Austragung aus dem Grundbuch möglich?

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Bei 100.000 EUR Grundschuld wären das ca. 7,98 EUR. Es wird hierbei davon ausgegangen, was das Haus gekostet hat, als es erworben wurde.

Sry - hab mich verrechnet - hab nur 100 EUR eingegeben in meinen Rechner:-) Die korrekte Summe wäre: 175,08 EUR (inklusive Notarkosten für die Beglaubigung der Löschung der Grundschuld).

@teardrop1109

und bei 118.000 € ??? wie ist die Formel dafür?

@Cappa

189,01 EUR - wieder inklusive Notarkosten. Die Formel kann ich dir aus dem Kopf nicht sagen. Ich habe hier ein Programm dafür (ich arbeite in einem Bauamt), das das automatisch errechnet. Und danke noch für das Sternchen:-)

Die Austragung aus dem Grundbuch ist nicht so einfach. Eine Bank hat das Haus ja finanziert. Beide ehemaligen Ehegatten sind im Grundbuch als Eigentümer eingetragen und haften der Bank gegenüber als Schuldner für das gesamte Darlehen (Gesamtschuldnerhaftung). Wenn Die Bank einverstanden ist, kann der Ehemann die Schulden alleine übernehmen und die Ehefrau gelöscht werden. Wichtig ist, dass auch eine Haftungsfristellung durch die Bank erfolgt. Ansonsten ist die Frau Ihren Anteil am Haus los und haftet weiter für die Schulden.

Wir haben hier ein sehr komplexes Thema. Als erstes möchte ich mal af die Austragung eingehen. Wenn Deine Freundin sich uas dem Grundbuch austragen lassen möchte, muss sie im Rahmen eines Notarvertrages ihre Eigentumsverhältnisse auf ihren Mann überschreiben. Damit verzichtet sie sogesehen auf die Hälfte des Hauses, also auch auf die Hälfte des Wertes. Der Notar der das beurkundet kostet ca. 1,5% des Übertragungswertes. Das Amtsgericht kassiert dann nochmal so ca. 500,-- € für die Umschreibung. Damit hat dann der Mann den vollen Grundbesitz (Vermögenswert). Als zweites gehe ich jetzt auf die Finanzsituation ein. Um das Haus zu finanzieren haben die beiden seinerzeit einen Krdeitvertrag unterzeichnet. Dieser Kreditvertrag beinaltet neben den laufenden Zinsen auch eine laufende Tilgung. Damit ist gemeint, das Haus hat z.B. 250.000,-- € gekostet, die Bank hat das Haus mit 200.000,-- € finanziert, und bekommt neben den jährlichen Zinsen eine Tilgung zwischen 1 bis 3 %. Also zwischen 2.000,-- bis 7.500,-- €. Wenn die beiden jetzt schon 10 Jahre im Haus gewohnt haben, sind auf die Schuld schon 20.000,-- € bis 75.000,-- € bezahlt worden. Und jetzt mal mein dritter Punkt. Wenn das Haus mit einem gewissen Eigenkapital bezahlt wurde, der Kredit schon teilweise getilgt ist, dann haben wir einen gewissen Vermögenswert. Dieser Vermögenswert muss zwischen den Ehepartnern aufgeteilt werden. Wieso bezahlt Deine Freundin dann den Notar und die Grundbuchkosten? Nach meiner Annahme bekommt sie jedemenge Geld raus. Und abschließend der vierte Punkt. Wenn Deine Freundin einen Kreditvertrag mit unterschrieben hat, dann haftet sie auch im Zweifelsfall für die Finanzierung. Wurde sie aus dem Kreditvertrag herausgestrichen?...So wie sich das alle anhört, bescheisst der Mann Deine Freundin. Sie sollte mal besser zu einem Anwalt gehen.

Die Frage ist, hat sie mitbezahlt, mitgearbeitet an dem Haus, und überteigt, was noch offen ist, weit diese Beitragskosten, denn dann muss er sie erst mal ausbezahlen, bzwe. Ratenvereinbarungen aushandeln, und da würde ich mich von einem Notar bzw. jemanden der sich sehr gut auskennt in diesen Sachen beraten lassen. Auch im Stadtamt gibt es eine Auskunfststelle bzw. beim Bürgerservice kann man erfahren wohin man sich wenden kann.

Ich würde sagen, das ist wie ein Verkauf. Die Frau verkauft ihren Anteil an den Ex-Mann. Dazu muss man zum Notar und einen Kaufvertrag machen. Da sind schnell einige hundert Euro beisammen. Aber sie soll doch erst mal im Grundbuchamt nachfragen, ob es auch so geht und was es kosten würde. Und warum soll sie das bezahlen und nicht der Mann? Der will doch, dass sie nicht mehr drinsteht, oder? Und er wäre auch der Käufer, und soweit ich mich erinnern kann, musste ich beim Kauf meiner Wohnung auch die Kosten für den Kaufvertrag bezahlen. Ob für den Verkäufer auch Kosten anfallen, weiß ich nicht.

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