Neuabschluss Riester Vertrag Aachen Münchner Strategie No.1

5 Antworten

Hallo,

als gelernter Versicherungskaufmann möchte ich dazu raten, den Vertrag nicht zu ändern. Gründe: 1: Die Vertragsänderung erzeugt neue Abschlusskosten - Rentite verringert sich. 2: Es gibt definitiv renditestärkere Produkte als die Riesterrente 3: Besser den "Altvertrag" beitragsfrei stellen und ein neues Produkt abschließen. Bei Fragen zu einem renditestarken Produkt stehe ich auch gerne zur Verfügung - einfach eine Mail senden.

Richtig, es gibt renditestärkere Produkte als die Riester und es spricht auch nichts dagegen (falls finanziell möglich) solche abzuschließen. Allerdings nicht als Alternative zur Riester. Wer Riester-Förderberechtigt ist, sollte auch unbedingt Riester machen.Wer dies nicht tut verschenkt die staatlichen Zuschüsse, welche jedem Förderberechtigten zustehen. Mit der Rentenreform 2002 wurde jedem ein Teil der gesetzlichen Rente gestrichen. Um diese wieder zu bekommen ist es wichtig eine Riester Rente abzuschließen. Man kann selbstverständlich geteilter Meinung sein ob man die Vorgehensweise der Politik gut findet oder nicht.Das Gesetz ist jedoch Fakt und als seriöser Finanzberater bin ich verpflichtet meine Kunden darauf hinzuweisen und zu helfen das diese auch bekommen was ihnen zusteht. Ach ja,eine Umstellung der Riester bitte immer im Einzelfall prüfen.

oh man, so viel Unwissen auf einem Haufen, das tut ja schon weh.

  1. Riester lohnt sich nicht. - Absoluter Quatsch. Riester lohnt sich dann nicht, wenn man auf die falsche Variante setzt oder auf den falschen Anbieter. Und der Generali Konzern mit der Aachen Müchener gehört nunmal leider zu den teuersten Anbietern. Ich riester seit 2005 mit einer klassischen Rentenversicherung und bin einige Tausend Euro im Plus. Nur mal so als Denkanregung: Bei den derzeitigen Marktzinsen auf Kapitalanlagen müsste man jährlich mindestens 5000 Euro anlegen, um auf 150 Euro Zinsen zu kommen. Und dann hätte man mit 3 Prozent schon eine verdammt gute Anlage. Dass sich Riester pauschal nicht lohnt ist also absoluter Schwachsinn.

  2. Inflation 3 bis 4 Prozent aktuell.- Wo? Auf dem Mars? Sicher nicht auf der Erde

  3. Der Sparanteil kann verändert werden. - Bullshit! Das AVmG sagt ganz klar dass zum Renteneintritt MINDESTENS die einngzahlten Eigenbeiträge und Zulagen zur Verfügung stehen müssen.

  4. Das führt zum nächsten Punkt, dem Schwachpunkt von Fondsriestern. Rentenversicherungen und Banksparplan müssen einen Garantiezins geben. Der ist zwar nicht hoch, aber wie der Name schon sagt, wenigstens garantiert. Aktuell nur noch 1,75% Ein Fondsriester hat so etwas nicht, hier reduziert sich die garantierte Leistung auf die eingezahlten Eigenbeiträge und Zulagen. Und genau daraus entsteht den meisten Fondssparern eine böse Falle, von der sie nicht mal wissen, weil sie Verkäufer prinzipiell verschweigen. In der Natur der Sache liegt es, dass Fondsguthaben variabel sind und mit dem Aktienkurs schwanken. Das heisst, der Fondswert kann sich auch deutlich unter dem Wert der eingezahlten Eigenbeiträge und Zulagen befinden. ( Das tut er augenblicklich bei ausnahmslos ALLEN Fondsriestern ). Die Anbieter verlieren dabei aber nie aus den Augen, was sie am Ende mindestens leisten müssen. Keiner will das Risiko eingehen, am Ende draufzuzahlen, was der Fall sein wird, wenn zum Renteneintritt der aktuelle Fondswert unter dem garantierten Kapitalwert liegt. Also haben ALLE Fondsriester einen Plan B und eine Hintertür: Rentenfonds. Bieten nur magere 2%, die aber dafür ziemlich sicher. Also wird jeden Tag geschaut, wie der tatsächliche aktuelle Wert des Guthabens aussieht, und an dem Tag, an dem der Anbieter einen Stand erreicht, bei dem er mit den 2% des Rentenfonds gerade noch auf die garantierte Leistung kommt, wird das Depot gnadenlos aus Rentenfonds umgeschicht. Ohne Eingriffsmöglichkeit des Sparers. Von diesem Tag an aber verschenkt der Sparer jeden möglichen Kursgewinn - den eigentlichen Sinn des Fondssparens. Er wird zum Renteneintritt absolut sicher die garantierte Leistung erhalten - und keinen Cent mehr. Wer sich mal ein genaueres Bild seiner Situation machen möchte, soll sich einfach mal aus seinem Vertrag die WKN Nummern seiner Fonds raussuchen und im Internet mal auf Recherche gehen Oder einfach den jährlichen Kontoauszug mal mit dem vergleichen, was eigentlich drin sein müsste. Ich würde mich dazu aber vorher setzen und mit dem schlimmsten rechnen.

  5. Noch ein Punkt gegen Fondsriester: Die Kosten. im Schnitt gehen jeden Monat 5% der eingezahlten Beitrage für den Ausgabeaufschlag weg, und jährlich meistens noch mal so um die 1,25% für die Verwaltungskosten. Dazu kommen am Anfang die Abschlußkosten. Die hat zwar eine klassische Verisicherung auch, aber wenn die dann erst mal bezahlt sind, sind die laufenden Verwaltungskosten deutlich niedriger als bei einem Fondsriester. Im Prinzip muss der Fondsriester ja erst mal Monat für Monat den Ausgabeaufschlag wieder reinschaffen. Das allein ist schon happig. Wenn man sich die meisten guten langlaufenden Fonds mal anschaut, leigen die im Schnitt auf die Laufzeit bei einer Rendite von um die 3%

  6. Wie von einem Vorredner schon erwähnt: Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der Riester als lebenslange Rente bezahlt werden muss ( max 30% sind kapitalisierbar ). Weder der Fondsriester noch ein Banksparplan haben diese aber eingebaut. Völlig richtig wurde deswegen hier schon erwähnt, dass diese dann bei einer Versicherung zugekauft wird, allerdings erst ab einem Alter von im Schnitt 80 bis 85 Jahren. Falsch war auch die Angabe, dass dieses erst in diesem Alter passiert. Das stimmt so leider nicht. Das vorhandene Kapital wird geteilt und eine Rentenversicherung ab dem 80. oder 85. Lebensjahr zugekauft, und zwar bereits bei Renteneintritt. Hierbei wird dann so lange gerechnet, dass das verbleibende Kapital durch Abschmelzung und die zugekaufte Rentenversicherung eine identische Rente ergeben, damit der dumme Verbraucher davon nix merkt. Dass dabei unterm Strich eine geringere Rente raus kommt, als bei einem direkt als Rentenversicherung abgeschlossenen Verttrag, sollte jedem einleuchten.

Deswegen würde ich in diesem Falle hier zwei Dinge tun:

  1. Den vorhandenen Fondsriester sofort ohne Kapitalübertrag beitragsfrei stellen.

  2. Riesterrentenversicherung oder Riesterbanksparplan abschliessen

Schwarze Schafe gibts nicht nur bei der DVAG...leider gibts die überall! Um die Frage mal sachlich zu behandeln, fehlt mir die Angabe welche Riester-Rente du von der AM schon hast? Da es über die DVAG vermittelt wurde geh ich mal von der Riester "Rente Wachstum (2RG)" aus, deren Überschüsse in den DWS Flexpension-Fond eingehen. Ich, 27 Jahre alt, habe mir mal beide mit einem monatlichen Beitrag von 100,50€ (Nettoverfahren) rechnen lassen und kam zu folgenden Ergebnissen: Rente Wachstum: lebenslange monatl. Rente = 533,20€ Guthaben zum Rentenbeginn = 114.795€

Rente Strategie no.1: lebenslange monatl. Rente = 1.196,90€ Guthaben zum Rentenbeginn = 250.019€

...die Zahlen sprechen für sich. Aber ein direkter Wechsel lohnt sich vorerst wegen den Abschlusskosten wirklich nicht. Ich würde dir empfehlen, die 1%ige Erhöhung des Riesterbeitrags in 2008 in die Strategie 1 einzubringen und nach 5 Jahren komplett auf die Strategie 1 zu wechseln. Genauere Details gibts bestimmt bei der DVAG. Der Tipp von Markus Braun den Vertrag beitragsfrei zu stellen und ein neues Produkt abzuschliessen...und ihm ne Mail zu schicken...ist nicht sachgemäß. Um dies zu raten, fehlen hier genauere Informationen und man muss sich den Vertrag erstmal genauer anschauen. Die Produkte der AM sind grundsätzlich zu empfehlen, da sie auch meistens mit der DWS gekoppelt sind. Testergenisse zur Strategie konnte ich nicht finden, da das Produkt noch sehr neu ist. Laut Stiftung Warentest sind die TopRente und die Premium Rente von der DWS die "besten" Produkte...die AM wurde aber nicht mitgetestet und das Kapital zu Rentenbeginn ist bei der Strategie No 1 das Höchste was ich bis jetzt gesehen habe.

Hatte 2002 eine ´Privat-Rente mit Garantie´ abgeschlossen. Ich weis es nicht was für vorteile die “Strategie No.1” bringen soll gegenüber alte. Mein Berater hat mir auch gedrängt dem Vertrag zu ändern, mit Begründung das es nur Vorteile gibt. Dumm wie ich bin, habe ich mein und dem von meine Frau geändert. Diese Woche habe ich meinen jährlichen Informationsblatt gekriegt. Der Schock sitzt immer noch. Mein Stand des Altenvorsorgevermögens (12.2007)war vor der Änderung 1770,21Euro Nach der Änderung (12.2008) habe ich gerade mal 1569,40 Euro obwohl ich 2008 790Euro einbezahlt habe. Insgesamt habe ich seit meinem Vertragsabschluß 2002 2909,40 Euro bezahlt. Und wo stehe ich jetzt! Alleine an Fondsguthaben habe ich 594,21 Euro verloren. Und der Berater hat 190,54 Euro kassiert. Und dazu kommen noch weitere Kosten. Bei meine Frau sieht es fast gleich aus. Habe vor der Änderung reichlich Geld verloren, aber das ist der Hammer. Mein Monats-Beitrag liegt bei 66Euro, ich muss noch 37Jahre bezahlen. Meine garantierte Rente liegt bei 118,07 Euro. Wer weis was die 118,07 in Jahr 2046 noch wert sein werden. Noch kann ich für 66Euro (fast) für eine Woche einkaufen. Ich habe es satt mein Geld aus dem Fenster zu schmeißen, für mich ist es ein Betrug. Die Versicherer versichern bis 8% Wertsteigerung aber von Verlusten spricht keiner. Wies einer von euch ob ich es Problemlos kündigen kann ohne das Geld was ich noch habe zu kriegen? Die Zulagen werden abgezogen, das ist klar. Was ist mit dem Vertrag dem ich geändert habe. Gilt er jetzt als neu oder einfach Änderung. Weil an das Geld komme ich erst dran, nach dem ich 5Jahre einbezahlt habe (steht in dem Vertrag).

Gruß Riesterfeind

@Riesterfeind

Mir ist ein Fehler unterlaufen. Ich meine natürlich ´Weis einer von euch ob ich es Problemlos kündigen kann, ohne das Geld was ich noch habe zu verlieren´. Gruß Riesterfeind

Also um eine fundierte Antwort geben zu können ist mir die Situation noch nicht deutlich genug. Allerdings ist noch eine Sache anzubringen. Das Problem bei Banksparplänen und Investementsparplänen, ohne eine Versicherungsgesellschaft im Hintergrund, ist für den Anleger, bzw. Kunden vorerst die günstigere Variante, da geringere bis keine Kosten anfallen. Das Problem liegt aber in der Rentenphase. Dadurch, dass eine Investmentgesellschaft, bzw. eine Bank nicht in der Lage sind, schon aus technischen gründen eine Lebenslange Rente zu zahlen, wird auch bei Banksparverträgen und Investmentsparplänen nach einer Auszahlungszeit von ca.15 Jahren nach beginn der Rentenzeit, eine Versicherung gekauft. Dann fallen die Kosten an. Also dann wenn der vermeindlich gut beratene kunde bei der Bank oder Investmentgesellschaft 70 oder 75 ist. Die Frage ist dann, ob das restliche Kapital, was dann noch vorhanden ist ausreicht, um eine monatliche Rente bei einer Versicherung zu kaufen, die der Höhe des Auszahlungsplans entspricht. Das wird höchstwahrscheinlich nicht der Fall sein, da wir alle inzwischen genau wissen, dass wir insgesamt älter werden. Also sind Abschlusskosten für eine Versicherung unausweichlich. Ich lege deshalb meinen Schwerpunkt darauf, Finanzstarke Versicherungen zu wählen, die die Vorteile der Rendite bei Investmentgesellschaften suchen, und gleichzeitig schon heute eine Rentenversicherung abschließen. Damit ist es ein gutes Geschäft, weil der Kunde hat langfristig etwas davon und der Berater auch. Was die Kritik an der DVAG angeht, bin ich der Ansicht, dass es nicht sinnvoll ist über schlechte Berater zu schimpfen, sondern sich von vornherein die richtigen Infos zu besorgen. Da kommt es auch nicht auf das Unternehmen an, sondern auf die Person, mit der man sich unterhält. Die frage ist, ob die Person die richtigen Normen und Werte hat und ob man Ihr vertrauen kann.

Also, leider etwas spät aber okay. Der Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung AG bekommt keine erneute Provision für den Abschluss einer neuen Riester Rente (zB. Strategie No 1), wenn der Kunde eine alte Riester Rente bei der Aachener und Münchener hatte (die Rentenversicherung muss eine Riester sein). Denn es handelt sich hier lediglich nur um eine Tarifumstellung. Damit der Verbraucher(Kunde) geschützt wird, lässt die DVAG diese erneute Provisionszahlung nicht zu. Deshalb entstehen keine erneuten Abschlussgebühren, da diese schon mit dem alten Tarif bezahlt wurden.

"Denken ist die beste Waffe eines Menschen, nur leider erschießen sich die meisten immernoch selbst."

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