolgend als MP3-Download): http://www.amazon.de/Swing-tanzen-verboten-Unerw%C3%BCnschte-Musik/dp/B0042M3C2A/ref=sr_shvl_album_2/280-8958915-4360402?ie=UTF8&qid=1330591077&sr=301-2

Hierzu die Produktbeschreibung bei Amazon: "Nachdem die Nationalsozialisten 1933 an die Macht gekommen waren, widmeten sie sich sehr schnell der Säuberung der Kulturszene von sogenannten artfremden Einflüssen. Neben der Malerei, dem Film und Theater begannen die braunen Machthaber, auch alle Bereiche der Musik und Unterhaltung in ihrem Sinne zu steuern. Im Würgegriff der nationalsozialistischen Machthaber haben sich einige der großen Musiker, die auf diesen CDs vertreten sind, nicht gebeugt und aus Überzeugung die Musik gespielt, die ihnen und einem aufgeklärten Publikum Spaß machte. Viele dieser standhaften Musikschaffenden haben dafür teuer bezahlen müssen: Emigration - Folter - Flucht - Tod waren die Folge von unliebsamer politischer Gesinnung, von falscher Religion, Hautfarbe oder Homosexualität".

Die "Internationale" (Text: "Völker hört die Signale...") war verboten, das ist bzw. war die Hymne der Kommunisten und auch der Sozialisten.

Ach ja, die Songs von Bert Brecht z. B. aus der "Dreigroschenoper" waren auch verboten, z. B. "Die Moritat von Macky Messer" (Text: "Und der Haifisch, der hat Zähne...")

@Bluemilk

Wow cool danke

Wenn man sich mit dem Thema "Musik im Dritten Reich" beschäftigt, trifft man in der Gegenwart zunächst einmal auf das Phänomen eines rigiden Moralismus. Die ungeheuerlichen Verbrechen der Nazidiktatur konstituieren das Phänomen des absolut Bösen, das es einfach macht, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Wer mit dem Bösen in Berührung kam, ohne selbst Opfer zu werden, hat sich schuldig gemacht. Die Nennung von Namen und Geschehnissen haben einen denunziatorischen Charakter: hier werden vermeintliche Lichtgestalten kulturellen Lebens ihrer angemaßten moralischen Überlegenheit entkleidet, nicht als Irrende, sondern als sündig gewordene, als gefallene Engel entlarvt.

Eine solche Sichtweise macht uns Nachgeborene zu Richtern in der angenehmen Lage, dass wir alles besser wissen (und sicherlich auch besser gemacht hätten), verschließt aber die Augen vor den wirklich bedrückenden ethischen und künstlerischen Fragestellungen. Eine wissenschaftliche Aneignung ist verunmöglicht, wenn das Urteil vor der Untersuchung schon feststeht, wenn Geschehnisse, so schrecklich sie auch sind, dämonisiert werden, wenn Pauschalisierung vor einer differenzierten Betrachtung steht, die Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit der Wirklichkeit nur einseitig abgefragt wird.

Den Fragen nach Kunst und Moral wird man nicht entgehen können, wohl sollte man eine billige moralische Empörung vermeiden. Was mich an der Beschäftigung mit "Musik im Dritten Reich" faszinierte, war das Aufdecken von Phänomenen, die lange vor dem Dritten Reich bestanden, die auch nach dem Fall des Dritten Reiches weiterlebten - und die konstitutiv für die Ideologie des Dritten Reiches waren.

So ist der Antirationalismus, die Diffamierung des Begriffs "Intellektueller", eine Tendenz, die sich im 19. Jahrhundert als Reaktion auf die Aufklärung politisch auch im Gegensatz zum Franzosentum ortet, wenn deutsche Seelentiefe gesetzt wird gegen ein rationalistisches Franzosentum. Übertragen auf die Musik weist Hans-Werner Boresch auf ein frühes Beispiel in der Zeitschrift für Musik des Jahres 1843 hin, wo das genannte Gegensatzpaar zur Abgrenzung ästhetischer Positionen genutzt wird. Ein Paris-Korrespondent der Zeitschrift berichtet von einem Disput mit einem Franzosen, "dem das offenbar virtuos-salonhafte Klavierspiel einer Schülerin von K. [...] den gleichen Hörgenuß bereitet wie Beethovens 'Pastorale'."(S. 67) Einflussreich ist Langbehns "Rembrandt als Erzieher" (1890), in dem Wissenschaft und Kunst als teilweise polare Gegensätze gesehen werden, auch hier die Tiefe der deutschen Volksseele dem wissenschaftlichen Roman des Erbfeindes Zola entgegen gehalten wird. Die Wissenschaftsfeindlichkeit kulminiert in den Sätzen: "Es kann am Ende doch noch sein, daß der Bauer den Professor todt schlägt; daß das Urwüchsige in der Natur des Deutschen das Gekünstelte derselben überwiegt und überwindet." (Langbehn, S. 227). Langbehn hasste die Juden, weil sie seiner Meinung nach die Deutschen dazu gebracht hätten, sich der Wissenschaft, der Demokratie und der gebildeten Mittelmäßigkeit zu unterwerfen (Stern).

http://www.drmk.ch/musik3reich/m3einleitung.html

Ok danke, aber eigentlich suche ich Liedtitel die damals verboten wurden.

Aber ein recht interessanter Beitrag

Ok danke, aber eigentlich suche ich Liedtitel die damals verboten wurden.

Aber ein recht interessanter Beitrag

hm also normale lieder die es vorm dritten reich schon gab und dann verboten kenn ich lieder keine

gab aber halt immer so politische lieder, russische revolution hatte bestimmt viele gesänge hervorgebracht ... und bei der spanischen revolution gabs auch diese anrchisten lieder ... a las barricadas oder wie die hießen ... sowas wurde hundert prozentig im dritten reich verboten

nja und jazz war generell auch tabu (das gabs da doch schon oder?) ... gab ja auch sone ausstellung Entartete Kunst, kannst da ja mal gucken welche Sänger und Bands da so ausgestellt wurden

Nett das du mir antwortest, aber wie oben bereits erwähnt, habe ich google schon benutzt, wodurch mir die Antwort nicht gerade weiterhilft.

Trotzdem Danke ;-)

@KuroNoKitsune

achso hm, hatt gedacht, dass vll entartete kunst oder ähnliches dir ein bisschen weitergeholfen hätte

aber gut, sorry

@HowardFrazetta

Kein Grund sich zu entschuldigen ^^ Auch der Versuch zu helfen ist schon eine Hilfe an sich

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