Ist die Schätzung der Heizkosten grundsätzlich zu akzeptieren?

5 Antworten

Eine Schätzung bei einer Mietwohnung im Mehrfamilienhaus ist kaum noch rückgängig zu machen, schon gar nicht Jahre später! Solange Du keinen Grund zu Schätzung gegeben hast, die Heizkörper ablesbar sind (in welcher Form auch immer!), musst Du auf die Ablesung, auch auf eigene Kosten! bestehen. Die Schätzung nicht akzeptieren! Das stinkt nach krummen Dingen im Vorfeld.

wieso eigentlich von April bis September? Normalerweise erfolgt die Abrechnung vom Tag des Einzugs (also April) bis zum Ende des Jahres, es sei denn man zieht vorher wieder aus. Die Heizkosten werden normal zu mindestens 50% nach Quadratmetern und nur zu 50 % nach Verbrauch berechnet. Es ist auch eine andere Verteiling wie 75% zu 25% oder 100% nach Quadtrameter möglich.
Wenn es also mehrere Mieter sind und nach Verbrauch abgelesen wird, muß bei dem Mieter der neu einzieht eine Zwischenablesung gemacht werden (an den Heizkörpern). Da aber die Stadtwerke nicht bei jedem Mieterwechsel ablesen und sonst ja auch bei allen anderen Mieter zur gleichen Zeit abgelesen werden müßte wird auf jeden Fall geschätzt! Dafür gibt es einen Schlüssel den z.B die Ablesefirmen anwenden. Die höchsten Werte haben die Monate Dezember bis März. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen daß deshalb die Kosten für April bis September bei 400 Euro liegen. Es sei denn die Wohnung wird mit Fernwärme beheizt, da dort der Hauptfaktor die Grundgebühr ist. Für eine genauere Aussage müßte man aber schon die Heizungsart und Wohnungsgröße wissen.

Danke für deine Erklärung. Der Vermieter hat vor Einzug wohl gesagt, dass er die Geräte noch ablesen lässt, ist dann aber scheinbar nicht passiert. Mir ist aber auch total schleierhaft wie da solch eine Summe zusammenkommt. Ich weiß weder warum da jetzt abgerechnet wurde, noch wieviele Parteien da im Haus wohnen. Allerdings wollte ich mich einfach schonmal schlau machen wie das so gehandhabt wird.

@Calice

wenn der Vermieter das versäumt hat, müßte er normal die gesamten Kosten bis zur nächsten Ablesung tragen, da es ja nicht sein kann daß man noch die Kosten vom Vormieter oder gar doppelte Kosten bezahlt

Bei meinen Stadtwerken konnte ich mich selbst einschätzen. Außerdem laß ich das Geld nicht abbuchen, sondern überweise es per Dauerauftrag. Wenn du in etwa weißt, wie hoch der Verbrauch ist, dann setze dich mit dem Versorger in Verbindung.

es geht in diesem Fall wohl nicht um die Vorauszahlung für die Stadtwerke, sondern um eine SChätzung für die Heizkosten bei mehren Mietern, wenn die Wohnung nicht über die ganze Saison bezogen ist

Also, Schätzungen können auf zwei mögliche Arten (gemäß Heizkostenverordnung) erfolgen. Die erste währe nach Vorjahr. Dies ist aber nur dann möglich, wenn im Vorjahr die Wohnung auch von dem Selben Mieter bewohnt wurde. Ist dies nicht der Fall, dann bleibt nur noch die Schätzung nach dem Durchschnitt des Hauses unter Berücksichtigung der Wohnungsgröße und der Heizleistung der dort installierten Heizkörper. Eine Schätzung ist immer dann erforderlich bzw. nach der HKVO erlaubt, wenn eine Ablesung der Messgeräte nicht möglich war. Es gibt aber durchaus auch Zeiten, in denen Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip nicht abgelesen werden dürfen (Ausschlussfristen). Ist eine Zwischenablesung bei Auszug bzw. Einzug nicht möglich (warum auch immer), wird der gemessene Jahresverbrauch nach der so genannten Gradtagtabelle gemäß VDI auf Vor- und Folgemieter aufgeteilt. Man kann sich darüber streiten, aber Grundlage für solche Geschichten ist die Heizkostenverordnung.

In der Regel werden die Heizkosten nur geschärtzt, wenn der Ableser nicht ablesen konnte. Weil z.B. der Mieter nicht da war.

...und diese Schätzung beruht dann auf Werte aus den Vorjahren.

@tradaix

Das kann ja nur die Vorauszahlung sein.

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