Ist die Schätzung der Heizkosten grundsätzlich zu akzeptieren?

9 Antworten

Also, Schätzungen können auf zwei mögliche Arten (gemäß Heizkostenverordnung) erfolgen. Die erste währe nach Vorjahr. Dies ist aber nur dann möglich, wenn im Vorjahr die Wohnung auch von dem Selben Mieter bewohnt wurde. Ist dies nicht der Fall, dann bleibt nur noch die Schätzung nach dem Durchschnitt des Hauses unter Berücksichtigung der Wohnungsgröße und der Heizleistung der dort installierten Heizkörper. Eine Schätzung ist immer dann erforderlich bzw. nach der HKVO erlaubt, wenn eine Ablesung der Messgeräte nicht möglich war. Es gibt aber durchaus auch Zeiten, in denen Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip nicht abgelesen werden dürfen (Ausschlussfristen). Ist eine Zwischenablesung bei Auszug bzw. Einzug nicht möglich (warum auch immer), wird der gemessene Jahresverbrauch nach der so genannten Gradtagtabelle gemäß VDI auf Vor- und Folgemieter aufgeteilt. Man kann sich darüber streiten, aber Grundlage für solche Geschichten ist die Heizkostenverordnung.

Bei meinen Stadtwerken konnte ich mich selbst einschätzen. Außerdem laß ich das Geld nicht abbuchen, sondern überweise es per Dauerauftrag. Wenn du in etwa weißt, wie hoch der Verbrauch ist, dann setze dich mit dem Versorger in Verbindung.

es geht in diesem Fall wohl nicht um die Vorauszahlung für die Stadtwerke, sondern um eine SChätzung für die Heizkosten bei mehren Mietern, wenn die Wohnung nicht über die ganze Saison bezogen ist

Eine Schätzung bei einer Mietwohnung im Mehrfamilienhaus ist kaum noch rückgängig zu machen, schon gar nicht Jahre später! Solange Du keinen Grund zu Schätzung gegeben hast, die Heizkörper ablesbar sind (in welcher Form auch immer!), musst Du auf die Ablesung, auch auf eigene Kosten! bestehen. Die Schätzung nicht akzeptieren! Das stinkt nach krummen Dingen im Vorfeld.

Es geht nicht um mich, aber mich hat da jemand um Hilfe gebeten und ich würd eben auch gerne helfen.:-)

Er hat schon dem Vermieter gesagt, dass er es nicht akzeptiert, aber der sagt, dass ihm das egal sei, er dürfe schätzen und fertig. Das Geld wurde schon abgebucht, aber das macht im Endeffekt ja keinen Unterschied solange klar ist, dass man mit der Abrechnung nicht einverstanden ist.

achso, es geht nicht um Dich!

Es gibt eine Widerspruchsfrist gegen die Heizkostenabrechnung von vier Wochen ab Erhalt. Dem Vermieter entsprechenden Brief per Einwurf-Einschreiben zukommen lassen. Kläre alles mal genau ab.

@tradaix

Ich bekomm das ja morgen alles und werd dann wenigstens mal dafür sorgen, dass der Vermieter fristgemäß weiß, dass das nicht akzeptiert wird. Danke.

@Calice

Ein Widerspruch bedarf der Schriftform. Siehe meine Antwort/Kommentare.

In der Regel werden die Heizkosten nur geschärtzt, wenn der Ableser nicht ablesen konnte. Weil z.B. der Mieter nicht da war.

...und diese Schätzung beruht dann auf Werte aus den Vorjahren.

@tradaix

Das kann ja nur die Vorauszahlung sein.

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