Nachbarn stellen stinkende Mülltonnen direkt an Grundstücksgrenze ab

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Da muss man schon unterscheiden. Das die Nachbarn den Müll nicht trennen, geht Euch nun mal nichts an. Was die anderen Aspekte (Gestank / Müll auf "Eurem" Grundstück) anbetrifft so sieht das schon anders aus. Nur solltet Ihr Euch an Eure Vermieter wenden, damit diese sich wiederum an ihre Mieter wenden. Natürlich kann nach Fristsetzung ggf. sogar die Miete mindern, denn das Eure Vermieter kein Verschulden trifft, spielt in diesem Kontext keine Rolle !

Nicht ganz. Wenn aufgrund der mangelnden Trennung in den seltener geleerten Tonnen der Müll zu verrotten beginnt und es entsprechend stinkt, geht es sie schon etwas an. Die Frage ist allerdings, wer am Wohnort für die Müllentsorgung und -Trennung der zuständige behördliche Ansprechpartner ist.
Das zuständige Amt wird sich dann an den Eigentümer wenden (der ist der Ansprechpartner der Behörden, nicht die Mieter), und von diesem Abhilfe einfordern.

@FordPrefect

Jein, denn entscheidend ist nun mal die konkrete Beeinträchtigung und das ist nun mal der Gestank !

@AllesKnower

...und das evtl. davon ausgehende gesundheitliche Risiko. Aber: Es ist Sache des Hauseigentümers, die Mülltrennung durchzusetzen. Tut er das nicht, kann das mit kostspieligen Strafen verbunden sein (je nach kommunaler Satzung). Insofern ist es schon relevant, wenn auch nur auf Umwegen :-)

Das muss auf Eigentümerebene geklärt werden; wobei allerdings zu bedenken ist, dass der Aufstellort der Tonnen auf dem eigenen Grundstück frei wählbar ist. Sofern keine gesundheitlichen Gefahren vom Müll ausgehen, ist da nichts zu machen. Jedoch könnte der Eigentümer ein Tonnenhäuschen bauen mit der Auflage, die Tonnen nur dort abzustellen. Das aber ist Sache des Eigentümers des Nachbargrundstückes.

HAbe ich mir fast gedacht, dass man da nichts machen kann. Was ist mit dem Gestank und den Fliegen, das ist wirklich unerträglich? Und kann man gegen den herumfliegenden Müll vorgehen? Das Ordnungsamt fühlt sich auch da nicht für zuständig.

@Nisistopper

Das wäre - je nach kommunaler Rechtslage - eher ein Fall für das Gesundheitsamt. Evtl. könnte aber das Nicht-Trennen von Müll eine Ordnungswidrigkeit darstellen, für die ggfs. der Hauseigentümer geradestehen muss.

Ich habe mich letzendlich an die Entsorgungsbetriebe  gewandt, welche dann vor Ort Gespräche mit den Nachbarsmietern geführt haben und diesen auch die Mülltrennung nahe gelegt haben, so dass die große Tonne wenigstens nicht immer überquillt und geschlossen ist. Zudem wurde sich auf eine andere Position für die Tonnen verständigt, welche jetzt auch immer eingehalten wird.

 

Ende gut, alles gut. Schade nur, dass die Behörden nicht kompetent genug waren, mich an die zuständige Stelle zu verweisen - in diesem Fall die Entsorgungsbetriebe - und ich erst einmal tausend Telefonate führen musste, bis ich darauf kam.

Das Bauamt kann Dir weiterhelfen und den Vermieter / Nachbarn auffordern, die Mülltonnen von der Grenze wegzunehmen. Es gibt in den Landesbauordnungen Vorschriften, wonach Mülltonnen einen Mindestabstand von Fenstern zu Aufenthaltsräumen haben müssen, um genau solche "Geruchsbelästigungen" zu verhindern.

Zu den Aufenthaltsräumen zählt auch die Küche. Evtl. solltet Ihr Euch mal zu viert zusammentun und den Eigentümer des Nachbarhauses anschreiben, bevor man "mit Kanonen auf Spatzen schießt"

da hilft evtl. nur das gesundheitsamt, da dir der gestank und die fliegen in die küche kommen...

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