KFZ-Versicherung - Führerschein?

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Hallo Irreversible187,

wir überprüfen nicht den Führerschein der eingetragenen Fahrer.

Wenn ein Unfall passiert, überprüft die Polizei, ob der Fahrer einen Führerschein hat.

Sollte jemand ohne Führerschein gefahren sein, ist das eine "Obliegenheitsverletzung". Das ist, einfach gesagt, eine vertraglich festgehaltene Vorschrift. Unser Vertragspartner (Versicherungsnehmer) muss sicherstellen, dass das Auto nur von Personen mit gültiger Fahrerlaubnis gefahren wird.

Folge der Missachtung dieser Vorschrift wäre: Wir entschädigen zunächst  das Unfallopfer. Unser Vertragspartner muss anschließend maximal einen vertraglich festgelegten Betrag an uns zurückzahlen (Stichwort: Regress). Wie hoch dieser Betrag ist, steht in den Versicherungsbedingungen.

Bei Bagatellunfällen wird manchmal keine Polizei gerufen. Doch auch dann kommt es raus: Eine weitere Obliegenheit ist es nämlich, alle Fragen in der Schadenmeldung wahrheitsgemäß zu beantworten, u.a. zum Führerscheinbesitz des Fahrers. Wer da lügt, riskiert, noch deutlich mehr an uns zurückbezahlen zu müssen.

Ich wünsche dir einen schönen sommerlichen Mittwoch!

Viele Grüße

Lydia vom DEVK-Team

Folge der Missachtung dieser Vorschrift wäre: Wir entschädigen zunächst  das Unfallopfer. Unser Vertragspartner muss anschließend maximal einen vertraglich festgelegten Betrag an uns zurückzahlen (Stichwort: Regress). Wie hoch dieser Betrag ist, steht in den Versicherungsbedingungen.

Tatsächlich? Nur einen vertraglich festgelegten Betrag und nicht den kompletten Schaden?

Der Teil dieser Versicherungsbedingungen würde mich mal interessieren!

@Apolon

Lieber Norbert Uhrig,

das ist tatsächlich so:)

In unseren aktuellen Versicherungsbedingungen findest du die "Beschränkung der Leistungsfreiheit":

- auf Seite 25 Punkt D.3.3. für die Obliegenheit "Fahren mit Fahrerlaubnis

- auf Seite 27 Punkt E.5.3/ E.5.4 für die Obliegenheit "Auskunftspflicht"

Vielleicht hast du das mit der Kaskoversicherung verwechselt!? Da ist es zumindest möglich, dass diese gar nicht bezahlt, wenn der Fahrer keinen Führerschein hatte.

Viele Grüße

Lydia vom DEVK-Team

@DEVKde

... N.U. irrt nicht, noch nicht begriffen? Nur seine Meinung gilt, hier jedenfalls.

Mir erschließt sich der Sinn dieser Frage nicht….

Grundsätzlich darf ein Versicherungsnehmer den Fahrerkreis selbst bestimmen.

Der Versicherungsnehmer hat jedoch Pflichten. So hat der Versicherungsnehmer sich BEVOR er jemandem sein Fahrzeug anvertraut , davon zu vergewissern das dieser Person einen gültigen Führerschein hat. 

Wenn diese Person nicht gerade erst 16 oder jünger ist, dann nicht. ABER im Schadenfall wird bei der Schadenmeldung nachgefragt. Wenn es ein schlimmerer Unfall ist, wird ja sowieso die Polizei hinzugezogen und die kontrollieren dann den Führerschein. Bei einem Unfall ohne Fahrerlaubnis, ist die Versicherung Leistungsfrei, bzw. wird Regress fordern.

Auch wenn der Fahrer also eingetragen ist: Ohne Führerschein besteht kein Versicherungsschutz.

Bei der Beantragung wird das in der Regel nicht überprüft. Spielt eigentlich auch keine wirkliche Rolle, als Fahrer im Vertrag eintragen kann man ja erstmal jeden, entscheidend ist, ob diese Person (ohne Führerschein) dann auch wirklich das Auto fährt.

Im Schadenfall wird nach dem Führerschein gefragt und wenn der Fahrer dann keinen hatte besteht selbstverständlich KEIN Versicherungsschutz. Die Haftpflicht würde den Schaden eines Dritten erstmal begleichen aber anschließend Regreß vom Versicherungsnehmer holen.

 wird dann von Versicherung der Besitz eines Führerscheins hinterfragt oder nachgeprüft?

Bei dem Antrag zur Kfz-Versicherung wird lediglich die Gruppe der Fahrer festgelegt.

Allerdings sollte jedem Versicherungsnehmer bekannt sein, dass das Fahrzeug nur von Personen bewegt werden darf, die einen gültigen Führerschein haben.

Lässt der Versicherungsnehmer bewusst zu, dass ein Fahrer ohne gültigen Führerschein das Fahrzeug fährt muss der Kfz-Versicherer zwar den Fremdschaden zahlen. Hat aber die Möglichkeit die gesamten Kosten vom Versicherungsnehmer zurück zu fordern.

Auszug aus den Versicherungsbedingungen:

Fahren nur mit Fahrerlaubnis

D.1.1.3 Der Fahrer des Fahrzeugs darf das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen nur mit der erforderlichen Fahrerlaubnis benutzen. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer das Fahrzeug nicht von einem Fahrer benutzen lassen, der nicht die erforderliche Fahrerlaubnis hat.

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