Möglichkeiten zur Steueroptimierung der Auszahlung einer betrieblichen Altersvorsorge?

3 Antworten

Steuerlich:

Man kann die Auszahlung in ein Jahr mit geringem Einkommen legen.

Man kann die Auszahlung splitten und auf mehrere Jahre verteilen.

Man kann sie verrenten lassen, dadurch wird die Auszahlung auf viele Jahre atomisiert.

Falls es Hausaufgaben sind und noch die Bonusfrage "Warum funktioniert das?" kommt: Wegen der Steuerprogression.

Sozialabgaben:

Da ist die eine Optimierung im Vorfeld schwierig: Bei einem langen Leben wäre eine Einmalzahlung optimal, da die nach oben gedeckelt ist. Bei einem kurzen Rentenleben wiederum wäre die ratierliche Belastung der Rentenzahlungen ideal.

Das beißt sich aber mit dem Grundgedanken der Altersvorsorge, nämlich eine lebenslange Rente zu zahlen und eben nicht mit einer (evt. zu schnell verbrauchten) Einmalzahlung zu arbeiten.

Ausserdem ist die Restdauer des eigenen Lebens oft schwer abschätzbar. In der Regel kann man nur ein frühes Versterben z. B. aufgrund vorhandener Diagnosen zuverlässig prognostizieren. Das Langlebigkeitsrisiko ist nur anhand der erreichten Alter der näheren Verwandschaft sehr grob abschätzbar.

Aus Sozialabgabenoptimierungssicht würde ich bei unklarem eigenen Todeszeitpunkt eine hälftige Einmalzahlungen und eine Verrentung des Rests empfehlen.

Vielen Dank für Deine Antwort, du hilfst mir damit sehr!

Also haben wir schon mal eine mögliche Maßnahme zur Veränderung der Steuerlast gefunden: den Faktor Zeit. Nach dem Grundsatz "Steuern werden für das Jahr gezahlt, in dem der zu versteuernde Betrag geflossen ist.", kann man dadurch seine verschiedenen Einnahmen zeitlich so takten, dass die Steuerlast insgesamt sinkt.

Weißt Du, ob es noch andere Maßnahmen gibt, zum Beispiel auf den Vertrag bezogen? Ich habe mal etwas von einem Gerichtsurteil gelesen, dass bei einer betrieblichen Altersvorsorge die versicherte Person zusätzlich als Versicherungsnehmer eingetragen werden kann (statt vorher der Arbeitgeber) und dann bei der Besteuerung etwas anders läuft. Siehe auch Az.: 1 BvR 1660/08. https://www.test.de/Mutmacher-Dank-Peter-Poettgen-bleibt-Betriebsrente-ungekuerzt-4778331-0/

Aber anscheinend bezieht sich das Urteil nur auf Betriebsrenten und nicht auf betriebliche Altersvorsorgen durch zum Beispiel eine Direktversicherung.

In der Auszahlungsphase ist die zeitliche Verteilung der Einkünfte die einzige Variante.

Man könnte noch indirekt andere steuerlich relevante Ausgaben in dem Auszahlungsjahr kumulieren, z. B.  Krankenkassenbeiträge vorauszahlen.

Das Urteil bezieht sich wahrscheinlich auf das Szenario, dass man während der Ansparphase privat Beiträge einzahlt (z. B. bei Arbeitslosigkeit). Die dürfen dann nicht doppelt besteuert werden.

Hallo,

das ist eine Frage des Steuerrechts und sollten Stuerberater beantworten.

Zu unterscheiden wäre ob Kaiptalauszahlung oder lebenslange Rente und der Durchführungsweg, da diese in der Kapitalauszahlung unterscheidlich besteuert werden.

einmal Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfond

und  die Direktzusage und Unterstützungskasse

Die Auszahlungen sollte in einem Jahr sein, wo man nur wenige Monat noch gearbeitet hat und vollständig Rentner ist.

https://www.haufe.de/steuern/kanzlei-co/kapitalauszahlungen-betriebliche-altersvorsorge_170_313630.html

Mehr Optimierung gibt es kaum.

Beste Grüße

Dickie59

Grundsätzlich ist JEDES Einkommen zu versteuern. Wenn du mehr Einkommen hast, als das steuerliche Grundeinkommen zahlst du eben. was willst du da "optimieren".

Und die Sozialversicherungsbeiträge hast du ja in der Ansparzeit auch eingespart.

Wo soll da das Problem liegen?

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