Sollte das Mindestgehalt für eine 40-Stunden-Woche bei 1500 bis 2000 Euro netto liegen?

5 Antworten

Nun wer meint zuwenig zu kriegen, der kann sich Fortbilden, den Arbeitgeber wechseln oder sich selbstständig machen, dann sieht er was er wirklich wert ist. Das mag für einige eine positive Veränderung sein, für andere eine negative.

Gehälter sind auch erstmal nicht Netto, sondern Brutto. Den Arbeitgeber interessiert es nicht was du für Abgaben aufgrund deiner Lebenssituation bezahlen musst. Die Differenz zwischen Brutto und Netto sind nun mal teil deiner Ausgaben, auch wenn sie Zwangsweise erfolgen.

Was hat der Betrag weiter mit gut gehen zutun. Ich verdiene Netto keine 2000 Euro, zahl für meine Wohnung warm 700 Euro und kann davon sehr gut leben, etwas bei Seite packen etc pp.

Ob es einen gut geht ist wohl eher davon abhängig, ob man sich bei der Arbeit gebraucht fühlt usw. Natürlich sollte das Geld ausreichend sein für ein Dach übern Kopf, Futter, Kleidung usw. Generell geben wir aber relativ viel für unnötigen Mist aus. Sei es Zigaretten, jede 1-2 Jahre das neuste Smartphone etc pp.

Letztlich sind die besten Sachen im Leben Ereignisse die man mit anderen Menschen teilt und die sind meist nicht groß teuer.

Willkommen in der Realität.

Der Mindestlohn von 8,50 bei einem 168 Stundenmonat macht 1428 Brutto.

Da kommt man jedoch recht leicht drüber, aber bis 2000 Netto ist es ein recht weiter Weg, wobei auch erreichbar.

Schlimmer ist die unglaublich unglücklich machende Erwartungshaltung an das Leben. Mit 1500 Brutto kann man zwar keine großen Sprünge machen, aber man kommt super damit über die Runden, wenn man auf einen neuen 5er oder SLK, 180qm Villa und dergleichen verzichten kann.

Ich weiß nicht ob mir diese Realität willkommen ist... und sie müsste ja auch nicht so sein... und sie war auch schon mal um ein vielfaches schlimmer. Wenn man im Geschichte-Unterricht hin und wieder mal zugehört hat, weiß man das - sofern man Geschichte-Unterricht gehabt hat.... Aufgrund von Menschen, die sich für eine Veränderung eingesetzt haben, ist sie aber anders geworden.

Den Mindestlohn finde ich etwas zu mickrig - und zwar deshalb, weil ich davon gehört habe, dass es Fußball-Spieler geben soll, die monatlich 10 Millionen Euro abstauben... Kann das so stimmen? Ist ja völlig verrückt? Da gibt es extrem überbezahlte Leute und Leute die unnötigerweise am absoluten Minimum leben... Das könnte man leicht ausgleichen...indem man das Maximalgehalt senkt und den Mindestlohn hebt... - oder nicht?

Wie viel wäre für eine 40-Stunden-Woche auch für MICH in Ordnung? Was wäre für dich in Ordnung???? 

Eine Villa wird man sich mit 1500 Euro im Monat wohl niemals leisten können... das ist etwas für die Zukunft, wenn man um ein gutes Stück älter werden kann, als heutzutage möglich ist... Es braucht und will aber auch nicht jeder eine Villa - glaub ich zumindest... was auch gut so ist.

1500 Euro sind schon ok - das stimmt wohl... aber man muss sich auch umsehen, wie die Mietpreise aussehen... wie hoch fallen die Lebenserhaltungskosten aus? Ein Mensch will sich ja auch mal etwas von seinem Geld gönnen können und nicht immer am Limit sein...

Mein Problem liegt weiterhin darin, dass es eben Leute gibt, die viel zu viel Geld haben und man nicht sagen kann, dass dieses fair und hart selbstständig erarbeitet worden ist... das hat man aufgrund des Kapitalismus - der ja durch Ausbeutung funktioniert... das hat man, weil man das Glück hat in einem Land der 1. Welt geboren worden zu sein...  aber es ist eben nicht fair erarbeitet... weil es meist noch gar keine fairen Bedingungen bei uns gibt...  das kommt vielleicht in der Zukunft mal zustande... ist aber jetzt noch nicht komplett da... Ich habe mich nicht immer und überall fair behandelt gefühlt... ich hatte nicht den Eindruck, dass es zu 100 % in meiner Hand liegt, wo ich im Leben hinkomme... 

Ich finde, dass man viel mehr bei den Reichen schauen müsste  - diese könnten mit ihren Geldsummen nämlich ordentlich was in der Welt in Gang bringen... die könnten vieles verändern... viele gute Projekte fördern... den Systemumschwung bewirken/einleiten... 

@DBKai

Tja, das sind aber verschiedene Punkte durcheinander.

Ein Mindestlohn wie wir ihn haben (viel zu spät etabliert) ist eine großartige Sache. Sie hat auch keine Jobs im großen Stil vernichtet, wie es die Wirtschaft immer propagiert hat. Dass nun Fußballer sehr viel mehr verdienen teilweise hat damit erstmal nichts zu tun.

Ich gönne auch jedem wenn er viel Geld hat - sofern es halt nicht nur auf einem Stapel auf der Bank liegt von vor sich hin "arbeitet". Geld ist gut im Umlauf, ungut auf einem solchen Stapel.

Die Verteilung ist halt alles andere als "gerecht", aber unser System wagt es ja kaum gegenzusteuern. Berufspolitiker stammen ja in aller Regel aus wohlhabenden Verhältnissen und machen daher (vielleicht Unterbewusst) eine Politik dafür.

Sehr lehrreich ist die Anstalt vom April:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2678346/Die-Anstalt-vom-5.-April-2016#/beitrag/video/2678346/Die-Anstalt-vom-5.-April-2016

Ein ganz anderes Beispiel: Energiewende. Durch die EEG-Umlage werden die Kosten auf alle verteilt. Den Profit hat das Kapital, wer Windräder bauen kann oder Grundbesitz hat und Solarzellen auf das Dach schrauben kann. Wer das hat, hat auch Eigenverbrauch ohne Umlage, der "kleine Mieter" zahlt das brav. Stromhungrige Industrie ist ebenfalls befreit.

Bevor wir uns Gedanken darüber machen wie hoch ein Mindestgehalt sein sollte ist es auch genauso wichtig darüber nachzudenken, wieviwl man bereit ist dafür zu leisten.

Unsere Gesellschaft funktioniert nach dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung. Nur das eine losgelöst von dem anderen zu betrachten macht keinen Sinn.

Das stimmt schon... ist miteinander verbunden... 

Wie viel bekommt man wofür?

Ist die Leistung global gut? Ist das Qualität? Ist das fair?

Man könnte sich diverse Berufe ansehen... schauen, was dort täglich getan wird... und ob das Preis-Leistungsverhältnis auch angemessen ist... Jeder sollte auch in so gut wie jeden anderen Beruf wechseln können... sich umschulen lassen... etc.

z. B. habe ich davon gehört, dass es Fußball-Spieler geben soll, die 10 Millionen Euro im Monat bekommen? Stimmt das wirklich? Und auch das Gehalt von einigen Ärzten und Politikern finde ich etwas zu hoch... oder auch das von Managern... Maximal würde ich 10 000 Euro im Monat noch angemessen finden und dafür müsste die Person dann schon ordentlich was auf dem Kasten haben... sehr viel wissen und sehr viele Dinge gut können... ein enormer Gewinn für das globale Wohl weltweit darstellen... das müsste man auch sehr eindeutig so feststellen können... 

für Berufe, wo man wenig denken... wenig können und wissen muss... die auch eher leicht zu erlernen und zu machen sind, kann man hingegen auch weniger bekommen... finde ich...

Du schreibst darüber, wie man es nicht machen soll (was keinen Sinn macht) - könntest du auch gleich ein Beispiel schreiben, wie man es stattdessen machen soll? Es macht ja auch keinen Sinn nur zu sagen wie es offenbar nicht geht...

Wie viel Leistung ist für ein Maximalgehalt angemessen?

Wofür bekommt man 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000 oder sogar 10 0000 Euro im Monat???? Warum?

Und für welche Leistung bekommt man 1000, 1500 oder 2000 im Monat? Warum? 

Das muss ja nicht endgültig so sein und für immer so bleiben... Nur damit man sich mal darüber unterhält... kann ja noch weiterentwickelt werden... 

Der Mindestlohn beträgt noch 8,50 EUR/Stunde. Um also 1500,-- bis 2000,-- € /Monat ausgezahlt zu bekommen, benötigt man je nach Steuerklasse, Kirchensteuer und Krankenkasse 3500,-- bis 5000,-- EUR/Monat brutto.

Den Rest kannst Du Dir gerne selbst ausrechnen. Einfacher Dreisatz:

Anzahl der geleisteten Stunden/Monat x 8,50 €/Stunde = 5000,-- EUR brutto pro Monat!

Lol - einfacher Dreisatz?

Was bist du? Mathematik-Student? xD

Das ist ja gar kein Standard-Vokabel, dass ich schon oft gehört/gelesen habe...

Anzahl der geleisteten Stunden im Monat: 40 Stunden * 4 Wochen = 160

MAL 8,50 pro Stunde = 8,50 * 160 Stunden = 1360 Euro.

Check ich nicht... Wie kommst du auf 5000 Euro brutto im Monat? xD

Mathematik ist nicht mein Spezialgebiet - brauch ich in meinem Alltag nicht so oft... 

Und das mit der Steuerklasse, Kirchensteuer (ich bin ausgetreten) und Krankenkasse verstehe ich auch nicht.

@DBKai

Au weia, wenn Du einen Dreisatz als höhere Mathematik ansiehst, sehe ich schwarz für Deine beruflichen Pläne.

Übrigens errechnet sich die Monatsstundenzahl mit folgender Formel:

40 Stunden/Woche * 13 Wochen : 3 Monate = 173 Stunden/Monat

Wir leben nicht in einer Traumwelt, in der genügend Geld und Wohnraum umsonst zur Verfügung stehen.

Man muss sich halt  auch selber um eine Schule und Ausbildung bemühen, dann klappts auch mit dem Rest!

Gegenfrage: wer sollte denn deinen Wunsch finanzieren?

Naja - es gibt bei uns genug Menschen die komplett überbezahlt sind, wenn man sich mal ansieht, was sie für ihr Geld täglich tun... Tun sie überhaupt etwas dafür?

Also wäre vermutlich ausreichend Geld vorhanden... Die Welt war schon viel schlimmer dran als heute und nur durch Menschen die sich für eine Veränderung zum Guten eingesetzt haben, konnte sie besser werden... Und es ist heute noch so wie es immer war... Leute, die gute Projekte fördern - sich für die gute Veränderung aktiv einsetzen, verändern die Welt auch wirklich und erschaffen eine bessere Wirklichkeit.

Es ist auch viel Wohnraum vorhanden, der nicht verwendet wird... Immer wieder sehe ich alte, leerstehende Häuser... diese könnte man leicht etwas renovieren und schon hätten ein paar Leute eine kleine Wohnschlafstelle für den Winter... Doch diese Häuser stehen eben leer herum - irgendjemandem gehören sie aber dieser jemand macht nichts damit... stellt sie nicht der Allgemeinheit zur Verfügung, obwohl es eh leer steht... Man müsste halt schon auch prüfen, ob das alte Haus nicht demnächst zusammenbricht... sonst hat man auch nicht mehr viel davon... Aber es gibt Platz und Wohnraum... Wenn man sich dann noch gegen die unkontrollierte Fortpflanzung und gegen die Überbevölkerung ausspricht und sich da für eine Veränderung einsetzt, dann ist LOCKER genug Platz für alle da... Ist doch eh dämlich Kinder in eine Welt zu setzen, wo kein Platz für sie ist... da kann es dann ja keinem mehr gut ergehen... weder Eltern noch Kindern... also wäre es blöd so etwas zu tun. Wenn man schon Kinder bekommt, sollten auch Eltern und Kinder Freude daran haben können... und das geht wohl nur in einer Welt mit gewisser Ordnung und einen Platz für alle.

Ich bemühe mich sowohl um Ausbildung als auch um einen Job... Aber in diesem System ist vieles leider sehr fremdbestimmt... es liegt oft nicht wirklich in der eigenen Hand... Stoffangaben von Prüfungen können ungenau sein und manchmal ist man auch der Willkür von Lehrkräften ausgesetzt... diese beurteilen oft nicht objektiv und wie kann man sich dann wehren? Genau so im Beruf - man kann da auch gemobbt und gehindert werden... alles auch systembedingt... weil das System der Kapitalismus böse und zukunftslos ist... 

Wenn faire Bedingungen vorhanden sind, dann liegt es wirklich in der eigenen Hand ob man etwas schafft oder nicht... 

Was tust du, wenn andere dich unfair beurteilen? Wie kannst du dich da wehren? Du machst etwas und es ist vereinbart, dass du dafür etwas erhälst - und dann wird aber gesagt, dass du es gar nicht wirklich gemacht hast... Eigentlich bräuchtest du dann eine Kamera-Überwachung, damit du beweisen kannst, was du getan hast... und selbst dann kann es noch sein, dass die Leute sagen, dass es falsch ist wie du es getan hast... obwohl nichts wirklich Schlimmes/Schlechtes/Böses daran gefunden werden kann... das ist der Fehler im System. Eigentlich sollte einfach immer alles, was getan wird gut sein... global gut... gut für das Gemeinwohl.. und selbst wenn Schlechtes passiert könnte man sich dafür interessieren, warum und wie es dazu gekommen ist und dann nach fairen friedlichen Lösungen für die Zukunft suchen... darüber reden.. und zuhören um zu verstehen... sich einig werden... anderen nicht aufzwingen, was sie zu tun haben, sondern sich nur wehren, wenn sie einem Unrecht tun wollen.. erklären, warum man etwas so nicht haben will.. 

Irgendwie so... jedenfalls sollten Gespräche geführt werden.. analysiert werden... und es sollte fair zugehen... 

Wer sollte meinen Wunsch finanzieren?

Meinen Wunsch auf eine leistungsgerechte Entlohnung, die sich wohl jeder andere Mensch auch wünscht? Ich bin gewillt mir meine Wünsche selbst zu erfüllen, sofern ich das kann... Fairplay will ich aber haben - denn sonst kann gar nichts klappen.. Jeder möchte doch fair behandelt werden... passiert dies nicht, braucht man sich über Gegenwehr nicht zu wundern... 

Stell dir vor, dass da zwei Versionen von dir selbst neben einander stehen. Die eine Version schlägt die andere und sagt nun: "Ich könnte dich weiter schlagen und auch umbringen - aber ich tu es nicht. Sag danke." Ist das ein Grund, weshalb man sich bedanken sollte? Die andere Person könnte ebenso zuschlagen... und wenn beide so ticken, bringen sie sich eben gegenseitig schnell um... Fair wäre es, wenn beide ihren Weg gehen und so leben wie sie wollen, ohne einander zu schaden... sie könnten freiwillig zusammen sein, wenn sie das wollen... und sonst gehen sie sich eben aus dem Weg. Anderen Menschen zu schaden ist aber böse... destruktiv... kaum ein Mensch wird gerne so behandelt... schätze ich... wenn ich so nicht behandelt werden will, sollte ich auch andere nicht so behandeln. Denkst du anders darüber?

@DBKai

Mir ist ehrlich gesagt dein Text zu lange zum lesen. Jeder in Deutschland hat die Möglichkeit zu einem Schulbesuch oder Ausbildung. Was du daraus machst, ist deine Sache. Und bezahlt wird das, was du deinem Arbeitgeber wert bist. 

Wer mehr Qualifikation hat, der verdient dann eben mehr

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