Postbank, Inkasso, Rafl Heyl und co.

5 Antworten

Wenn Heyl nicht willens oder nicht in der Lage oder beides nicht ist, eine vernünftige Dokumentation zu liefern, woraus schlüssig hervorgeht, wie denn nun der "Dispo" zustandegekommen sein soll, dann ist das nicht Dein Problem. Hilfreich wäre es, wenn Du die letzten Kontoauszüge noch hast. Wenn auf den letzten Kontoauszügen einwandfrei kein Dispo erkennbar ist ("Soll..."), dann ist doch eigentlich alles in Butter. Die Bank bzw. Heyl wird dann nicht die Anspruchsgrundlage irgendeines "Saldos" nachweisen können. Es ist im übrigen nicht Deine rechtliche Aufgabe, das Gegenteil beweisen zu müssen. Sondern der Forderungssteller ist in der Beweispflicht.

Man kann dem Heyl dann folgendes antworten (Zustellung per Einschreiben mit Rückschein):

Die Forderung wird vollumfänglich bestritten. Ausweislich der beigefügten Kopien der letzten Kontoauszüge bestand zum Zeitpunkt der Kontokündigung kein Restsaldo in der geforderten Form. Sie waren bereits mehrfach aufgefordert worden, eine schlüssige Dokumentation vorzulegen, aus der sich die Ursache eines solchen Restsaldos ergibt. Dieser Aufforderung sind Sie bis heute nicht nachgekommen.

Solange eine solche Dokumentation nicht vorgelegt wird, betrachte ich die Forderung auch weiterhin als gegenstandslos. Weitere unsubstantiierte und belästigende Mahnschreiben wie in der Vergangenheit werde ich nicht mehr beantworten und auch keine Zahlung vornehmen. Eine Erstattung für Mahnkosten aus unsubstantiierten Aufstellungen lehne ich unter Hinweis auf die Schadensminderungspflicht ab. Auch der Versuch, einen nicht gerechtfertigten Anspruch über das gerichtliche Mahnverfahren beizutreiben, wird nicht erfolgreich sein, da ich dem Mahnbescheid fristgemäß widersprechen werde. Einem gerichtlichen Klageverfahren sehe ich gelassen entgegen.

Unter Hinweis auf § 28a BDSG untersage ich die Weitergabe meiner Daten an Schuldnerauskunftsdatenbanken. Im Fall der Zuwiderhandlung kündige ich Beschwerde beim Landesdatenschutzbeauftragen sowie bei der zuständigen Anwaltskammer an, ferner die Geltendmachung von Schadenersatzforderungen aus § 824 BGB.

Es geht ja weniger um die Höhe des eingeräumten Dispositionskredits als darum, dass Du nicht weisst, wie der Saldo zustandekam.

Im Beibringen richtiger Auszüge ist die Postbank nicht wirklich gut - ich brauchte mal Ersatzauszüge für eine Steuerprüfung und es war grausam: mal richtige Auszugnummer, aber falsches Jahr, dann falscher Auszug aus dem richtigen Jahr... es gibt zumindest Dinge, die sie besser können als das.

Versuch es mal mit einer Beschwerde beim Ombudsmann der deutschen Privatbanken, zu denen die Postbank ja gehört.

guckst Du: http://bankenverband.de/service/beschwerdestelle

Nun, ich würde folgendes machen:

  1. Beschwerde an das fürs Inkasso zuständige Aufsichtsgericht und zeitgleich an die für den Anwalt zustände Anwaltskammer. Begründung: Verbotene Kostendopplung durch Ping-Pong-Spiele zwischen Anwalt und Inkasso. Zweites: Trotz sogar mittels Anwalt vorgenommener Zurückweisung der Forderung wird eine vernünftige Begründung, wie die Schuld zustande kommen soll verweigert und Nachweise werden verweigert, der Fall wird nicht an die Postbank zurückverwiesen, sondern man spielt ein merkwürdiges Spiel.

  2. Zur Polizei und Strafanzeige wegen verdacht des Betrugs gegen unbekannt. Dabei kann man ja offen lassen, ob das Inkasso oder Heyl die Forderung frei erfunden haben oder ob die Postbank sie frei erfunden hat. Oder aber ob ein Dritter dein Konto noch einmal direkt mit Kündigung leer geräumt hat bzw. ins Soll gebracht hat. Du weißt nicht, was dort los ist, du bist dir aber sicher dass es zur Kündigung kein Soll gab und hast keine Erklärung, wie auf legalem Wege diese Forderung zustande gekommen sein soll.

  3. Den Anwalt oder das Inkasso anschreiben. "Hallo. Ich habe soeben zum einen Beschwerden beim Aufsichtsgericht und bei der zuständigen Anwaltskammer eingelegt, da sie trotz Aufforderung via Anwalt verweigern, irgendwie vernünftig und plausibel zu erklären, wie diese Forderung zustande gekommen sein soll. Zudem habe ich Strafanzeige wegen Betrugs erstattet. Die Forderung kann meiner Meinung nach nur auf nicht legalem Weg zustande gekommen sein. Ich bin mir sicher, dass Sie produktiv mit den Staatsanwälten zusammen arbeiten, um den mutmaßlichen Betrüger, der sich hier zu meinem Schaden bereichert hat, zu fassen. Sollten sie weiterhin auf dieser erfundenen Forderung beharren, werde ich sie zudem wegen Nötigung anzeigen und eine negative Feststellungsklage einreichen. Ich untersage ausdrücklich die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Verstöße gegen das BDSG werden ohne Vorwarnung und mit Begehren, ein empfindliches Bußgeld auszusprechen, dem zuständigen Datenschutzbeauftragten angezeigt. Einträge in Auskunfteien werden umgehend mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung beantwortet werden. Ich werde nicht diskutieren. Sie hatten ihre Chance, das alles vernünftig zu erklären und haben sich verweigert..."

  4. Man könnte auch bei der BaFin eine Beschwerde einlegen, dass die Dokumentation, sowie Buchungen und Kontoauszüge bei der Postbank lückenhaft sind und anscheinend frei erfundene Buchungen zeigen oder nicht nachgewiesene Buchungen. Das ist auch lustig, wenn die BaFin dort eine Sonderprüfung macht :-)

Überdeutlich, aber so würde ich es machen. Sollen sie sich mit den Behörden rumschlagen und denen erklären, was sie dir nicht erklären konnten.

Heyl ist ein eine im Masseninkasso tätige Kanzlei

Da wird nicht expl auf den Sachverhalt eingegangen ;)

Wichtig ist das Du nicht versäumst einen gerichtlichen mahnbescheid fristgerecht zu widersprechen

Vorher war accredis involviert ?

Was soll ich nun Tun ?

Neuen Anwalt suchen und negative Feststellungsklage einreichen, wenn der Anwalt dies als sinnvoll ansieht.

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