Ist es möglich in einem wohnmobil zu wohnen?(und wie ist es)

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Möglich und billig wärs schon. Man müsste einen geeigneten Platz finden auf die dauer. Wenn man alleine ist könnte das sehr gut klappen und ausserdem gibt es ganz tolle Wohnwagen inzwischen.

Guten Morgen, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: ja, es geht, aber ein Wohnwagen bietet mehr Platz. Am besten ist ein fest installierter mit gut isoliertem Vorzelt, dann hast du ein kleines, aber feines eigenes Reich mit direktem Kontakt zur Natur. Die meisten Campingplätze bieten Dauercamping-Stellplätze an und haben spezielle Konditionen für Dauerbewohner. Da ein Erfahrungsbericht etwas zu lang würde, hier ein Link, wo du mehr erfährst: http://www.dogginator.de/forum/viewtopic.php?f=28&t=14218 Gruß, Kerstin

Schade, ich habe gerade festgestellt, dass man den Bericht nur als angemeldetes Foren-Mitglied lesen kann. Kann man nix machen...

Hallo Michi,

wenn du das ganz genau wissen willst, dann komm doch auf unsere Homepage. Wir wohnen seit fast einem Jahr im Wohnmobil und noch geht es uns gut.

www.amumot.de

Was ist zu beachten ? Hier mal ein paar wenige grobe Tips. Die technischen Eigenschaften eines Wohnmobil sind das Fundament für so ein Vorhaben, hiermit fällt oder gelingt so ein vorhaben. Hätten wir auch nicht gedacht früher. Aber du brauchst ein groß genuges Wohnmobil, es ist nicht immer Sommer und es kann oft auch Tagelang regnen. Eine Dusche sollte pflicht sein, sonst ist man immer auf Schwimbäder oder Freunde angewiesen. Dann sollte das Wohnmobil für den Winter komplett Isoliert sein, sonst zahlst du dich an Heizkosten dumm und dämlich, ganz zu schweigen von Kältebrücken und Schimmelrisiko. unseres hat z.B. eine 5cm Isolierung rundum bis auf den Boden, der hat 6cm.

Die Wasserleitungen sollten nicht an Aussenwänden verlaufen, sonst gefrieren sie schnell mal ein.

Dann gibts neben den Eisproblemen auch noch die Stromprobleme, denn Strom liegt nicht auf der Strasse. Es gibt zwar an vielen Wohnmobilstellplätzen Steckdosen, diese kosten aber Geld, was auf dauer auch in Geld gehen kann. Wir haben inzwischen 680 WP Solar auf dem Dach, aber von November bis Ende Januar kommen wir damit fast nicht zurecht. Wir müssen immer wieder den Stromerzeuger anwerfen oder an einer Steckdose die Batterien laden.

Bedenke das man, wenn man in einem Wohnmobil wohnt, mehr Strom braucht wie wenn man nur in den Urlaub damit fährt. Man will vielleicht, vor allem im Winter Fernsehen, der Laptop mit Mobilem Internet braucht auch Strom ... das summiert sich enorm. Wir brauchen am Tag ohne TV gute 60 - 80 AH Strom.

Beachte dass man auch Wasser braucht, die Wassertanks solltengroß genug sein, unter 100 Liter geht gar nichts, wir haben z.B. 350Liter Frischwassertanks, das reicht uns für ca. 2 Wochen incl Duschen, allerdings ohne Wäsche waschen. Genau Wäsche waschen ... kann man in einem Waschsalon oder eben so wie wir auch im Womo, dafür gibt es sogar Miniwaschmaschinen. Wir kommen damit ganz gut zurecht, allerdings brauchen auch solche Geräte platz, darum sollte das Wohnmobil nicht zu klein sein. Auch dazu findet sich auf meiner Seite ein Bericht.

Zu den kosten: Es kann sehr teuer sein, es kann aber auch sehr billig sein in einem Wohnmobil zu wohnen. Der teuerste Punkt ist die Anschaffung eines Wohnmobils und die laufenden kosten wie Steuer und Versicherung. Beachte, das Wohnmobile einem wesentlich höherem Verschleiß unterliegen wenn man sie dauerhaft nutz und man so nach 10 Jahren keinen cent mehr dafür bekommt weil sie abgewohnt sind. Allerdings haben wir da noch keine Erfahrungen. Unser LKW mit Massivholzausbau sieht jetzt mit 15 Jahren noch ganz gut aus, so hoffe ich,dass es auch noch lange so bleibt ;-) Die Kosten für die Miete sparst du, genau so wie Strom und Wasser. Dafür hast du erhöhte Heizkosten mit teurem Gas. Mobiles Internet kostet zwischen 20 und 40 Euro im Monat. Es geht immer entwas kaputt, weil ja alle Geräte im Dauerbetrieb sind, auch hier sollte man Geld bereit halten. Wir drücken die kosten, indem wir in Deutschland nur auf kostenlosen Wohnmobilstellplätzen stehen oder gleich ganz frei auf Parkplätzen, Industriegebieten usw. Im Ausland veruchen wir auch immer kostenlose Plätze zu finden oder frei zu stehen, aber gehen auch gerne mal auf einen Campingplatz zu ausspannen.

Wie du siehst, es gibt sehr viel zu beachten, aber funktionieren tut es. Wann ist der richtige Zeitpunkt: Ich würde im Sommer damit anfangen, in der ersten Zeit kannst du dich eingewöhnen und das leben organisieren. Du merkst schnell was nicht optimal läuft und das solltest du in den Griff bekommen. Wenn dann der Winter kommt, zeigt sich, ob das Fahrzeug passt. Und wenn du den ersten Winter überstanden hast, dürfte nicht mehr viel passieren.

Gruß Andre

Ja, es geht.

Wir wohnen nun schon über zwei Jahre im Wohnmobil. Wenn  es dich interessiert, so schau mal auf unsere Webseite

motorhome-travels.com

Dort findest du auch eine Kostenübersicht, mit welchen du bei einem Ausstieg rechnen kannst.  Sie sind aber von Person zu Person unterschiedlich.

Auf unseren Reisen finden wir immer mehr Leute, die diesen Schritt gewagt haben.

Ich denke mal, dass Probelem ist, dass Du nicht überall mit dem Wohnmobil rumstehen darfst. Auf Campingplätzen kannst Du tief in die Tasche greifen. Aber so, als Einzelperson oder höchstens zu zweit ... probiers mal aus und schreib und dann ....

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