Hat die Ehefrau Nachteile wenn sie nicht im Grundbuch steht?

5 Antworten

Naja, im Grunde hat sie Recht. Wenn sie nicht im Grundbuch steht, gehört das Haus Dir alleine und sie hat nur Anspruch auf den Zugewinn.

Ob das jetzt besser oder schlechter ist, mag ich im Moment nicht beurteilen. Hauptsache, sie hat nicht für die Kredite mit unterschrieben...

Das Haus wurde doch von Anfang an gemeinsam gebaut. Das ist doch dann der gesamte Zugewinn. Schulden gibt es nach 30 Jahren nicht mehr.

@kluki

Trotz allem gehört das Haus Dir alleine. Wenn Du jetzt also beschließt, die Hütte zu verkaufen (und evtl. die Kohle mit Deiner neuen Freundin durchzubringen), dann kann sie nichts machen. Würde ihr die Hälfte gehören, dann müßte man im schlechtesten Falle über die Zwangsversteigerung zur Auflösung der Gemeinschaft gehen.

Wirklich relevant sind solche Überlegungen aber nur im Falle einer Trennung oder im Todesfall. Da würde sie dann mehr erben, als wenn sie Miteigentümerin wäre. Je nach Wert des Hauses kann dann der Freibetrag überschritten werdne.

@ErsterSchnee

Wenn ich das Haus verkaufe kommt doch der Erlös aufs Konto. Das ist doch dann der Zugwinn (in der Ehe). Dann hat doch meine Frau auch Anspruch auf die Hälfte was auf dem Konto ist?

@kluki

Ja aber nur, wenn die Scheidung schon am laufen ist. Wenn Du jetzt einfach so das Haus verkaufen und das Geld verprassen würdest, kriegt Deine Frau gar nix ab.

die frau steht mit 60000 fest geschrieben für grundstück und halbes Haus und allein im Grundbuch, haben beide kredit aufgenommen um weiter zu bauen und alles neu gemacht, wir sind jetzt 18 jahre verheiratet , trennung steht bevor. rest Kredit 40000 euro . Der verkehrswert beträgt jetzt 150000 , was steht mir zu bei einer Trennung ?

Hallo kluki, wir sind jetzt 27 Jahre verheiratet und haben auch 3 Kinder. Ich bin zwar im Grundbuch mit eingetragen (stand nie zur Diskussion, obwohl nur mein Mann verdient), dennoch haben wir vor einiger Zeit, damit es keine späteren Probleme gibt, eine General- und Vorsorgevollmacht inkl. Testament abgeschlossen. Klar verdient der Notar, und das nicht schlecht!!! Aber alle Fälle sind damit abgedeckt und gesichert. Einschl. der Frage, was geschieht mit uns, wenn wir nicht mehr entscheiden können, wie ist die genaue Erbfolge (damals war noch kein Kind 18) z.B. auch dann, wenn das erste Kind 18 ist und die anderen jünger, wenn uns etwas zustoßen sollte. Es war uns einfach wichtig, gerechte Lösungen zu finden. Leider sind Notare teuer, aber ich denke, es war der richtige Weg alles eindeutig zu klären. Auch wenn keine Trennung, Krankheit oder Ähnliches in der Luft liegt, gibt es ein gutes Gefühl zu wissen, dass im Falle eines Notfalls (und den kann man ja nun einmal nicht planen) alles schon geregelt ist.. Und alle Seiten fühlen sich sicher aufgehoben. Ich würde wohl auch wieder, vor allem in Hinblick auf die Kinder, den Weg zum Notar gehen und das Geld in Gewissheit, Gerechtigkeit und in deinem Fall vielleicht auch Beruhigung investieren. Leider weiß ich auch von Fällen, wo die innere Überzeugung aus tiefstem Herzen gelebt wurde, eine fehlende, beglaubigte Regelung alles aber enorm erschwert hat. Ich wünsche euch, dass ihr eine für beide/alle Seiten zufriedenstellende Lösung findet.

Hier habe ich noch etwas interessantes gefunden: http://www.morgenpost.de/printarchiv/familie/article1145517/SollenbeideEhepartnerinsGrundbuch.html

"Im Falle einer Trennung kann es zum Streit kommen, wer in dem Haus bleiben darf. Dann steht Ihnen als dem Eigentümer immer ein Vorrecht zu."

D.h. der Eigentümer kann drin bleiben und den Zugewinn auszahlen. Wenn beide Eigentümer sind, kann keiner auf das Haus bestehen und das Haus muss gemeinsam verkauft werden, sofern man sich nicht einigen kann, wer drin wohnen soll. So verstehe ich das zumindest.

Die meisten, die drin wohnen bleiben dürfen, werden sich als "Gewinner" bei einer Scheidung fühlen, aber vom Vermögen her sind eigentlich beide gleich gut weggekommen. Der eine hat nur eben Bares und der andere muss evtl. das Haus mit einer 50%-tigen Hypothek belasten, um den Partner auszahlen zu können.

Wir haben Gütergemeinschaft.

Wirklich? - das wäre allerdings selten anzutreffen...eine Gütergemeinschaft bedarf eines notariell beurkundeten Vertrages...

Ihr habt mit Sicherheit eine Zugewinngemeinschaft (Standardfall wenn nichts anderes vereinbart wurde)...

Der Zugewinn, den die Ehegatten in der Ehe erzielen, ist auszugleichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet.

Vorher spielt das alles keine Rolle. Das Haus ist und bleibt nur im Eigentum dessen, der im Grundbuch eingetragen ist.

Im Erbfall erhöht sich der Erbanteil um einen pauschalisierten Zugewinnausgleich von 1/4.

Bei 3 Kindern wäre das im Erbfall bei Zugewinngemeinschaft:

25% Ehegatte + 25% Zugewinnausgleich = 50% sowie alle Kinder zusammen 50% = 16 2/3% pro Kind

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