Lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge für mich?

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Hallo Kevin1905, hat schon alles gut erklärt, Aber ich empfehle, "Finger weg" Die Nachteile der  finanziellen steuerlichen und sozialen Belastung im Alter werden von den 40 € des AG und den 4 %(wenn überhaupt) nicht ausgeglichen. Ich möchte behaupten das du mit 200€ privat ein einer modernen Rentenversicherung mehr Geld im Alter zum Leben hast. Der Steuerfreibetrag geht gegen 2040 auf 0 und immer die Inflation 2% p.a mal mit in die Berechnung einbeziehen. Unser Staat schenkt nichts, er holt sich im Alter alles wieder und entlastet sich. Mit einer besseren flexibleren BAV in der Anlage würde ich auch noch dazu raten, aber alles im Verzinslichen ist "Tod" und wird in der Zukunft keine große Rolle mehr spielen. Garantiebetrag 1,25%, im der BAV ist die Garantie vorgeschrieben, deshalb wird 90% des Betrages für die Garantie von 1,25% verwendet. Überschüsse ???

Verschaffe dir in Ruhe einen Überblick, viel Glück! Gruß constein


Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“?

In Deutschland ist die Altersvorsorge in drei Schichten aufgebaut. Aber Achtung: Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand eine Rürup-Rente, eine Riester-Rente, eine  betriebliche Altersvorsorge eine privat Rentenversicherung oder  einen Fonds-Auszahlungsplan abschließt. Jede der Versorgungsarten hat unterschiedlich hohe Aufwendungen um die gleiche Nettorente zu erzielen. Dies ist abhängig von der Art der Arbeit, selbständig oder angestellt, ob er über oder unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, welchen Familienstand er hat, der Anzahl der Kinder, der Höhe des Einkommensteuersatzes und der Form der Krankenversicherung, gesetzlich freiwillig gesetzlich oder privat.

Alle Versorgungsformen sind sowohl in der  Einzahlungsphase wie in der Rentenphase unterschiedlich besteuert.  Die größten Auswirkungen entstehen aber ab Beginn der Rentenphase. Die Besteuerung und die Krankenversicherung wirken sich hier enorm aus. Um eine gleiche Nettorente nach Steuern und Krankenversicherung in allen Vorsorgearten zu erzielen, hat man unterschiedlich hohe Aufwendungen für seine Rente. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Steuern und ggf. Krankenversicherung bezahlen muss oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Erst dann kann man sagen welche Schicht, welche Art derAltersvorsorge optimal ist. Auch Kombinationen können in Betracht kommen.

Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz,

  • Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente)
  • Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente
  • Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw.–Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds

kevin1905 hat schon alles Wesentliche gesagt, ein Punkt noch gegen eine Pensionskasse.

Ich begreife nicht wie Arbeitgeber immer rnoch diese dusseligen Pensionskassen anbieten können, zumal das m.E. ein großes Haftungspotential beinhaltet. Denn: im Gegensatz zu einer Direktversicherung werden später (im Rentenalter) auch dann Krankenversicherungsbeiträge auf die ausgezahlten Renten fällig wenn diese Renten aus privat eingezahlten Beiträgen stammen. Sowas passiert immer dann wenn man den bAV-Vertrag privat weiterführt, was gar nicht so selten ist. Die laufenden Überschüsse von Pensionskassen sind, selbst im Vergleich zu den nicht gerade rosig darstehenden Versicherungsunternehmen, katastrophal.

hallo,

ohne gesamtbetrachtung würde ich den max Beitrag in die hamburgische pensionskasse (die nicht mal eine vernünftige berufsunfähigkeitszusatzversicherungsleistung anbietet, nämlich nur leistung wenn die gesetzliche rentenversicherung zahlt, nicht einzahlen.

es macht immer sinn, die möglichkieten zu erörtern, dann die entscheidung zu treffen, wieviel entgelt gewandelt wird, sonst kommt das späte schreicken, welche steuerlast oder krankenversicherungsbeiträge im rentenalter fällig werden.

dennoch ist der weg einer entgeltumwandlung ein wichtiger weg, der hoffentlich nicht noch staatlich verordnet wird (hat die nahles vor).

die hamburgische pensionskasse ist ein partner der tarifgebundenen firmen der nahrungs-und genußmittelindustrie. 

beste grüße

dickie59

Meiner Meinung nach ist das eine sehr lohnende Sache. Du zahlst aktuell brutto für netto ein und hast eine erhebliche Steuerersparnis, gerade wenn Du mit noch steigendem Gehalt rechnest. Auch wenn die Auszahlungen später versteuert werden müssen, hast Du ganz erhebliche Einsparungen, weil Dein Steuersatz zu Rentenzeiten erheblich unter deinem jetzigen liegt. Diese Steuerersparnis erhöht deine Verzinsung erheblich.

Ich bin selbst seit einigen Jahren mit einer BAV bei der Hamburger Pensionskasse und bin sehr zufrieden damit. Die HPK als genossenschaftlich organisierte Pensionskasse bietet auch noch den Vorteil, dass Du mit Deinen Beiträgen nicht noch die Provisionen der Versicherungsvertreter und die Gewinne der Versicherungsgesellschaften finanzieren musst. 

Zusem hat die BAV einen finanz-psychologischen Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist: Du kommst an Dein Geld nicht wieder ran. Was auf den ersten Blick ein Nachteil ist, wirkt sich langfristig tatsächlich positiv aus. Die meisten Sparer, die sich über Aktien, Lebensversicherungen, Sparpläne etc eine flexiblere Kapitalvorsorge aufbauen, halten das nämlich nicht durch. Dann wird doch mal die Einzahlung ausgesetzt oder das Kaptal wird angegriffen weil man sich halt doch das etwas schickere Auto gönnen will und so weiter. Auch wenn rein finanzmathematisch die Verzinsung bei einem regelmässigen Aktien-Fondssparen am höchsten ist, so haben tatsächlich am Ende der Tage die Leute im Schnitt mehr Kapital, die über Immobilien oder BAVs ihr Kapital angespart haben. Mir ist vor einigen Jahren mal eine Studie dazu über den Weg gelaufen.

Allerdings solltest Du wenn du irgendwann ein höheres Kapital bei der HPK hast, dann doch ans heiraten denken. Im Todesfall verfällt nämlich ansonsten dein Kapital. Ehepartner dagegen erhalten das Kapital zumindest anteilig übertragen.

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