Kann Pfandsammeln in Clubs untersagt werden?

5 Antworten

Der Veranstalter hat Hausrecht. Wenn er das gewerbsmäßige Flaschen versammelt verbietet, ist das seine Entscheidung. Das Pfand ist ja eigentlich dafür gedacht, dass der jeweilige Kunde seinen Müll selbst entsorgt und nicht in der Gegend stehen lässt.

Ok, vielen Dank! So etwas habe ich mir leider schon gedacht. Mich ärgert es halt nur tierisch, dass dort überall "Geld" rum liegt und man es nicht nehmen darf. Letztendlich tue ich ja dem Veranstalter einen Gefallen und räume für ihn auf ;-)

Nein, es gibt keinen Flaschensammelparagraphen. Du hast einen Gegenstand gefunden, den Du ordnungsgemäß beim Besitzer der Räumlichkeiten abgeben musst. Dafür steht Dir kein Finderlohn zu.

Du kannst allenfalls dem Finanzamt einen Tipp geben, dass bei der nächsten Betriebsprüfung auf entsprechende Einnahmen geprüft wird. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob dem dann tatsächlich nachgegangen wird.

Beiträge sind etwas älter, Thema aber noch hochaktuell.

Also: @Fotto81. In meinen Augen ziemlich daneben dein Beitrag. Zunächst einmal ist ein Disco-Hausrecht kein Recht, das sich über alles andere hinwegsetzt. Weiterhin bekommt niemand für zerbrochene Flaschen Pfand - was soll also dein Argument, der arme Betreiber müsse da was ersetzen??? Dafür haben Leute PFAND bezahlt, denk mal drüber nach.

Grundsätzlich widmet sich keiner der bisherigen Beiträge dem Hauptthema: Nämlich dass von den Discobetreibern eine erbärmliche und inakzeptable Handlungsweise an den Tag legen. Die Leute zahlen Eintritt, völlig überhöhte (!!) Preise UND noch Pfand. So lange schön Geld ausgegeben wird, ist alles in Ordnung, aber sobald ein Gast auf seine Rechte pocht, fliegt er raus. Leute, kapiert ihr nicht, dass die Betreiber an dem Pfand auch noch verdienen wollen?? Ich selbst kenne einen persönlich, der ist schon mit 18 Jahren Millionär gewesen. Solchen Leuten muss man wirklich nicht noch mehr Geld in den Rachen schmeißen.

Dass jemand Pfand sammelt, ist rechtlich gesehen eine Unterstellung. Denn nachweisen kann es niemand. Tatsächlich waren wir neulich in einer Gruppe unterwegs, haben in kurzer Zeit viele Biere "geext" und wollten dann den Pfand zurück - worauf wir des Pfandsammelns bezichtigt und rausgeworfen wurden. Wer DAS richtig findet, ist nicht ganz richtig im Kopf.

Ist hier jemand in der Lage, mal etwas differenzierter zu beurteilen, wie weit der Betreiber wirklich gehen darf? Bitte keine überflüssigen Beiträge wie die bisherigen (außer meinem).

Gruß, Mike

Das von vielen hier angeführte Hausrecht spielt hier meines Erachtens keine wesentliche Rolle - wenigstens dann nicht, wenn Eintritt bezahlt und diese Regelung nicht vorher vereinbart wurde, und wenn du das Sammeln nur nebenbei tust und nicht als Besuchszweck dient.

Ausschlaggebend ist eher das Vertragliche. Wenn der Betreiber die Flasche gegen Pfand ausgibt, schließt er einen Vertrag mit dem Käufer, dass dieser das Geld bei Abgabe der Flasche zurückerhält. Aber dieser Vertrag gilt nur gegen den Käufer.

Wenn du nun herumliegende Flaschen aufsammelst, besteht kein Anspruch auf Herausgabe des Pfandes, denn das hat nur der Käufer, der die jeweilige Flasche gekauft hat. Daher kann er dir meiner Einschätzung nach nicht das Einsammeln der Flaschen verbieten, aber er muss dir kein Geld dafür bezahlen. Im Endeffekt kommt das also aufs selbe raus.

Man könnte streng genommen sogar so weit gehen, dass man es als Betrug auslegen könnte, wenn du ihm die Flaschen bringst. Spätestens dann, wenn er dich fragt, ob du die Flaschen gekauft hast, und du dies bejahst, trifft das auf jeden Fall zu.

Dass es sich um eine zusätzliche Einkommensquelle handelt, ist korrekt - aber warum sollte der Veranstalter auf diese Quelle verzichten und sie dir übertragen? So etwas ist Teil der Gesamtkalkulation.

Noch etwas, was mir gerade noch einfällt: Allgemein geht das Eigentum an Pfandflaschen nicht an den Käufer über, sondern verbleibt beim Pfandnehmer. Insofern sind die herumliegenden Flaschen Eigentum des Clubbetreibers. Insofern kann er dir also auch das Einsammeln verbieten.

Kurz: Nein, kannst du nicht. Ein Club ist sowieso kein öffentlicher Ort, das Hausrecht liegt also beim Betreiber. Und ob der nur Einarmige rein lässt oder Pfand auf Gläser nimmt, ist ganz seine Sache. Vor allem aber muss er auch ein Hausverbot nicht begründen.. wenn du da also weiter gern hingehen möchtest, solltest du das schon mal lassen. Ein RECHT hast du nur darauf, dass dir für DEINE Flasche der Pfand zurück gegeben wird.

Zum moralisch / wirtschaftlichen Aspekt: - Der Clubbetreiber kalkuliert mit dem "hängen bleibenden " Pfandgeld.. denn jeden Abend gehen Massen an Gläsern und Flaschen kaputt, für die er selbst an den Lieferanten Pfand gezahlt hat bzw. die ersetzt werden müssen. - beim Pfandsammeln machst du nichts anderes als vorsätzlichen Diebstahl zu begehen.

Ganz ehrlich: In vielen Clubs gibt es wegen solch freundlichen Menschen wie dir das sehr nervige System mit den Pfandbons. Wenn du kein Geld zum Saufen hast, bleib zu Hause.

Gruß, F.

Wenn das mal nicht die Antwort eines Club Besitzers ist ;-) Da war wohl jemand noch nie Student :-P Um dich jetzt noch komplett auf die Palme zu bringen: Ein Paar meiner Kumpels schmuggeln manchmal auch noch paar kleine Jägermeister in die Clubs.

Wenn wir dann später mal reiche Ingenieure sind, machen wir das auch nicht mehr.

Aber danke für die vielen Antworten. Ich finds recht interessant.

Frauen/Männer Gleichberechtigung als Kunde- gilt das auch in Clubs?

Alle, die hin und wieder fort gehen kennen dieses Bild: der Club ist voll, niemand kommt mehr rein. Und mit niemand ist gemeint Gruppen von Männern, Frauen können immer rein wenn sie wollen. Oder bei manchen Events ist Eintritt für Mädels Frei, und Jungs müssen zahlen. Nun, ich weiß ja dass das alles versuche sind, mehr Frauen anzulocken, aber steht es nicht grundsätzlich im Gesetzt dass alle Geschäftsinhaber dazu verpflichtet sind, die Kunden/innen unabhängig vom Geschlecht gleich zu behandeln? Weil das sind ja die Besucher in Clubs: Kunden.

Ich will jetzt nicht wie die Heulsuse dastehen aber mir ging das ziemlich am A als ich letztens fast eine Stunde lang angestanden bin weil angeblich der Club überfüllt war und auf einmal haben die Türsteher eine Gruppe von 10-15 Mädels reingelassen haben und die Türsteher meinten ja ihr seid halt Jungs, Pech gehabt. Die Clubbesitzer dürfen ja bestimmen wer rein darf und wer nicht z.B. wenn er/sie schlecht angezogen ist, zu besoffen niveaulos und so weiter aber nur weil man männlich ist wäre so, als ob man wegen seiner Hautfarbe nicht reingelassen wird.

Ich werde mir jetzt wegen sowas sicher nicht die Mühe damit machen, aber ich habe mich gefragt, rein theoretisch gesehen hätte ich damit eine Grundlage die zu verklagen? Immerhin verstoßen die Betreiber mit solchen Taktiken a la Ladies gratis, Männer 20€ nur nach langem anstehen gegen das Gleichberechtigungsgesetz... ich verstehe wenn man falsch angezogen ist oder so, aber nur weil man ein Mann ist?

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