Mutter will Kind zurück?

10 Antworten

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Kinder brauchen ein stabiles Umfeld und Regelmäßigkeit. Sie brauchen keine Mutter, die erstmal "leben" will und es alle 2-4 Wochen sieht (auch mit ner Ausbildung kriegt man das häufiger hin, wenn man denn will). Jetzt plötzlich fällt der Mutter ein, sie möchte ihr Kind wieder haben. Das Kind ist in einer scheinbar stabilen Familie, hat durch den Kindergarten ne Basis und Regelmäßigkeit und durch das Geschwister scheinbar auch ein geregeltes Familienleben. Das wird schwer für die Mutter, zu erklären, wieso das Kind dort rauszureißen und bei ihr zu lassen ist. Aber wie wärs denn, wenn sich die Mutter selbst angemeldet hätte und gefragt hätte. Bei solchen Sachen wirst Du nämlich den psychologischen Verdacht des "Ein Freund hat ein Problem"-Klischees nie los ;-)

Ich bin der Vater....

@Gordon1982

Dann gratuliere zu dem familiären Umfeld :-) Vielleicht wäre dann die Ich-Perspektive besser gewesen, denn so wirkte es wirklich wie ein Bekannter der Mutter oder die Mutter. Die Argumentation, auch negativ zur Mutter, bleibt die gleiche. Du solltest gute Karten haben.

Man reißt ein Kleinkind nicht aus seiner gewohnten Umgebung - es sei denn, das Umfeld ist schädlich. Außerdem kann der Bub bei einem so losen Kontakt garkeine ausreichend feste Bindung zur Mutter haben. Und in der Vergangenheit hat die Mutter nur eins bewiesen: Dass sie vielzu unreif ist für elterliche Verantwortung. Kinder brauchen Kontinuität und keine Bezugsperson, die ihre pubertären Launen ausleben möchte.

Ich frage mich allerdings, warum der Kindsvater die Mutter seines zweiten Kindes nicht heiratet und damit eine solide familiäre Grundlage schafft? Dann wäre auf jeden Fall die Voraussetzung gegeben, das Kind in der intakten Familie zu belassen und auch das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Eine Alleinerziehende ohne abgeschlossene Ausbildung hat dagegen wenig Chancen.

Lieber Fragesteller! Etwas salopp gesagt: Ihre Chancen stehen umso besser, je länger Du zögerst, Dir einen guten Anwalt zu nehmen! Das ist das einzige, was Dir hilft - nicht Umfragen im Internet! Wenn ihr weiter als 20 km auseinander wohnt, und euch das Kind nicht ohne größere Probleme "teilen" könnt (Mo.- Do. Papa, Fr. - So Mama etc.), hast Du gute Chancen! Hol Dir auch Hilfe vom Verein "Väteraufbruch für Kinder"! Viel Glück!

Das Kind hat den Lebensmittelpunkt beim Vater. Deshalb wäre es gut wenn die Mutter ihn dort lassen würde. Auch wird sie nach erfolgter Ausbildung beruflich erstmal Fuß fassen müssen. Sollten Mutter und Vater in der gleichen Stadt wohnen und kein Kindergartenwechsel nötig sein, wäre der Umzug zur Mutter aber nicht so dramatisch fürs Kind. Mutter und Vater sollten sich zusammen setzen und das für und wider besprechen, natürlich immer im Interesse des Kindes.

Ich wünsche euch ganz viel Glück! Leider verhält sich das JUGENDAMT egal welches,nur an Fakten,nicht an Menschlichkeit!

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