Höhere Kosten für den Steuerberater als Rückerstattung des Finanzamts

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guten tag. mit einem steuerprogramm für den computer wärst du billiger davon gekommen. das kostet so um die 2߀. erstmal würde ich den steuerbescheid genau durchforsten, eventuell hat das finanzamt auch fehler gemacht. dann würde ich eine schriftliche rechnung vom steuerberater verlangen. darin muss er die verschiedenen posten, die zu dem rechnungbetrag führen, genau auflisten. und dann mit der üblichen gebührenverordnung vergleichen. gruß

ich nehme an dass es da nicht viel zu rütteln gibt. du solltest ihm aber deutlich machen, dass er die einiges mehr in aussciht gestellt hat, und dass du ihn vermutlich als steuerberater so schnell nicht wieder aufsuchen wirst, und du ihn vermutlich auch im freundes- und bekanntenkreis alles andere als wärmstes empfehlen wirst, wenn er dir nicht klipp und klar sagt, warum er sich da so danebengelegt hat.

Gut, dass der Steuerberater sein Geld haben will ist verständlich. Aber wie du schon schreibst, es ist eine unverschämtheit, einen viel höheren Betrag in aussicht zu stellen und zu errechnen und die tatsächliche Rückerstattung beträgt weniger als 20 %.

Was machen dann Gewerbetreibende die eigentlich nur zahlen und nie Erstattungen bekommen. Arbeitet bei denen der Steuerberater umsonst?

Der Steuerberater schuldet Dir seine Arbeit, nicht einen bestimmten Erfolg.

Wie, auf Basis des Rückerstattungsbetrages berechnet dein Steuerberater seine Leistungen. Das glaube ich nicht, denn dann müsste er doch im Umkehrschluss bei Nachzahlungen dir noch Geld dazugeben.

Du kannst hier nur mit deinem Steuerberater darüber lamentieren, warum er eine Rückzahlung von 589,66 EURO ermittelte und das Finanzamt lediglich 75,89 EURO.

Zwischen diesen beiden Differenzen liegt doch der Hase im Pfeffer.

Wenn jetzt dein Steuerberater meint die Berechnung bez. Bescheiderteilung vom Finanzamt sei in Ordnung, dann bitte lasse es dir doch erklären oder gehe selbst mit samt den Unterlagen zum Finanzamt und gehe die einzelnen Belege/Formulare mit der dortigen Sachbearbeitung durch.

ja, das ist so. Seine erbrachte Leistung hat nichts damit zu tun, was das Finanzamt erstattet. Der Steuerberater rechnet nicht auf Prozentbasis ab, sondern entsprechend seinem Vertrag mit Dir, bzw. auf Stundenbasis. Es könnte sogar sein, dass Du eine Nachzahlung ans FA leisten musst. Dennoch existiert die Forderung Deines Steuerberaters zu recht.

Wenn Du eine Steuererklärung als ganz "normaler" Arbeitnehmer ohne Sonderlocken zu erstellen hast, empfehle ich Dir, künftig, die Erklärung selbst zu machen. Wenn Du den Bogen nicht verstehst, hole Dir einfach einen Termin bei Deinem Finanzbeamten, nimm alle relevanten Unterlagen mit, und lass Dir von ihm sagen, wo welche Werte einzutragen sind. Das ist kostenfrei.

Ein Steuerberater ist immer dann interessant, wenn es mögliche Steuerfallen gibt, auf die der Finanzbeamte nicht hinweisen muss, oder Steuerumgehungen, die Du nicht kennst, und auf die Der Finanzbeamte keinesfalls hinweist.

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