Ist ein schriftliches Hausverbot des Vermieters wirklich notwendig,nachdem mein Exfreund mich tätlich angegriffen hat?

12 Antworten

Der normale Weg wäre gewesen, daß Du innerhalb des durch die Polizei ausgesprochenen Platzverweises zu einem Anwalt gegangen wärst und dieser dann beim Amtsgericht einen unbefristeten Platzverweis beantragt hätte. Das wäre dann gleich die "Grobe Kelle" gewesen, die bei Nichtbefolgung sofort hohe Geldstrafen und/oder Haft zur Folge gehabt hätte. Da Du  das scheinbar nicht gemacht hast, bleibt Dir nun nur noch der mühsame Weg.

Auch Du kannst als alleinige Mieterin Deinem Ex gegenüber ein Hausverbot aussprechen. Dieses erstreckt sich dann allerdings nur auf die von Dir angemieteten Räume. Dadurch könnte er Dich aber noch im oder am Haus abpassen. Das solltest Du aber trotzdem tun und zwar schriftlich mit Einschreiben/Rückschein, falls eine Adresse bekannt ist.

Ferner sollte selbiges der Vermieter tun. Damit erstreckt sich das Hausverbot auf das gesamte Grundstück.

Falls er Dich aber dennoch in irgendeiner Art belästigt, attackiert, verfolgt oder sonstiges strafrechtlich Relevantes zu Deinem Nachteil unternimmt, solltest Du doch den Weg zum Anwalt wählen (Fachanwalt für Familienrecht) der kann bei Gericht beantragen, daß Dein Ex nicht nnur nicht wieder Kontakt mit Dir aufnehmen darf, sondern auch, daß er sich Dir nicht mehr annähern darf. In der Regel heisst es dann, dass er einen Abstand von mindestens z.B. 150 Metern zu Dir und auch Deiner Wohnung einhalten muss.

Der 10-tägige Platzverweis der Polizei dient eigentlich dazu, das alles in die Wege zu leiten. Jenachdem wie agressiv Dein Ex ist, solltest Du das jetzt der Reihe nach machen.

Und keine Angst vor den Anwaltskosten. Du kannst in solchen Fällen eine Gerichtskostenbeihilfe beantragen, die je nach Einkommen sogar die Gesamtkosten ausmachen können.

Nur solltest Du schnellstmöglich in die Puschen kommen und jede weitere Aktion Deines Ex sofort wieder anzeigen und möglichst dokumentieren.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ja ich gebe es zu, ich habe mich in Sicherheit gewogen, da er nicht im Mietvertrag drin steht.

Mir ging es vor allem um die Wohnung, dass ich ihn nicht herein lassen muss. Das Hausverbot habe ich nun fertig gestellt und ich war vorhin auch beim Gericht. Ich bin mit damit auf dem richtigen und sicheren Weg. Die einstweilige Verfügung hingegen würde erst ausgestellt werden, wenn quasi etwas vorfallen würde....

@Christa007

Das ist korrekt, da Du es beim ersten Vorfall nicht innerhalb einerr bestimmten Frist getan hast.

Das ist richtig. Dein Vermieter kann und muss in dem Fall ein Hausverbot aussprechen. Eine einstweilige Verfügung bekommst du in so einem Fall recht schnell. Da er nicht im Mietvertrag steht musst du ihn auch nicht mehr in die Wohnung lassen. Sollte er gewaltsam versuchen rein zu kommen, ruf die Polizei wieder an.

Da er die gemeinsame Wohnung als Wohnsitz angemeldet hat, ist das nötig. Da haben die Beamten völlig recht.

Dein Vermieter muss Deinem Ex-Freund schriftlich mitteilen, dass er ganz offiziell Hausverbot hat.

In Fällen von schwerer körperlicher Gewalt wird da ruckzuck eine einstweilige Verfügung ausgestellt, mach Dir da mal keine Sorgen. lg Lilo

Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob mich am Hals packen und würgen zu schwerer körperlicher Gewalt zählt? ...

@Christa007

Soll er dir erst einen Arm brechen?

@Christa007

Natürlich gehört dies bereits zu schwerer körperlicher Gewalt und wird auch so geahndet. Du solltest jedoch über Würgemale, blaue Flecken, Kratzer und alle sonstigen körperlichen Schäden möglichst zeitnah ein ärztliches Attest anfertigen lassen.

@Christa007

Natürlich ist Würgen schwer körperliche Gewalt, man könnte es auch als Mordversuch auslegen.

also die miete geht immer von meinem konto ab. sein geld haben wir quasi für lebensmittel dann ausgegeben.

Das könnte als Ersatzleistung für Miete angesehen werden und würde bedeuten, dass er zumindest einen mündlichen Mietvertrag hat.

Schalte einen Anwalt ein, der die Sachlage beurteilt und dann die erforderlichen Maßnahmen ergreift.

LG

johnnymcmuff

Du bist die Mieterin und nicht Dein Ex- er muss nicht in die Wohnung gelassen werden - es reicht ein einfaches nein von Dir und wenn er die Wohnung doch betreten sollte so ist das Hausfriedensbruch.

Dein Vermieter sollte auf jeden Fall eine Hausverbot aussprechen, denn dann darf er das ganze Haus nicht mehr betreten-.

also wurde von der Polizei eine falsche Auskunft erteilt?

@oki11

das weiß ich ja eben nicht. ich konnte mir das auch nicht vorstellen, dass ich ihn nach dieser ganzen Nummer wieder reinlassen muss, nur weil er hier gemeldet ist. wie gesagt, er steht im Mietvertrag nicht mit drin....

@Christa007

Hast Du alle Kosten bezahlt, oder hat er sich an den Kosten beteiligt und diese auf Dein Konto überwiesen?

Wenn ja, könnte das als Zustimmung von Dir gelten, wobei mir hier dann die Zustimmung vom Vermieter fehlen würde

@oki11

also die miete geht immer von meinem konto ab. sein geld haben wir quasi für lebensmittel dann ausgegeben.

Was möchtest Du wissen?