Hat die Ehefrau Nachteile wenn sie nicht im Grundbuch steht?

5 Antworten

Du brauchst deine Frau nicht ins Grundbuch eintragen lassen, denn im Falle deines Ablebens erhält sie bei eurer Zugewinngemeinschaft grundsätzlich 1/4 Erbteil und 1/4 pauschalen Zugewinnausgleich.

Das bedeutet, daß deiner Frau danach ohnedies die Hälfte eures Vermögens gehört.

Die einfachste Sache ist natürlich, wenn du ein Testament erstellst, das ist wesentlich billiger, als ein, meines Erachtens nach, unnötiger Grundbucheintrag.

die frau steht mit 60000 fest geschrieben für grundstück und halbes Haus und allein im Grundbuch, haben beide kredit aufgenommen um weiter zu bauen und alles neu gemacht, wir sind jetzt 18 jahre verheiratet , trennung steht bevor. rest Kredit 40000 euro . Der verkehrswert beträgt jetzt 150000 , was steht mir zu bei einer Trennung ?

Hier habe ich noch etwas interessantes gefunden: http://www.morgenpost.de/printarchiv/familie/article1145517/SollenbeideEhepartnerinsGrundbuch.html

"Im Falle einer Trennung kann es zum Streit kommen, wer in dem Haus bleiben darf. Dann steht Ihnen als dem Eigentümer immer ein Vorrecht zu."

D.h. der Eigentümer kann drin bleiben und den Zugewinn auszahlen. Wenn beide Eigentümer sind, kann keiner auf das Haus bestehen und das Haus muss gemeinsam verkauft werden, sofern man sich nicht einigen kann, wer drin wohnen soll. So verstehe ich das zumindest.

Die meisten, die drin wohnen bleiben dürfen, werden sich als "Gewinner" bei einer Scheidung fühlen, aber vom Vermögen her sind eigentlich beide gleich gut weggekommen. Der eine hat nur eben Bares und der andere muss evtl. das Haus mit einer 50%-tigen Hypothek belasten, um den Partner auszahlen zu können.

besser du läßt sie ins Grundbuch schreiben. Habt ihr das Haus zu Eurer gemeinsamen Zeit, gemeinsam gekauft oder gebaut? Steht ihr beide zu gleichen Teilen im Notarvertrag? Ich meine dann seid ihr auch beide Besitzer. sei fair und lass sie einschreiben. Dann hat sie auch alle Rechte.

Es gibt keinen Notarvertrag und ehelich ist es die Zugewinngmeinschaft. Wieviele Tausend Euro kostet denn so eine Umschreibung (Miteintragung im Grundbuch) beim Notar? Man wird ja nicht mehr wie etwa damals, nur den Wert des Grundstücks, sondern heute so-und-soviel Prozent vom (Grundstück mit Haus) als Rechnungsgrundlage ansetzen.

Wenn Ihr wirklich Gütergemeinschaft habt, was nur durch Ehevertrag notariell vereinbart werden kann, gehört Euch das Hausgrundstück gemeinsam, wenn es nicht im Ehevertrag zu Deinem Alleinigen Vorbehaltsgut bestimmt ist.

Wenn Ihr keinen Ehevertrag habt-vor 30 Jahren hat maneigentlich schon keine Gütergemeinschaft empfohlen, da es eine vertrackte Gestaltung ist- dann lebt Ihr in Zugewinngemeinschaft. Dann ist die Frau nicht Miteigentümerin an der Immobilie und hat nur einen Anspruch auf Zugewinn. Wirtschaftlich kanndas zwar auf das Gleiche herauskommen, muss aber nicht. Und uber das Schicksal des Hauses kann sie nicht mitbestimmen, sie hat dann nur einen finanziellen Ausgleichsanspruch. Als Miteigentümerin hätte sie schon mehr Druckmöglichkeiten und auch die Möglichkeit, eine einseitige Verschiebung des Eigentums zu verhindern.

Wenn es ans Erben geht, kann es je nach sonstigem Vermögen Erbschaftsteuer kosten, wenn man nicht nur ein halbes, sondern ein ganzes Haus erbt.

Es stimmt, wir haben keinen Ehevertrag, es ist Zugwinngemeinschaft. Was heißt das mit dem Erben? Wenn ich ins Gras beiße bekommt doch automatisch meine Frau das Haus. Das wäre doch dann nur eine formelle Umschreibung. Oder müßte sie dann, weil sie nicht im Grundbuch steht, Erbschaftssteuer zahlen?

@kluki

Automatisch, also ohne Testament, bekommt sie das halbe Hausgrundstück und die Hälfte des sonstigen Vermögens und die Kinder zusammen die andere Hälfte. Je nach Wert desNachlasses kann der Freibetrag überschritten sein, bis zu dem keine Erbschaftssteuer bezahlt werden muss. Gehört derFrau schon die eine Hälfte des Grundstücks, können die Kinder nur von Deiner Hälfte die Hälfte erben, deine Frau hätte also 3/4 und Deine Kinder 1/4 der Immobilie. Kostenlos kannst Du DeineFaru mit einem selbst von Hand geschriebenen Testament begünstigen mit einem lebenslangen Wohnrecht oder Nießbrauch (dann darf sie es beispielsweise vermieten und die Einnahmen kassieren, wenn Sie wegen Pflegebedürftigkeit nicht mehr allein im Haus wohnen kann), das kostet keine Notargebühren. Ein Testament ist aber jederzeit widerruflich und schützt DeineFrau nicht wirklich.

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