Gehören der Gewinn, die Umsatzerlöse und die Fremdkapitalzinsen in eine Bilanz?

5 Antworten

Schau dir mal die §§ 266, 275 HGB an; dort ist die Gliederung der Bilanz und GuV nach HGB angegeben. Der Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag (=Gewinn / Verlust) ist sowohl eine Position der GuV als auch der Bilanz. Der Saldo der GuV wird im Eigenkapital abgeschlossen, wie mein Vorredner schon anmerkte. Im Grunde könntest du alle Aufwands- oder Ertragsbuchungen nicht erst in die GuV sondern auch direkt ins Eigenkapital buchen; die GuV ist "nur" wesentlich detaillierter.

Also die Aufgabenstellung lautete erstelle mit folgenden Daten eine Bilanz?!?

Hypothekendarlehen 500.000 Bebautes Grundstück 1.000.000 Kasse 1.000 Langfristiges Bankdarlehen 200.000 Warenlager 25.000 Technische Anlagen u.Maschinen 400.000 Kurzfristiges Bankdarlehen 80.000 Forderungen aus L.u.L 19.000 Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.000 Verbindlichkeiten aus L.u.L 10.000 Bankguthaben 15.000 Umsatzerlöse 700.000 Gewinn 80.000 Fremdkapitalzinsen 39.000

Ich habe daraus folgende Bilanz erstellt!

Aktiv-Seite Anlagevermögen= Bebautes Grundstück 1.000.000 Technische Anlagen u. Maschinen 400.000 Betriebs-und Geschäftsausstattung 140.000

Umlaufvermögen= Kasse 1.000 Warenlager 25.000 Forderungen aus L.u.L. 19.000 Bankguthaben 15.000

So komme ich auf der aktivierte auf Gesamt: 1.600.000

Passiv-Seite Hypothekendarlehen 500.000 Langfristiges Bankdarlehen 200.000 Kurzfristiges Bankdarlehen 80.000 Verbindlichkeiten aus L.u.L 10.000

Gewinn 80.000 Somit ergibt sich ein Eigenkapital von 730.000

Richtig verstanden?

Umsatzerlöse und FK-Zinsen sind GuV-Konten.

Der Gewinn ist das Ergebnis der GuV und kein einzelner Posten ! Letztlich ist die GuV nichts anders als ein Unterkonto des Eigenkapitals.

bei der Bilanzerstellung wird passiert folgendes:

Bei Jahresgewinn: Ergebnis GuV an EK (

Bei Verlust: EK an GuV-Saldo

Diese Buchung passiert aber bei der Bilanzerstellung letztlich "nur im Hinterkopf"; der Gewinnsaldo wird bei der Eröffungsbilanz im Folgejahr zum EK dazu addiert, damit die GuV im folgenden Jahr wirklich bei 0,00 wieder anfängt.

  • Die Aktiv-Seite der Bilanz ist die Seite der Mittelverwendung - Wofür wurde Geld ausgegeben, dass nicht oder noch nicht den Gewinn beeinflusst?
  • Die Passiv-Seite der Bilanz zeigt wie es bezahlt wurde. Aus Fremd- oder Eigenkapital?
  • Das Eigenkapital entwickelt sich jedes Jahr. Es wird erhöht von Privateinlagen. Es sinkt durch Privatentnahmen. Und das Ergebnis der GuV wird auch mit dem Eigenkapital verrechnet. Anmerkung: Eigenkapital vom 31.12.VJ verglichen mit dem EK vom 31.12.d.J. (berichtigt um Privatentnahmen und -Einlagen) ergibt Betriebsergebnis. Vergleiche Ergebnis GuV-Konto!
  • Kosten immer im Soll - Wie bei der Aktiv-Seite eine Mittelverwendung.
  • Erträge immer im Haben - Das sind ja die Mittel, die die Ausgaben finanzieren sollen.

Mehr braucht man doch gar nicht über Buchhaltung zu wissen ;-)

Also die Aufgabenstellung lautete erstelle mit folgenden Daten eine Bilanz?!?

Hypothekendarlehen 500.000 Bebautes Grundstück 1.000.000 Kasse 1.000 Langfristiges Bankdarlehen 200.000 Warenlager 25.000 Technische Anlagen u.Maschinen 400.000 Kurzfristiges Bankdarlehen 80.000 Forderungen aus L.u.L 19.000 Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.000 Verbindlichkeiten aus L.u.L 10.000 Bankguthaben 15.000 Umsatzerlöse 700.000 Gewinn 80.000 Fremdkapitalzinsen 39.000

Ich habe daraus folgende Bilanz erstellt!

Aktiv-Seite Anlagevermögen= Bebautes Grundstück 1.000.000 Technische Anlagen u. Maschinen 400.000 Betriebs-und Geschäftsausstattung 140.000

Umlaufvermögen= Kasse 1.000 Warenlager 25.000 Forderungen aus L.u.L. 19.000 Bankguthaben 15.000

So komme ich auf der aktivierte auf Gesamt: 1.600.000

Passiv-Seite Hypothekendarlehen 500.000 Langfristiges Bankdarlehen 200.000 Kurzfristiges Bankdarlehen 80.000 Verbindlichkeiten aus L.u.L 10.000

Gewinn 80.000 Somit ergibt sich ein Eigenkapital von 730.000

Richtig verstanden? :-)

@19Sarah92

Die Zuordnung stimmt fast. Der Gewinn ist ein Unterkonto zum Eigenkapital. Deshalb würde ich den auch sofort mit auf die Passiv-Seite nehmen.

Summe der Aktiva ./. Summe der Passiva = 1.600.000 ./. 870.000 = 730.000 Euro

./. ist das kaufmännische Zeichen für Minus.

An der Aufgabe macht mich eines unsicher: Ist die Bilanz auf den 31.12. zu erstellen oder für den 1.1.? Denn am 1.1. (was ich eigentlich für unlogisch halten würde) hätte man bereits den Gewinn zum Eigenkapital hinzugefügt.

Oder man könnte in einer Rechenspalte der Bilanz 31.12. eine Eigenkapitalentwicklung vornehmen. Da steht dann im Text EK 1.1. x Eur; Privateinlagen +y Eur: Privatentnahmen -z Eur: Eigenkapital =810.000 Euro

Also sachlich richtig gemacht, nur die Aufgabenstellung ist in meinen Augen nicht deutlich. Möchte das auch noch begründen: Eigentlich wird nur die 1. Bilanz rein nach Inventurdaten aufgestellt. Im Gesetz gibt es auch die Möglichkeit das bei jeder Bilanz zu tun.

Danach werden die wesentlichen Positionen der Buchführung nur noch mit der Inventur abgestimmt (Fachwort für vergleichen).

Da die Bilanz vom 1.1. laut den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung immer mit der vom 31.12. des Vorjahres identisch ist, wird die Bilanz auf den 1.1. im eigentlichen Sinne nicht mehr aufgestellt. Sie wird nur übernommen.

Jetzt mein großes ABER: Ihr fangt augenscheinlich gerade erst an. Da ist dann die Zuordnung noch das Wesentliche und meine Überlegungen kommen da wie vom anderen Stern.

In der Schule würde ich daher einen Antwortsatz unter die Aufgabe schreiben. Etwa in der Form: Das Eigenkapital ohne den im Wirtschaftsjahr erwirtschafteten Gewinn beträgt somit 730.000 Euro. Der Gewinn erhöht allerdings das Eigenkapital und es steigt somit auf 810.000 Euro.

Wer in Prüfungen sich nicht klar ist: Was wollen die Freunde eigentlich wissen, der gibt so die Möglichkeit zum Aussuchen. Denn so bleibt die Entscheidung der Zuordnung beim Lehrer/bei der Lehrerin. Außerdem zeigt es hier sogar ganz deutlich Kompetenz.

Danke für die schnelle Antwort! Also die Bilanz ist für den Jahresabschluss also zu 31.12. und den Gewinn habe ich direkt unter dem Eigenkapital aufgelistet und nicht direkt drauf gerechnet!

In der darauf folgenden Aufgabe soll ich die Eigenkapitalquote, den Anlagendeckungsgrad I und die Eigenkapitalrentabilität ausrechnen!

Jetzt ist es ja so das der Gewinn ein Unterkonto des Eigenkapitals ist, muss ich jetzt den Gewinn (80.000)und das Eigenkapital (730.000) zusammen rechnen und damit (810.000)weiter rechnen oder nur mit dem Eigenkapital (730.000)weiter rechnen?

Der Gewinn erhöht das Eigenkapital, er ist der Saldo von GuV. Umsatzerlöse und Zinsen sind Positionen von GuV und beeinflussen den Gewinn.

Also die Aufgabenstellung lautete erstelle mit folgenden Daten eine Bilanz?!?

Hypothekendarlehen 500.000 Bebautes Grundstück 1.000.000 Kasse 1.000 Langfristiges Bankdarlehen 200.000 Warenlager 25.000 Technische Anlagen u.Maschinen 400.000 Kurzfristiges Bankdarlehen 80.000 Forderungen aus L.u.L 19.000 Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.000 Verbindlichkeiten aus L.u.L 10.000 Bankguthaben 15.000 Umsatzerlöse 700.000 Gewinn 80.000 Fremdkapitalzinsen 39.000

Ich habe daraus folgende Bilanz erstellt!

Aktiv-Seite Anlagevermögen= Bebautes Grundstück 1.000.000 Technische Anlagen u. Maschinen 400.000 Betriebs-und Geschäftsausstattung 140.000

Umlaufvermögen= Kasse 1.000 Warenlager 25.000 Forderungen aus L.u.L. 19.000 Bankguthaben 15.000

So komme ich auf der aktivierte auf Gesamt: 1.600.000

Passiv-Seite Hypothekendarlehen 500.000 Langfristiges Bankdarlehen 200.000 Kurzfristiges Bankdarlehen 80.000 Verbindlichkeiten aus L.u.L 10.000

Gewinn 80.000 Somit ergibt sich ein Eigenkapital von 730.000

Richtig verstanden?

Gewinn ja, der Rest nicht.

Danke für die schnelle Antwort!

Gehört der Gewinn dann auf die aktiv oder die passiv Seite?

@19Sarah92

Der Gewinn kommt mit ins Eigenkapital. Und wo das steht, wirst du ja wohl wissen.

Ja das weiß ich danke!

Wollte ja nur auf Nummer sicher gehen , weil ich bei der Einsendeartbeit keine Fehler machen möchte!

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