Was machen osteuropäischen Bettler mit dem erbettelten/ertrogenen Geld (Hier: Betrüger vor Supermärkten)?

3 Antworten

Ich hatte genau zu diesem Thema ein Erlebnis, welches ich zunächst hier berichten möchte.

Ich stand auf einem Parkplatz am Fahrbahnrand in unmittelbarer Nähe eines Nettomarktes, saß in meinem Pkw und musste eine Weile warten. Ich hatte hierbei zufällig die Fahrbahn und auch den Nettomarktparkplatz genau im Auge.

Irgendwann kam eine S-Klasse neues Modell und hielt unweit des Nettomarktes und fast genau neben mir in 2. Reihe auf der Straße an, besetzt mit 4 Personen. Am Steuer ein Mann, osteuropäisches Aussehen, 3 weibliche Personen im Fahrzeug.

Eine der Frauen stiegt aus dem Fahrzeug aus, zerlumpt gekleidet, ärmlichst aussehend, wobei ich mir schon überlegte, wie das mit dem Fahrzeug in Einklang zu bringen sei.

Die S-Klasse entfernte sich sogleich wieder und fuhr davon.

Die ausgestiegene Frau holte ein Handy heraus, führte offensichtlich ein Telefonat. Im Verlauf des Telefonates schlenderte sie auf den Parkplatz des Nettomarktes zu den Einkaufswagen hin.

Dort angekommen beendete sie das Gespräch ..... und...... hockte sich hin und begann zu betteln!

Nun zu Deinen Fragen:

Meine Frage ist jetzt, wie sehen die Strukturen und der Geldfluss dahinter aus?

An wen geht das Geld?

Der S-Klassefahrer wird das Geld einstreichen. Wenn der genug bettelnde Frauen in der Gegnd verteilt, ist ein Einkommen fürstlicher Natur.

Für welche kriminellen Aktivitäten wird das Geld verwendet? (Eventuell Menschenhandel? Drogenhandel?)

Das ist unter Umständen ein Zubrot, ich weiß natürlich nicht, was der Typ in dem Benz sonst noch so treibt. Vielleicht reicht das aber auch schon so, wer weiß.

Wie weit basieren diese Strukturen auf Not durch Armut und wie weit basieren sie auf Kriminalität und Gier? (Nicht, dass das eine das andere rechtfertigen würde.)

Die Bettlerin wird sicherlich angeworben, hier her gebracht, hier eingesetzt, leidlich durchgefüttert, und bekommt ein paar Euro......

Bedenkt man die Einkommenssituation in Rumänien, kann sich das gar für sie lohnen (kann, muss nicht, je nachdem, wie gierig der S-Klassefahrer sich anstellt).

Wie sind diese Leute hier bei uns untergebracht?

Meiner Erfahrung nach werden abbruchreife Häuser bezogen oder billigste Wohnungen verwendet, in denen dann Menschen zu Dutzenden "eingelagert" werden. Die Zustände in diesen Dingern grausen jeden Mitteleuropäer, der sowas sieht.

Nichts von Pauschalkommentaren oder Vorurteilen wie "Zigeuner und Bettler sind alle kriminell", "hilfe, deutschland geht unter".....

Sicherlich nicht alle, aber ein paar davon. Da gehts halt zu wie bei uns, es gibt auch gerade genug zwielichtige Gestalten bei uns.

Deutschland geht davon auch nicht unter, lächerlich! Aber es regt doch eher an mal nachzudenken, ob man der zerlumpten Bettelfrau am Einkaufswagenstand (oder sonstwo) irgendwas geben sollte.

Dem Menschen, der sich in eine Fußgängerzone setzt, auf seinem Schifferklavier das ein oder andere Liedlein spielt, und sei das noch so falsch, dem gerne, der gibt sich wenigstens Mühe.

Aber der zerlumpten Frau am Eck mit Pappbecher und Leidensmiene, die bekommt von mir nach diesem Erlebnis nicht einen einzigen Cent mehr.


Bei den organisierten Bettlern spricht mach auch von  modernerem  Menschenhandel.

Hier ein ausführlicher Bericht.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-126149122.html

Danke. Ein sehr guter Link!

1.20 kostet sone Zeitschrift. 60 ct krigt der Bettler und den Rest die Organisation. Die Zeitschroften bekommt nocht jeder einfach so aisgehändigt. Man muss soch anmelden und es gibt sogar Wartelisten soviel ich weiß. Was die mit ihrem Geld machen ist deren Sache, was die Organisationen machen weiss ich nicht

Die Bettler haben ein einzelnes Exemplar gekauft und geben sich dann als Zeitungsverkäufer aus.

Das ist keine gemeinnützige Organisation, das sind Betrüger. Bitte die Frage richtig lesen.

Bettlermafia funktioniert anders. Die machen nix mit Zeitschriften. Also eher sehr selten ...

Ohne Zeitschrift kein Geld, daher lohnts sich doch nicht, es sei denn die Leute werden beklaut.

@GittiCardone

@GittiCardone

Zur Erklärung:

Die Leute die bei mir stehen sind weder Obdachlos, noch Flüchtlinge. Sie sehen zwar aus wie Verkäufer von Straßenzeitungen, tragen aber nur ein oder zwei alte, zerfledderte Zeitungen bei sich. Mehr nicht. Auf Nachfrage können sie auch keinen Ausweis vorlegen, den normale Straßenzeitungsverkäufer immer dabei haben. Sie sprechen nicht einmal Deutsch. Sondern zB Rumänisch.

Viele Leute hier in meiner Region sind es gewohnt den offiziellen Zeitungsverkäufern Geld zuzustecken, ohne eine Zeitung mitzunehmen. Im Kern gehts ja schließlich ums Geben und nicht ums Kaufen. Genau das nutzt die -mutmaßliche- osteuropäische Bettelmafia hier bei uns aus und stellt ihre .. Bettler?Betrüger? mit 1 oder 2 Zeitungen in der Tasche vor die Supermärkte und streicht das Geld ein.

Was mich interessiert sind die Strukturen dahinter. Wie kommen die Leute hierher, und wo geht das Geld hin.

@  GittiCardone

ersetze das Wort Bettler mit Obdachlosen dann ist leichter verständlich.

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