Mieterhöhung um 40%. Ist das rechtens?

5 Antworten

Die Kappungsgrenze für die Erhöhung der Nettomiete innerhalb drei Jahren beträgt gesetzlich 20%. Seit vorigem Jahr sogar 15%, allerdings nur in solchen Ländern bzw. Kommunen, in denen das gesetzlich so festgeschrieben ist.

Bei dir währe also, unabhängig davon, wie lang keine ME erfolgte, die Obergrenze 20 bzw. 15% ((bei Google schaun, ob evtl. die 15% in d. BL bzw. Kommune bereits Gesetz sind).

Du hättest dann drei Jahre Ruhe, bevor wieder ein Mieterhöhungsverlangen zugestellt werden darf.

Da 40% gesetzeswidrig sind, ist das MEV unwirksam. Zahle die alte Miete weiter und schweige. Keinessfalls Widerspruch einlegen - es ist nicht deine Aufgabe den Verm. zu befähigen, ein korrektes MEV zu tätigen.

Selbstverständlich sind auch noch andere Vorgaben einzuhalten (Aufforderung zur Zustimmung fehlt >>>>MEV unwirksam u. a. m.).

Ob vor 12 Jahren oder vor 4 Jahren das letzte Mal die Miete erhöht wurde, ist völlig irrelevant. Es gilt eben diese eine 3-Jahres-Regelung. Wenn dein Vermieter dies vor 3 Jahren versäumt hat, kann er dennoch die Zeit nicht einfach einholen und die Miete um 40% erhöhen.

  1. Der neue Vermieter tritt in den alten MV ein.

  2. Den Mietzins darf er nur um max. 20% erhöhen, in drei Jahren erneut bis zum Mietpreisspiegel.
  3. Eine versäumte Modernisierungserhöhung natürlich zusätzlich geltend machen.
  4. Und nicht berechnete, aber umlagefähige Betriebskosten über Erhöhung der Pauchalen oder Vorauszahlungen ebenfalls, sofern sich zuletzt ein Nachzahlung ergab..
  5. Und nun liest man nach, wofür er 40% mehr verlangt als sein Vorgänger oder weist sein Verlangen zurück.

G imager761

Darf der Vermieter weil bereits 6 Jahre ohne Mieterhöhung vergangen sind, um 40% erhöhen oder muss er die Kappungsgrenze mit 20% beachten?

Es ist immer die Kappungsgrenze zu beachten; maximal 20% und in begehrten Gegenden sogar nur 15%.

Dabei ist es egal, wie lange der Vermieter die Miete nicht erhöht hat, er muss den §, 558 BGB Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete beachten.

LG

johnnymcmuff

Wann das letzte mal die erhöht wurde ist unwichtig.

Mehr als 20 bzw. 15 % darf der Vermieter, wenn Mieterhöhung nach § 558 BGB, nicht erhöhen,

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