Betriebliche Altersvorsorge - Nachteile!?

5 Antworten

die bAV unterliegt wie alle produkte der ersten und zweiten schicht (Gesetzliche Rente, Rürup, Riester, bAV) der nachgelagerten besteuerung. Heißt in der beitragsphase werden die beiträge steuerlich berücksichtigt dafür muss die auszahlung bei rentenbezug versteuert werden. Bei der bAV wird dies durch "sparen vom brutto" erreicht, also an steuern und sozialabgaben vorbei. Daher wird ganz logisch im alter die bAV nicht nur voll steuerpflichtig sein sondern auch zur Kranken- und Pflegeversicherung herangezogen, sofern man als rentner gesetzlich krankenversichert ist.

Wenn du in der Ansparphase , die Beiträge für die Sozialversicherung eingespart hast, musst du später auf die fällige Rente Krankenversicherungsbeiträge zahlen. Wo soll da der Nachteil liegen? Auf die normale Altersrente zahlst du ebenfalls Beiträge.

Sehr oberflächliche Antwort. Siehe meinen Beitrag.

Richtig, Der Hans, aber bei der Betriebsrente zahlt der gesetzlich Krankenversicherte im Alter volle Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung, Pflegeversicherung) während man bei der normalen Altersrente nur etwa die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge selbst zu zahlen hat.

Das heißt mit der sogenannten Bruttoentgeltunwandlung reduziert man nicht nur seine gesetzliche Altersrente, sondern man zahlt dann über seine Betriebsrente auch doppelte Sozialversicherungsbeiträge.

Bei einer reinen arbeitgeberfinanzierten bAV rechnet es sich immer, da es quasi „geschenktes“ Geld ist. Besteht jedoch die Wahl zwischen einer Lohnerhöhung und einer arbeitgeberfinanzierten Betriebsrente in gleicher Höhe, ist es sinnvoller, die Lohnerhöhung zu nehmen und z.B. mit einer privaten Rentenversicherung oder einem Aktiensparplan selbst vorzusorgen.

Als Denkanstoß (vor allem für Arbeitgeber) sei erwähnt, dass es auch andere Formen der Mitarbeiterförderung gibt: betriebliche Krankenversicherung, Betriebskindergärten, Tankzuschuss, Jobticket, Zuschuss zur Kantine, Rückenschule, Massage usw. Diese sind unter gewissen Umständen tatsächlich steuerfrei.

Ja, das ist völlig richtig. Bei Die Auszahlung des gesamten Betrags muss dieser mit dem persönlichen Steuersatz voll besteuert und Krankenversicherungsbeiträge an die gesetzliche Krankenversicherung abgeführt werden. Wer privat Krankenversichert ist, muss keine zusätzlichen Beiträge abführen. Das ist generell ein Nachteil der bAV. Denn je nach Lebenssituation kann es bei dem einen oder anderen sein, dass er sich den Beitrag komplett auszahlen lassen muss oder will. Der Steuersatz richtet sich natürlich nach den persönlichen Einnahmen, die ich im Jahr der Auszahlung habe. Generell erreiche ich im Jahr der Auszahlung aber sehr schnell den Spitzensteuersatz. Dadurch werden ca. 50% abgezogen. Eine kleine Berechnung und Übersicht findest du hier http://www.finanzcounter.de/betriebliche-altersvorsorge. Das Beispiel zeigt, dass über 37 Jahre mtl. 100 € und somit insgesamt 44.100 € eingezahlt wurden. Bei Auszahlung des Gesamtbetrags nur noch 57.556 € übrig bleiben. Das ergibt eine Nettorendite von 1,35% pro Jahr. Obwohl ein Kapital von 111.951 € über 37 Jahre angespart wurde. In diesem Beispiel wird die Hälfte des angesparten Kapitals abgezogen, wenn es zur Einmalauszahlung kommt. Und diese Berechnung enthält die Renditeangaben der bAV Versicherungen und Banken die gemacht werden. Was tatsächlich bisher heraus gekommen ist, wird natürlich von den Gesellschaften nicht angegeben. Dazu kommt, dass die letzten Jahrzehnte eine gute Zinsphase hatten und uns nun in einer Niedrigzinsphase befinden. Deshalb sind für bAV Verträge, die in den nächsten 20 oder 30 Jahren ausbezahlt werden, nach Abzug mit einer negativen Rendite zu rechnen. Sicherlich muss berücksichtigt werden, ob es ein Abreitgeberzuschuss gibt. Aber daran ändert nichts an der tatsächlichen Rendite der bAV Produkte. Denn hinter den bAV Produkten steckt das gleiche Prinzip einer kapitalbildenden Lebensversicherung. Nur das in den Berechnungen immer die vorläufigen Ersparnisse der Sozialversicherungen und Steuern hervorgehoben werden. Jeder der an einer bAV Beratung teilnimmt, sollte unbedingt darauf bestehen, dass die Ergebnisse auch ohne Sozialversicherungs- und Steuervorteil angegeben werden. Generell ist sparen besser als nichts tun. Hängt auch immer von der Situation des Angebotes und des Arbeitnehmers ab. Es sollte sich aber keiner von den hohen Summen blenden lassen und denken, dass er damit versorgt ist. Es ist eine zusätzliche Altersversorgung, in den meisten Fällen kapitalbildend. Also sehr anfällig bei hoher Inflation und niedrigem Zinsumfeld.

Nun, ich wollte meinen Veertrag auch kündigen und vorzeitig auszahlen lassen.Wollte das Rückkaufsrecht in Anspruch nehmen,mir ist selbstvertändlich bewußt das ich Abzüge habe. Aber so leicht ist das gar nicht, die Versicherung würde mir die Kündigung genehmigen,ABER der Betrieb weigert sich und meint,es wurde innerbetrieblich beschlossen, diesen Verträgen bei einer Kündigung nicht zuzustimmen,da der Aufwand für den Betrieb zu hoch wäre.Darf der Betrieb mich derart zwingen und über mein Geld verfügen?

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