Mieter möchte das Bad vollständig renovieren. Mit wieviel % sollte sich der Vermieter an den Kosten beteiligen. Wie würdet ihr entscheiden?

Das Ergebnis basiert auf 5 Abstimmungen

Der Vermieter sollte gar nichts bezahlen. 40%
Andere Lösung: 40%
Der Vermieter zahlt nur eine einfache Ausstattung komplett 20%
Sie machen halbe / halbe! 0%

7 Antworten

Mein Vorschlag: Vermieter zahlt Material - Mieter die Arbeitskosten. Was aber voraussetzt, dass Vermieter auch Fliesen und Elemente aussucht. Aber: Sonderwünsche gehen zu Lasten des Mieters. Es muss ja nicht die einfachste Ausstattung sein - aber auch nicht das Luxusklo aus dem Fachhandel.

Mieter die Arbeitsleistung, Vermieter das Material.

(Das ist mein persönlicher Vorschlag!)

Ist es nicht ein Unterschied, ob man eine Fliese für 10€/qm oder 30€/qm haben möchte?

Es gibt Toiletten die kosten nur 60€ andere kosten über 300€.

Ich finde darüber sollte man auch sprechen, denn der Mieter sucht das Material selbst aus.

@christl10

Natürlich ist das ein Unterschied. Man sollte da als Mieter schon "im Rahmen bleiben" und sozusagen "mittlere Qualität" wählen.

Schaut im Fachhandel und im Internet und legt dem Vermieter dann eure Vorschläge vor.

@christl10
denn der Mieter sucht das Material selbst aus.

Das würde ich nicht zulassen. Der Mieter sucht vielleicht teuren Schrott aus und wenn er in ein paar Jahren auszieht oder vorher schon, darfst Du Dich mit seinem Müll herum schlagen.

@bwhoch2

Deswegen "im Rahmen bleiben" und "mittlere Qualität" wählen.

Mattschwarze Fliesen mit rosa Fugen würde ich als Vermieter nicht genehmigen. Genauso wenig einen Whirlpool.

@bwhoch2

Das würde ich auch nicht zulassen. Was in meinem Haus eingebaut wird und ich bezahle - das bestimme ich! Wenn man sich als Vermieter daran beteiligt, kommt der Mieter womöglich auf den Gedanken und baut Wasserhähne für 800 € / Stück ein.

@Lotta1965

Und was ich als sehr großes Problem sehe, wenn der Mieter alles selbst macht: 1. das es nicht ordentlich genug gemacht wird, nach meinen Maßstäben und 2. dass man sich die nächsten 35 Jahre bei jeder Kleinigkeit und insbesondere bei Mieterhöhungen anhören muss, dass er doch so fleißig und so spendabel war und da könne man doch jetzt nicht so kommen...

Mag sein, dass man Mieter, die schon 35 Jahre im Haus wohnen, gut kennt und auch glaubt, sie gut einschätzen zu können. Irgendwann kommt dann aber

Altersstarrsinn, Altersbosheit, Altersdummheit!

Was ich da schon erlebt habe...

@bwhoch2

Das halte ich auch für ein Problem. Denn wenn der Mieter handwerklich begabt ist und trotzdem pfuscht (nicht absichtlich) - wen will man dafür in Regress nehmen? Wenn plötzlich das Bad unter Wasser steht - eine Firma ist versichert und muss den Schaden beheben und die Folgekosten tragen. Und der Mieter? Der sagt: "Iiiich? Lieber Vermieter, sie haben doch gesagt, ich soll das selbst machen....aber ich bin doch kein Klempner sonder Kfz-Mechaniker. Zwar handwerklich begabt, aber doch kein Fachmann......"

Eine komplette Erneuerung des Bades ist ja auch kein Pappenstiel. Je nach Wünschen kann das in die Zehntausende gehen. Und bei Investitionen in der Höhe käme bei mir nur ein Fachmann ran, mittels schriftlichem Auftrag usw. das volle Programm.

@Lotta1965

Lotta, wir sind absolut eines Sinnes! An Erfahrung reich geworden und weit voraus schauend gedacht und gemacht.

@christl10

@christl10: davon, dass der Mieter das Material selber aussucht, kann ich nur abraten....denn es bleibt in der Wohnung des Vermieters, der muss entscheiden, welches Budget er investiert und welches Material für langfristige Vermietung und Mieterwechsel sinnvoll ist...siehe auch meine Antwort

@rotreginak02

Man könnte auch einfach den ganzen Kram zusammen aussuchen. So ist sichergestellt, dass der Mieter nicht überteuerten Kram einbauen lässt und ansonsten das Bad den Vorstellungen von Mieter und Vermieter entspricht. Das Verhältnis Mieter - Vermieter scheint hier ja ziemlich problemlos zu sein. Da dürfte die Zusammenarbeit bzgl. der Badrenovierung doch ganz easy ablaufen.

Andere Lösung:

aus 30-jähriger Vermieter Erfahrung kann ich mich nur "bwhoch2" anschließen.

  1. selbst Mieter, zu denen man einen guten Draht hat und meint, sie zu kennen, haben einen anderen Blick auf die Mietsache als Vermieter. Einmal habe ich auf Wunsch eines Mieters ihm erlaubt, eine Wand zu ziehen, damit aus einem Durchgangszimmer ein separates wurde, und er über den Flur ins nächste kam. Das erschien mir sinnvoll und da er angeblich gelernter Maurer war, wollte er diese Wand selber ziehen und Materialkosten gingen auf uns. Nie wieder! Erstmal hat er über Jahre überall rum erzählt, was er da alles an unserem Haus gemacht hätte, er würde da quasi ständig alles für uns renovieren.... und deshalb wäre die Miete ok, aber als wir 10 Jahre später mal die Miete auf Mietspiegelniveau (!), also den tatsächlichen ortsüblichen Mieten, angepasst haben, da wurde er bockig und es kam zum Auszug....was uns aber ganz recht war. Die Wand war übrigens schief und konnten wir inklusive Tür dann abreißen und von Fachleuten neu bauen lassen.
  2. der Mieter kann jederzeit ausziehen, der Vermieter bleibt mit den Renovierungen/ Modernisierungen zurück und muss daher im Vorfeld entscheiden, welches Material und welche Farben etc. dann wirklich sinnvoll für die Mietsache sind, so dass es langlebig und neutral gehalten ist, um später auch den nächsten Mietern zu gefallen.
  3. Worum geht es hier genau? Tatsächliche Wertsteigerung oder "Schönheitserneuerungen"? Ein komplettes Bad zu erneuern macht erheblichen Lärm und Dreck und verursacht immense Kosten, woran kann man sparen und woran nicht? Das kommt natürlich immer auf den tatsächlichen Zustand an und wie hoch das geplante Budget maximal sein soll. Entsprechend sollte man die Entscheidungen treffen. [Denn auch wenn Mieter oft meinen, Vermieter seien reiche Pinkel, so entspricht das doch eher selten den Tatsachen, denn man zahlt das als Vermieter halt alles erstmal aus eigener Tasche, also muss man auch die Kosten/ das Budget im Blick haben.]
  4. Muss es wirklich ein neues Bad sein? Mit Fliesen abschlagen (Lärm und Dreck finden andere Mieter im Objekt dann immer gar nicht gut!!!), neuen Rohren, neuem Sanitärinventar.... oder geht es auch anders? (Ab den 80 ger Jahren wurden in den meisten alten Bundesländern keine Bleirohre mehr verlegt, die Trinkqualität ist also bleifrei und Kunststoffrohre etc. halten ewig, wenn nicht: Versicherungsschaden.)
  5. Alternative zum neuen Bad: Fliesen vorbereiten und dann mit Fliesengrund und Fliesenfarbe weiß streichen (wie neu, wenn man es richtig macht), Badewanne oder Duschtasse von einem Fachmann neu beschichten lassen, Armaturen, Waschbecken und Toilettentopf erneuern. Fertig ist ein modernes Bad. Hab ich selber in meiner eigenen Altbauwohnung so gemacht....

Durch den Mieter, der viele Beziehungen hat genießen wir viele Vorteile und haben Ersparnisse. Daher werden wir dem Mieter in Sachen Materialkosten entgegen kommen. Man muß nur miteinander sprechen, dann findet man immer eine Lösung für beide. Das neue Bad gestaltet der Mieter so wie es es möchte, aber natürlich mit der Zustimmung des Vermieters.

Wenn die Installationen keine Fehler haben, muss der Vermieter da gar nichts zahlen.

Wenn der Mieter das selbst macht, muss er u.U. sogar den ursprünglichen Zustand wieder herstellen.

Darüber haben sie sich ja schon geeinigt, daß der Mieter renovieren darf ohne daß er den Ursprungszustand wieder herstellen muß.

Der Vermieter zahlt nur eine einfache Ausstattung komplett

Der Mieter ist verpflichtet, die Sanierung als Modernisierungsmaßnahme zu dulden (§ 555d I BGB). Der Vermieter ist berechtigt , bis zu 11 % seines Kostenaufwandes auf den Mieter umzulegen.

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