Makler stellt 2 unterschiedliche Mietverträge für Mieter und Vermieter aus. Welcher gilt?

5 Antworten

Wenn der Makler zwei unterschiedliche Vertragsversionen ausgefertigt hat, wird der ganze Vertrag hinfällig und der Makler verliert seinen Courtage-Anspruch. Außerdem ist er zum Schadensersatz verpflichtet.

Ein Vertrag kommt nur zustande wenn beide Parteien eine übereinstimmende Willenserklärung abgeben.

Grundsätzlich sollte man den Vertrag des Vermieters gesehen und gelesen haben, wenn man behauptet beide seien unterschiedlich. Nur eine abweichende Nebenkostenabrechnung beinhaltet noch keine unterschiedlichen Verträge. Hier muss genau geschaut werden welche NK-Posten abgerechnet werden und im MV aufgeführt sind. Neu abrechnen darf ein neuer Eigentümer Posten, die der vorige Vermieter vergessen hatte, sie aber im MV aufgeführt sind. Ebenso darf er neu entstehende Nebenkosten abrechnen, wenn das im MV so aufgeführt ist. Mit der Miete hat die Abrechnung der Nebenkosten nichts zu tun. Eine Mieterhöhung muss mit Begründung unabhängig von der Abrechnung ergehen. Erhöhungen der Nebenkostenvorauszahlung nicht.
Vom Einzug an muss der Mieter allerdings keine Erhöhung zahlen, denn das ist nach 12 Monaten bereits verjährt. Der Eigentümer kann für das erste Jahr keine Nachzahlung mehr fordern. Ich habe bei der Frage allerdings den Eindruck von Albatros, dass es sich hier um eine Prüfungsfrage handelt und nicht eine alltägliche Geschichte eines Mieters. Das sollte man allein lösen können.

Dies ist offensichtlich kein Fall aus dem Leben sondern ein Konstrukt. Du willst, dass wir deine Hausaufgaben machen, möglicherweise bist du ja ein Student. Nur ganz kurz trotzdem zum "Fall": Als Mieter achte ich darauf, dass zuerst der Vermieter beide Ausfertigungen unterschreibt, danach unterschreibe ich nach Prüfung des Gleichlautes beide und reiche eine zurück. Damit ist alles geklärt.

Das schätze ich genauso ein und enthalte mich einer zielführenden Hausaufgabenhilfe.

Denkbar, aber doch höchst unwahrscheinlich, dass ein Mieter so naiv ist, einen MV ohne Wohnflächenabgabe und obendrein noch einen Blankovertrag (!) zu unterschreiben oder bei einer angenommenen BK-Vorauszahlung über 2 Jahre keine Abrechnung zu verlangen :-O

G imager761

@imager761

Wenn es diesen Fall de facto tatsächlich gibt, so sei folgendes dazu noch gesagt: Das Expl., welches du hast, ist das gültige. Ein Vertrag sollte immer zusammengeheftet, die Seiten nummeriert und jeweils einzeln abgezeichnet sein. Dann sind jegliche Manipulationen ausgeschlossen.

die Vermutung es handele sich um ein Kostrukt, mag aufgrund der Formulierungen berechtigt sein, ist faktisch jedoch falsch. Denn mit genau diesem Problem darf ich mich herumschlagen... ;o)

Bei Unterzeichnung des Mietvertrages lagen 2 identische Ausfertigungen auf dem Tisch. Gelesen, gegengezeichnet. Verwalter unterzeichnet meinen Vertrag und händigt ihn mir aus. Beim anderen Exemplar wurde scheinbar nicht vom Verwalter gegengezeichnet, zusätzlich die ersten Seiten ausgetauscht und anschließend an den Eigentümer weitergeleitet. Dieser unterschreibt und hat somit den einzigen gültigen Vertrag?

@Valenzetti

GENAU ! so einen Fall hab ich grade... Ich weiss mir keinen Rat mehr ! Es müsste doch der bestraft werden, der den Vertrag mit den "Vorzügen" hat, oder ? Weil wer liest schon das 2. Exemplar, wenn man es gemeinsam (sich gegenübersitzend) durchgesprochen hat ? Also soviel Vertrauen habe ich noch in Menschen... ^^

Oh das ist verzwickt , ich denke du suchst mal einen Anwalt auf. Ich bin der Meinung , dein Vertrag ist gültig , da du die Wohnung zu anderen Bedingungen ja gar nicht gemietet hättest. Wenn der Eigentümer einen Makler damit beauftragt, die Wohnung zu vermieten, muss er Fehler , mit dem Makler klären.

  • Urkundenfälschung kann man anzeigen.

Der Mietvertrag den Ihr und der Vermieter unterschrieben habt ist gültig.

Nebenkostenforderungen seitens des Vermieters sind nur bis 12 Monate nach dem Abrechnungszeitraum erlaubt,danach hat er Pech gehabt.

Da sind so viele Ungewisse Dinge,dass ich Euch nur raten kann zum Mieterschutzbund oder zur Verbraucherzentrale zu gehen.

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