Immobilienkauf (150000 euro) ohne oder mit einem kleinen Eigenkapital + 1500-1600 netto Einkommen?

5 Antworten

Der Richtwert liegt bei 20 -30% Eigenkapital, alles andere ist mit der heißen Nadel gestrickt.

Es gibt genügend Immobilienrechner im Netz, rechne dir selbst die Rate für das Haus bei Vollfinanzierung aus und vor allem wie viel du noch über hast. Dabei daran denken, es ist dann dein Haus, es gibt keinen Vermieter den du wegen Kosten für Reparaturen anmahnen kannst und nichts hält ewig. 

Für den Fall solltest du auch Rücklagen bilden.

Ein kleines Haus kaufen, dann auch noch ein Zimmer vermieten wollen klingt nach einem echten Konzept.

stimmt die Voraussetzungen für die Immobilienkredite sind angezogen, aber er ist 24 Jahre alt, seine Miete muss er auch zahlen, sicherlich hat man einiges an höheren Kosten. Grundsteuer und alles an Betriebskosten was man so kennt, ich finde ein Versuch ist es immer Wert, die Miete ist futsch, das Bedienen des Kredites baut Vermögen auf.
Deshalb ist eine gute Beratung wichtig und die Internetrechner...naja

Ein kleines Haus kaufen, dann auch noch ein Zimmer vermieten wollen klingt nach einem echten Konzept.

 

Das haben sich schon etliche Personen gedacht und sind hierdurch in die Insolvenz geschlittert.

Das ist nur ein Konzept, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt.

Ein Monatseinkommen von 1.500 € ist hier deutlich zu wenig.

@ChristianLE

na Insolvenz ist ja wohl die schlechteste Aussicht (davor könnte er ja immer noch wieder verkaufen) deshalb einfach gut beraten und dann entscheiden

@UteSusanne

Für einen Verkauf muss einem das Haus gehören und nicht der Bank. Bei einer Vollfinanzierung dauert es bevor da ein Wert dein eigener ist.

Aber die Erfahrung ist, wer sich das schön geredet hat, ist selten anzubringen.

Zudem ha hier wieder das Totschlagargument kam, das es mehr oder weniger egal ist ob man Miete oder eine Hausrate bezahlt. Haben die Bausparkassen ja alles richtig gemacht mit ihrer Werbung. 

Hallo RobertBruess,

schön, dass Du Dich über die Möglichkeiten einer Immobilienfinanzierung informierst.

Leider kann ich Deine Frage nicht pauschal beantworten, da viele Faktoren für eine fachkundige Aussage ausschlaggebend sind.

Zum einen ist es wichtig zu wissen, wie hoch die Nebenkosten der Immobilie sind und ob gegebenenfalls noch notwendige Renovierungen anfallen. Diese sollte bei der Finanzierung berücksichtigt werden, allerdings wird von den Kreditinstituten nicht jede Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahme finanziert.

Auch das Thema Eigenkapital trägt einen wichtigen Teil zur Finanzierung bei. Empfehlenswert ist es, zumindest die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer je nach Bundesland zwischen 3,5% bis 6,5%, Grundbuch- und Notarkosten von 2%) aus dem Eigenkapital zu bezahlen. Je mehr Eigenkapital Du einbringst, desto besser wird die Kondition sein und demensprechend wird die Rate auch geringer ausfallen.

Ein weiteres Kriterium ist das Beschäftigungsverhältnis der Darlehensnehmer. Der Bank ist in diesem Bezug wichtig, wer wird das Darlehen aufnehmen, in welchem Beschäftigungsverhältnis stehen diese Personen und liegt noch eine Probezeit oder ein befristetes Arbeitsverhältnis vor, dies kann die Machbarkeit nochmal einschränken.

Um Deine Möglichkeiten zu ermitteln, wendest Du Dich am besten an einen unabhängigen Finanzierungsvermittler.

So kannst Du Dich vorab informieren, in welchem Preissegment eine Immobilienfinanzierung für Dich machbar ist.

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen und wünsche Dir alles Gute mit Deiner Finanzierung.

Viele Grüße

Marvin von der Loyale Finanz

Moin,

wenn die Zeit ist, würde ich auf jeden Fall ein kleines Polster ansparen. 20% vom Kaufpreis sind allein die Nebenkosten Ich würde also 25.000 versuchen vorher aufzutreiben bevor ich in die Verhandlungen gehe.

Hintergrund ist, dass du sonst, wenn es überhaubt zu nennenswerten Verhandlungen kommt mit erheblichen Zinsen rechnen musst mit denen die Bank ihr Risiko senken möchte.

LG

die jagen dich vom hof

die kaufnebenkosten musst du wenigstens haben oder du bekommst nirgends einen kredit

also die 10.000 sind absolutes minimum und dann ist es immer noch schwierig, weil du einfach kein 1A kunde bist

wenn du viel glück hast, beleihen sie das haus voll, das ist dann eine 100% finanzierung, du würdest also mit glück, maximal 130k bekommen, den kaufpreis

alle nebenkostne musst du wenigstens selbst haben und dann ist es immer noch knapp

eine küche gibt es zb auch nicht mehr geliehen

Zunächst solltest Du Dir einfach mal ein Angebot von einer Bank unterbreiten lassen, da ich vermute, dass Du etwas blauäugig an die Sache herangehst.

Du kalkulierst hier Kaufnebenkosten (z.B. Makler) von 10.000 EUR. Du solltest aber bedenken, dass dies nicht die einzigen Kaufnebenkosten sind.

Du musst auch die Grunderwerbssteuer zahlen. Diese beträgt in Bielefeld momentan 6,5 %, was dann nochmal ca. 8.500 EUR sind.

Weiterhin werden dann auch Notar- und Grundbuchkosten fällig.

Gehe ich mal von dem Kaufpreis von 130.000 € aus, dann kannst Du hier auch mit ca. 3.5000 € rechnen.

Die Zinsen hast Du auch bedacht? Die Höhe der Zinsen hängt u.a. von der Dauer der Finanzierung und auch von der Höhe des Eigenkapitals ab.

Wenn ich mal im Kaffeesatz lese, kannst Du hier vielleicht auch mit ca. 30.000 € oder mehr rechnen.

Du solltest Dich dann nicht wundern, wenn aus 130.000 € plötzlich 190.000 € werden.

In welchem Zeitraum willst Du das Darlehen dann tilgen?

Gehe ich hier mal von 180.000 € aus und einer Finanzierungsdauer von 20 Jahren, dann müsstest Du monatlich 750 € zahlen.

Bei einem Nettoeinkommen von ca. 1.500 € ist das deutlich zu viel.

Bei Wohnungsmieten sagt man, dass die Miete maximal ein Drittel des Einkommens betragen sollte.

Bei einem Eigentum kann die Grenze hier noch niedriger gesetzt werden, da Du Reparaturen selbst bezahlen musst.

Setze ich hier tatsächlich ein Drittel deines Gehaltes an, wären das Jährlich 6.000 €, die Du zahlen kannst. Bei einem Darlehen von 180.000 € zahlst Du also 30 Jahre, was viel zu lang ist.

Was ist gar nicht berücksichtigt habe (Du wahrscheinlich auch nicht) ist dein persönliches Risiko. Was passiert, wenn Du deinen Job verlierst oder krank wirst? Wie willst Du das Darlehen tilgen?

Als alleinstehende Person und erst recht mit einem Gehalt deutlich unter 2.000 € netto würde ich keinen Gedanken an einen Hauskauf verschwenden.

Ach ja, Du kalkulierst hier die Vermietung eines Zimmers ein. Das würde ich außen vor lassen. Zum einen hast Du keine Garantie, dass Du das Zimmer vermietet bekommst, zum anderen weißt Du nicht, ob der Mieter zuverlässig zahlt, bzw. was hier an zusätzlichen Instandhaltungskosten auf dich zu kommt.

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