Kann der Arbeitgeber einfach meinen unbefristeten Minijob kündigen ?

6 Antworten

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Hinlegen kann der AG Dir den Aufhebungsvertrag schon. Du musst ihn aber nicht unterschreiben. Auch eine Änderung des Arbeitsvertrags muss nicht unterschrieben werden und gegen eine Änderungskündigung kann man auch klagen.

Wenn es so eine große Firma ist, gibt es doch bestimmt einen Betriebsrat. Ihr solltet diesen mal geschlossen  aufsuchen.

Was gibt es denn für eine Begründung für diese Maßnahme? Wie lange arbeitest Du dort schon? Sind das schon mehr als 6 Monate gilt folgendes:

Wenn Du den Vertrag zur flexiblen Teilzeit nicht annehmen willst/kannst, solltest Du abwarten, ob der AG Dir eine Änderungskündigung gibt. Den Aufhebungsvertrag auf keinen Fall unterschreiben. Bei der Änderungskündigung hast Du folgende Möglichkeiten:

  1. Du nimmst an und hast den (nicht gewollten) Teilzeitvertrag.
  2. Du lehnst ab, das kommt einer "Beendigungskündigung" gleich
  3. Du nimmst unter Vorbehalt an. Das hat den Vorteil, dass Du Deinen Job behältst. Du arbeitest zu den neuen Bedingungen, lässt aber die Änderungskündigung beim Arbeitsgericht prüfen. Ist die Änderungskündigung nicht rechtens, arbeitest Du weiter in Deinem Minijob.

Bei 2. und 3. musst Du innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen. Das kannst Du auch selbst (ohne Anwalt) tun wenn Du keine Rechtsschutzversicherung hast oder Gewerkschaftsmitglied bist. Bei der Rechtsantragstelle hilft man Dir kostenlos bei der Klageformulierung.

Außerdem muss der AG sich auch bei Änderungskündigungen an die vereinbarte/gesetzliche/tarifliche Kündigungsfrist halten. Von einem Tag auf den anderen gilt sie also nicht.

Danke für deine Antwort.

Eine Begründung kann ich dir garnicht so richtig sagen. Es gibt einen neuen Personalchef der jetzt alles auf den Kopf stellt und ändern will. Und wahrscheinlich hat er einfach keine Bock mehr auf Aushilfen. 

Ja bin schon länger dort, seit 5 Jahren. 

@Lillibert265

Ich habe gerade auch Deine anderen Kommentare gelesen.

Wenn Du schon fünf Jahre im Betrieb bist, kann Dein AG Dir auch eine Änderungskündigung nur mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende geben. Die brauchst Du, wie schon gesagt nicht anzunehmen und der AG wird es wahrscheinlich schwer haben, diese durchzusetzen. Vielleicht ist die Zeit bis Du dort nicht mehr arbeiten willst dann auch schon überbrückt. Viel Glück

@Hexle2

Danke fürs Sternchen

Natürlich kann JEDER. unbefristete Job immer von beiden Seiten gekündigt werden, wobei Fristen einzuhalten sind.

Aufhebungsvwrrrag kann akzeptiert werden, muss nicht.

Dann wirst du halt ganz normal gekündigt (was eigentlich besser ist).

So dumm es klingt: es handelt sich um nen 450€-Job, nicht Teil- oder Vollzeit. 

Da wäre es was anderes. bei geringfügigen Job lohnt es nicht, ein Fass aufzumachen.

Achte drauf, dass Urlaub richtig abgegolten wird und Fristen eingehalten.

Der eine legt einen aufhebungsvertrag vor ! Aber der andere in dem Fall du muss ihn ja nicht unterschreiben ! Dann wird der Ag dir vermutlich kündigen wollen ! Da hat der Betriebsrat dann ein Wörtchen mitzureden

"Aus gesundheitlichen Gründen klappt das mit der flexiblen Teilzeit bei mir aber nicht." Hast Du das bei der Einstellung gesagt und ein ärztliches Attest dafür? Wenn nicht hast Du schlechte Karten. Wenn Du die Aufhebung nicht unterschreibst, bekommst Du eine Änderungskündigung, wenn Du diese nicht unterschreibst, ist es eine normale Kündigung.

Hallo bin damals, kurz nachdem ich die Arbeit begonnen habe, cronisch erkrannt. Das wissen die auch. Bin jetzt auch gerade dabei ein ärztliches Gutachten zu machen um dann eventuell eine neue Lehre zu starten.

Und bis das alles durch ist wollte ich schon gerne noch dort weiter arbeiten 

Machen kann dein AG alles

wenn du den Aufhebungsvertrag nicht unterschreibst dann muss dir dein AG ordentlich kündigen

LG Alex

Er kann alles machen, aber nicht alles ist Rechtens......

@Ursusmaritimus

Kündigen, fristgerecht, kann man immer. Und auch Aufhebungsvertrag vorschlagen ist nichts unkorrektes. 

Mal genauer mit Arbeitsrecht befassen.

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