Ist es dreist einem Bettler einen Gutschein statt Geld zu schenken?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich finde es merkwürdig, dass man sich überhaupt überlegt, ob es dreist ist einem Menschen, dem es offensichtlich an allem mangelt, etwas zu Essen (bzw. einen Gutschein für selbiges) zu schenken.

Nicht nachvollziehbar sind die Aussagen, die hier viel DHs bekommen, dass man ihm Geld geben soll und es ihm überlassen soll was er kauft und wenn es ihn glücklich macht sich jeden Abend ins Koma zu saufen, dann finanziert man das halt. Er sei schliesslich ein erwachsener Mensch.

Ein Suchtkranker ist nicht mit den gleichen Augen zu sehen wie ein nicht-Suchtkranker. Ein Suchtkranker wird nämlich durch seine Sucht in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Er kann das aus meiner Sicht nicht steuern. Das ist nicht wie die Entscheidung, ob man heute mit dem Zug oder mit dem Auto in die Arbeit fährt. Die Realitätswahrnehmung dieser Menschen ist durch den Alkoholmissbrauch so verzerrt und bestimmt, dass sie nicht die gleiche Entscheidungsfreiheit zur Frage "Schnaps oder Brot" haben wie unsereins in der Frage "Käse oder Nuss-Nougatcreme aufs Brötchen".

Da wird ein freier Wille vorausgesetzt, den diese Menschen so nicht mehr haben.

DH und danke! ich finde es auch unmöglich das die mit den meisten DH so verquer denken. natürlich sind es erwachsene menschen und die haben das recht selbst zu entscheiden.

aber ein essengutschein hilft wirklich denn er wird ihn nicht wegschmeissen nur weil er lieber geld für alk hätte. er wird etwas zu essen haben und so hat man ihm geholfen ob er daür dankbar ist oder nicht!

Sehr richtig!

@Luminol

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. eine wirklich gute Antwort.

Aber es ist doch nicht jeder Obdachlose gleich ein Alki, jeder kann heute ganz locker jederzeit obdachlos werden und dann wäre ich auch froh was zu bekommen. Egal ob Gutschein, ein paar Cent oder ein Brötchen ! Und falls er Alki sein sollte kann man doch trotzdem helfen, der leidet doch auch ??!!

@Zukunftsfigger

@Zukunftfigger

Ich habe nie gesagt, dass man einem Obdachlosen nicht helfen soll. Ich finde es nur verwunderlich, dass es hier welche gibt, die die Frage, ob es dreist ist einem Obdachlosen einen Essensgutschein zu geben, bejaht haben.

Wie kann es dreist sein etwas zu verschenken, mit dem der Beschenkte etwas anfangen kann?

DH!

Wer wirklich Hunger leidet und Hilfe braucht, wird sich definitiv auch über einen Gutschein für Nahrungsmittel freuen.

Wer sich da nicht freut, der hat es auch wirklich nicht verdient und leidet ganz offensichtlich nicht so, dass er Hilfe wirklich braucht.

"Ein Suchtkranker wird nämlich durch seine Sucht in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt."

Richtig. Und genau deswegen macht es keinen Sinn ihm den Alkohol vorzuenthalten. Dies soll keine Aufforderung dazu sein Obdachlosen den Stoff zu finanzieren, doch Süchtige haben wie du sagst keine Wahl und ein kalter Entzug ohne Hilfe auf der Straße ist lebensbedrohlich. Von heute auf morgen nichts mehr zu trinken, obwohl der Spiegel sonst konstant gehalten wurde ist aus medizinischer Sicht weitaus dramatischer als weiterhin eine gewisse Dosis zu sich zu nehmen.

Wenn ich einem Obdachlosen Geld gebe, kann er damit machen was er möchte, ob er sich nun ein Brötchen kauft oder Schnaps, das liegt bei ihm. Und ein extrem abhängiger Mensch würde eher versuchen den Gutschein zu verhökern, wenn er schon ein diesem Punkt angelangt ist. So errettet man sicher niemanden.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass es mehr als nur Nahrung oder Alkohol gibt. Eventuell benötigt ein Obdachloser ein günstiges Paar Socken von Kik, weil strenger Winter herrscht, oder ein Paar Handschuhe. Er könnte auch einen Hund haben und sich eine Dose Hundefutter absparen. Das ganze ist weitaus vielfältiger als das man immer nur "die kaufen eh nur Schnaps" sagen kann.

@anonlikestrains

deswegen macht es keinen Sinn ihm den Alkohol vorzuenthalten.

Wo steht irgendwas von vorenthalten? Es ist doch ein Unterschied, ob ich einem etwas vorenthalte, oder ob ich ihm das nicht finanziere.

Was würdest du denn machen, wenn du eine Heroinsüchtige Tochter hättest? Würdest du der auch ihre Sucht finanzieren, weil ein Entzug ja schon ganz schön krass wäre?

@Panazee

Es geht hier nicht darum einen Süchtigen in seiner Abhängigkeit zu Unterstützen und jemandem den Entzug zu verwehren, daher ist das Argument mit der heroinabhängigen Tochter auch nichtig. Es gibt einen Unterschied zwischen einem kontrollierten Entzug unter Aufsicht und einem unfreiwilligem, kalten Entzug der jemandem das Leben kosten kann. Wenn jemand Geld erhalten hat und sich in so einer Situation befindet, kann er dann selbst entscheiden was er tut.

@anonlikestrains

****Glaubst Du also, dass er einen unfreiwilligen, kalten Entzug machen muss, nur weil ich ihm einen Gutschein statt Geld schenke? Interessant.

@anonlikestrains

****Glaubst Du also, dass er einen unfreiwilligen, kalten Entzug machen muss, nur weil ich ihm einen Gutschein statt Geld schenke? Interessant.

@anonlikestrains

****Glaubst Du also, dass er einen unfreiwilligen, kalten Entzug machen muss, nur weil ich ihm einen Gutschein statt Geld schenke? Interessant.

@anonlikestrains

****Glaubst Du also, dass er einen unfreiwilligen, kalten Entzug machen muss, nur weil ich ihm einen Gutschein statt Geld schenke? Interessant.

Da, wo ich wohne, sitzt kaum jemand mit einem Hut da und wartet, dass man ihm was gibt. Allerdings gibt es diverse Obdachlose, die einen ansprechen und um Geld für Essen oder die Notschlafstelle bitten. Da gebe ich auch immer einen Gutschein (habe jeweils einen für die Suppenküche und einen für die Notschlafstelle dabei). Manche wollen den dann nicht - aber das ist deren Problem. Das, nach dem sie gefragt haben, hätten sie bekommen können. Nach Geld für Alkohol oder Drogen hat noch nie einer gefragt, würde ich aber auch nicht geben.

Also ich kaufe sehr oft einfach einen Kaffee to go und dazu eine Brezel oder auch mal ein belegtes Brötchen und gebe es den Leuten ohne Kommenter. Bei uns sitzen sehr oft Rumänen, die wirklich sehr arm dran ind, da die ihr erbetteltes Geld "abgeben" müssen, weil da ein Obermacker abkassiert.. Denen kaufe ich immer was zu Essen und freue mich dann, wenn sie das dankbar annehmen und auch gleich zu essen beginnen. Einen Gutschein würde ich niemals schenken, lieber gleich was handfestes.

Gutscheine finde ich eine gute Idee!Wenn ein Mensch in Not ist freut er sich auch da rüber!

Habe mir mal überlegt warum Obdachlose trinken glaube um für eine kurze Zeit ihr Dasein erträglicher zu machen,Flüchtlinge werden besser behandelt!

Wieso eigentlich?

also ich finde er sollte gar nicht gekränkt sein, schließlich kennt ihr euch doch gar nicht! Und viele Bettler geben leider das Geld was sie "verdient" haben für unnötige Sachen aus. Du kannst ja nicht wissen, ob er auch so ist oder nicht. Ich denke nicht, dass es schlimm oder dreist ist, wenn du ihm einen Essensgutschein schenkst. Denn er sollte froh sein, dass er überhaupt was bekommt.

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