Muss ich Kind zum Übernachten beim Vater zwingen?

5 Antworten

Hallo sugarmom,

unsere Situation ist genau gleich, außer dass mein Sohn gerne mit seinem Vater zusammen ist und er sich auch um ihn kümmert und dass er erst dreieinhalb Jahre alt ist. Aber er möchte auch partout noch nicht bei seinem Vater übernachten (der übrigens 180 km weit weg wohnt) und schon seit fast zwei Jahren droht der Vater mir damit, das gerichtlich einzuklagen. Auch ich habe Angst, dass mein Sohn dazu gezwungen werden könnte, aber die Antworten hier beruhigen mich. Übrigens unterstütze ich ansonsten sehr den Umgang, der bei uns auch alle zwei Wochen für einen Samstag stattfindet. Und es ist auch immer so, dass ich ihm mit Ausweichterminen entgegenkomme, wenn er mal nicht kann oder so. Mittlerweile steht er in regem Kontakt mit "meinem" Jugendamt und versucht ständig, mich dort schlechtzumachen. Gemeinsam hatten wir dort auch schon ein Gespräch, was aber nichts gebracht hat. Deine Frage war ja von Mai. Hat sich da inzwischen was getan?

Viele Grüße Pineapple

Vielleicht solltet ihr euch, die die Frage stellen, ob sie ihr Kind zwingen sollt oder nicht, die Frage stellen, ob ihr wollt, dass das Kind zu seinem Vater geht oder nicht. Häufig hat das ganze ja eine lange Vorgeschichte und es gibt natürlich auch einen Grund, warum man sich vom jeweiligen Elternteil getrennt hat. Häufig gehen damit Unstimmigkeiten, Konflikte einher, die auch nicht immer die Kindererziehung betreffen, sondern die Paarebene. Leider werden solche Konflikte häufig über das Kind ausgetragen und dieses nimmt dann unbewusst die Sichtweise des Elternteils an, bei dem es lebt. Wenn sich ein Vater nicht kümmert, Termine verschiebt oder verpasst, ist das natürlich eine emotionale Achterbahn für das Kind und sollte nicht gut geheißen werden, aber auch da kann man den Vater über Anwalt verpflichten, die Termine wahrzunehmen (ansonsten Strafe in Form von Geld oder Haft), anders herum hat aber ein Vater ein Recht auf sein Kind und wenn eine Mutter den Vater unbewusst auch nicht mehr in der Familie haben will und dann dazu noch beiträgt, dass das Kind eine negative Meinung zum Vater aufbaut, kann das Kind durch „nicht gezwungen“ (weil ja zum Wohl des Kindes) werden, nie die Erfahrung machen, dass der Vater jenseits von der Meinung der Mutter „anders“ ist, denn das Kind überträgt nun die elterlichen Konflikte weiter. Vielen Müttern kommt es dann ganz gelegen, wenn das Kind sich weigert, zum Vater zu gehen und ob sie es nun zugeben wollen oder nicht, sie schmunzeln innerlich in sich hinein und klopfen sich auf die Schulter, dass sie ja nun mit dem traurigen und sich weigernden Kind vor Gericht und Jugendamt den optimalen Beweis gefunden haben, dass der Vater „schlecht“ ist. Lassen wir die persönlichen Meinungen über den jeweiligen Elternteil einmal außen vor und gehen auch nicht von Gewalterfahrungen in der Vergangenheit aus, so ist es nun mal so, dass ein Kind beide Elternteile für eine adäquate Entwicklung benötigt. Einige sind der Meinung, dass sie den leiblichen Elternteil auch mal eben durch einen Stiefelternteil ersetzen könnten oder aber dass sie allein die Funktion von Mutter und Vater inne haben könnten, aber das ist weit gefehlt.

Kinder vor der Pubertät, die häufig in die Schusslinie der maßlosen Auseinandersetzungen ihre Eltern geraten (was wohl auch nicht zum Wohl des Kindes ist und woran immer beide Eltern teil haben!) sollten nicht überfordert werden, indem man ihnen ständig die Entscheidung lässt „Willst du zum Papa, ja oder nein?“, sondern Eltern sollten klare Regeln beziehen und auch dahinter stehen. Wenn sie das nicht können und unbewusst mit in diese Nachricht Folgendes transportieren „Willst du zum Papa, ja oder nein? Sag nein, dann bin ich glücklich!“, sollten für sich selbst eine Klärung schaffen. Scheidungskinder mit dem Hintergrund heftiger Konflikte ihrer Eltern können nun einmal dazu neigen, emotional instabil zu sein und sie werden natürlich wütend und traurig, aber man sollte auch die negativen Teufelskreise dahinter beachten: Wenn das Kind nicht „gezwungen wird“, wird es in seiner Meinung über den jeweiligen Elternteil bestätigt, es erfolgt wieder ein Zeitrum ohne Kontakt zu diesem Elternteil und Vorurteile verhärten sich und werden in den Stand der Wahrheit gehoben und je länger dieser Teufelskreis besteht, umso geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Kind je wieder an dem jeweiligen Elternteil annähert und desto größer wird die Wahrscheinlichkeit für eine psychische Störung im späteren Entwicklungsalter. Dann bleibt die Frage langfristig gesehen: War ein nicht zwingen wirklich zum Wohl des Kindes oder zum eigenen Wohl?

Hallo

Ich stecke in einer ähnlichen situation mit 2 Kindern 6 und 8 Jahre ...

seit längerem äussern meine Kinder das sie absolut nicht mehr zum Papa wollen ... Sie weinen bitterlich .... manchmal schon kurz nach dem wochenende .... und bitterlich weinen meine Kinder nur wenn es ersthaft ist ... das problem ist ... der papa meint die würden nur schauspielern ... er hat mit das sorgerecht ... Ich selber leider so dermaßen mit den Kindern , das ich jetzt eine überweisung zum psychologen bekommen habe... ich weiss mir und den kindern nicht mehr weiter zu helfen , und ich habe angst das ich nicht genug kämpfe das mir das meine Kinder später einmal vorwerfen werden ... Ich muss jetzt aber auch dazu sagen , Ich habe eine Familienhilfe und kontakt zum Jugendamt . Ich habe die sache dem jugendamt geschildert ... der papa und seine lebensgefährtin waren dabei .... es wurde natürlich auf mich rum gehackt wie immer ... ( und das tun sie auch vor den Kindern) Ich würde alles falsch machen .... naja gut das meine Familienhilfe da das gegenteil sagen kann .... nunja wie gesagt ich habe klar geäussert das die Kinder da nicht mehr hin wollen und habe denen auch gesagt , wie die Kinder leiden .... die äussern sich allen menschen in meiner umgebung das die das nicht möchten .... und jetzt kommt der knaller .. das Jugendamt meint anstatt von freitag bis sonntag sollen die nur noch von freitag auf samstag .... ???? Was soll das bringen ?? das wollen die kinder genauso wenig .... Immoment bin ich mit meinem latein am ende .... und würde am liebsten mit den Kindern ausbrechen ... aber das kann ich ja leider nicht tun .... :(

Wie hat sich das bei euch bisher ergeben ???

hab geantwortet als Antwort auf meine Frage sorry....einfach reinschauen

Bei uns ist das ganz anders....Die Kleine von meinem Freund spielt hier den ganzen Tag und freut sich auch aufs übernachten. wenn sie dann ins bett soll ist das geheule groß. dann kommen immer so sachen wie "bei mama ist das aber anders oder bei oma und opa machen wir noch das und das".mittlerweile diskutieren wir da nicht mehr lange. Es wird um die Zeit ins bett gegangen wann wir das sagen. wir wollen sie auch nicht zwingen hier zu schlafen, aber auf ein ständiges hin und her haben wir auch keine lust mehr. wir haben vorgeschlagen das übernachten erstmal sein zu lassen aber das wollte das kind dann auch widerrum nicht. also muss sie nun mit den konsequenzen leben. hier wird das so gemacht wie wir das sagen und zuhause wird das gemacht was mama sagt.zu deinem ex : er kann sein recht zwar einklagen aber er tut dem kind damit keinen gefallen . zu einem kommentar hier kann ich nur den kopf schütteln : klar das kind will nicht und schon wird an sexuellen missbrauch gedacht. es kann auch andere gründe haben. vielleicht ist die kleine auch einfach ein mama kind und kommt mit der neuen freundin nicht klar.da muss nichts vorgefallen sein.

Hallo, ich habe zu diesem Thema im Juli schon mal was geschrieben. Inzwischen hat der Vater meines Sohnes einen Antrag bei Gericht eingereicht und wir warten auf einen Termin... Mit dem Jugendamt sind wir beide in Kontakt. Ich denke, dass bei meinem Sohn der Wunsch, bei seinem Vater zu übernachten, von ganz allein kommen wird. Ich mache nichts dagegen und versuche ihn zu motivieren. Aber wichtig ist, dass wir uns als Eltern verstehen, was nun gar nicht mehr der Fall ist. Ich weiß nicht, was es bringen soll, so eine Übernachtung zu erzwingen. Mein Sohn ist total übersensibilisiert, was das Thema angeht und hat in den letzten Monaten ziemliche Verlustängste entwickelt. Ich mache mir inzwischen große Sorgen. :-( Viele Grüße Pineapple

Hallo Pineapple, hast Du Lust mir mal eine PN zu schreiben? tinedeluxe@hotmail.de

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