Mann will mir mein Kind wegnehmen

19 Antworten

Deine Chancen stehen sehr gut, dass das Familiengericht Dir Deine Tochter zuspricht wenn es Streit um das Aufenthaltsbestimmungsrecht gibt. Ein Kind in dem Alter bleibt in der Regel bei der Mutter, auch wenn diese arbeiten geht und das Kind in die Kita.
Dein Mann will Dir Angst und Stress machen. Lass es Dir nicht gefallen.
Mein Tipp bevor Du zu einem/r Fachanwalt/in für Familienrecht gehst, nimm Kontakt mit einem Frauenhaus auf (Adresse bekommst Du bei der Polizei) dort wird man Dich beraten und auch einen guten Anwalt empfehlen können. Da kannst Du zur Not auch erstmal unterkommen wenn die Situation zuhause eskaliert. Auch ein Beratungsgespräch bei Pro Familia könnte Dir helfen.
Er will das Haus behalten. Ist es bezahlt? Es könnte für Dich eine Schuldenfalle werden wenn Du die Kreditverträge mit unterschrieben hast. Wenn er im Haus bleibt hast Du Anspruch auf Miete (verrechnet evtl. mit monatlichen Zins- und Tilgungszahlungen).
Wenn Du ausziehst hast Du evtl. Anspruch auf Trennungsunterhalt für Dich. Kindesunterhalt sowieso.
Lass Dich nicht unterbuttern, Du hast Rechte (und Pflichten gegenüber Deinem Kind). Mach Du das Kind nicht zur Waffe, man könnte es gegen Dich auslegen. Nimm sofort Kontakt zum Jugendamt auf. Auch da hast Du Unterstützung. Dass das Kind bei den Großeltern aufwachsen kann ist überhaupt kein Argument.
Und zum Schluss nochmal: Kinder in dem Alter bleiben bei der Mutter. Ich wünsche Dir viel Glück und sei stark.

Warum bei der Mutter, der Vater ist auch ein Elternteil. Wir leben nicht mehr im Mittelalter! Auch Väter können diese Arbeit übernehmen.

Endgültig ist es eine Einzelfallentscheidung. Ich würde auf jeden Fall einen Scheidungsanwalt suchen damit er alle notwendigen Anträge (Aufenthaltsbestimmungsrecht, Sorgerecht etc.) stellen kann. Ich wünsche dir viel Glück.

Erstmal danke Euch allen, es ist beruhigend zu hören. Ich will ihm ja auch nicht das Kind wegnehmen, er kann es fast immer sehen, ich möchte sogar dass der Kontakt zu dem Vater gut bleibt. Ich kann eben nur nicht ohne mein Kind gehen, das geht für die Kleine auch nicht. Wenn man sie fragen würde wäre die Antwrot klar: Mama!

Sie wird bisher auch mehr von mir betreut und ich bin klar Bezugsperson nummer 1, wahrscheinlich ist das auch normal für so ein kleines Kind.

Im übrigen bin ich eher zuhause, ich bringe sie so schon immer selbst in den Kindergarten und regle alles Weitere.

Und Noel, wie kommst du bitte darauf dass er oder irgendwer das Kind mehr liebt als der andere? Blödsinn. Du begründest überhaupt nicht warum es besser beim Vater wäre, scheinst selbst betroffen zu sein aber Argumente hast Du nicht.

Aber wie gesagt, ich will ihm das Kind nicht vorenthalten, darum geht es js nicht. Mal sehen werde mal zu ProFamilia und Jugendamt, wie ihr schon sagt.

Ich kann mich der Vorantwort nicht ganz anschließen - aber im Prinzip ist es nach wie vor so, dass bei Kindern in dem Alter tatsächlich die Mütter ein Plus haben. Nicht bange machen lassen, das ist wirklich entscheidend. Grundsätzlich haben die Eltern das gemeinsame Sorgerecht, und dies bleibt auch nach einer Trennung/Scheidung so, es sei denn (AUsnahmefälle). Natürlich muss man sich dann auch über den Aufenthalt des Kindes einigen. Bei allen Streitfragen zum Sorgerecht wird immer das Jugendamt eingeschaltet. Also würde ich als erstes meinerseits das Jugendamt aufsuchen und von dem Konflikt berichten. Das macht sich auf jeden Fall bei einer eventuellen späteren Auseinandersetzung gut. Und es gibt durchaus Jugendämter, die auch helfen und nicht durch Unerreichbarkeit glänzen. Bis zu einer Scheidung muss zunächst ein Trennungsjahr eingehalten werden. Der Trennungsunterhalt ist uneingeschränkt zu zahlen, sofern DU nur halbtags wegen der Kinderbetreuung arbeiten kannst. Danach wird es nach dem neuen Unterhaltsrecht schwierig. Mütter mit Kindern unter 3 Jahren müssen im Übrigen auch nicht nach dem neuen Unterhaltsrecht arbeiten - ich würde aber meine Arbeittstätte für die eigene Unabhängigkeit nicht aufgegeben, sondern versuchen durch Reduzierung und Kindergarten das zu regeln. Bei der Frage, was gut für das Kind ist spielen viele Faktoren eine Rolle. Die Beziehungen des Kindes zu dem einzelnen Elternteil, wer hat es bisher hauptsächlich betreut, wie sieht diese Betreuung nach einer Trennung aus. Wie sind die Bindungen des Kindes in der Umgebung. Bei einem 2,5 Jahre alten Kind spielen Fragen wie Freunde, Schule etc. noch kaum eine Rolle. Wenn der Vater im Haus bleiben will sehe ich darin kein Vorteil für ihn. Auf keinen Fall ohne das Kind ausziehen, sondern nur mit dem Kind. Es ist viel schwieriger einen Obhutswechsel durchzuführen, wenn das kind erst einmal beim anderen Elternteil verblieben ist. Die Betreuungsmöglichkeit durch die Großeltern ist natürlich gut, aber die könnten das Kind rein theoretisch ja auch hin und wieder betreuen, wenn es mit Dir woanders zusammenlebt. Auch wenn frühere Kommentare den Vorschlag aus mir unverständlichen Gründen zunichte gemacht haben, ist der Rat in dieser Situation anwaltliche Hilfe zu suchen, nicht der schlechteste. Es lohnt sich nicht immer an der falschen Stelle zu sparen. Dies trifft vor allem zu, wenn weitere Punkte bei einer Trennung zu regeln sind, nämlich Trennungs- und Kindesunterhalt, und ggf. vermögensrechtliche Fragen. Hier würde ich auf keinen Fall mich auf Ratschläge fachunkundiger Personen verlassen, denn Fehler in diesem Bereich halten auf Dauer an.

Hallo Sansee, leider bin ich derzeit in einer sehr ähnlichen Situation, nur leider ist es bei uns bereits eskaliert. Ich habe lange gezögert mich von meinem Mann zu trennen, der immer sagte der Junge bleibt aber hier, weil er genau wußte, dass ich aus Angst nicht gehe. Nun bin ich vor seit über einem halben Jahr ausgezogen und er bringt die schlimmsten Anschluldigungen vor. Ich selbst studiere sogar Soziale Arbeit, meine Hauptaufgabe in diesem Studium dreht sich um Kinder. Trotzdem ist gerichtlich noch nicht entschieden ob ich das Kind behalten werde. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wichtig ist sich alles genau zu notieren, um später auch darlegen zu können warum das Kind bei dir leben sollte. Ich habe meinen Sohn beim Auszug mitgenommen, was man mir vom Jugendamt vorgeworfen hat, aber was hätte ich zu hören bekommen, wenn ich ohne meinen Sohn ausgezogen wäre? Manchmal glaube ich es wäre besser gewesen bei ihm zu bleiben für meinen Sohn, aber dass sind nur kurze Momente und dann weiß ich plötzlich wieder es wird alles gut, es muß!

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