Frage zum Betriebsrat

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Mitbestimmungsrechte : In sozialen Angelegenheiten hat der BR ein erzwingbares Mitbestimmungsrecht. Die einzelnen Punkte kannst Du im § 87, Abs. 1 Betriebsverfassungsgesetz nachlesen. Bei diesen genannten Punkten darf der AG nicht machen was er will, er muss sich mit dem Betriebsrat einigen. Wenn beide Seiten keine Einigung finden, entscheidet hier die Einigungsstelle. Der § 87 ist mit der wichtigste für die Betriebsratsarbeit.

Mitwirkungsrechte: Dazu zählen personelle Angelegenheiten wie Einstellungen, Kündigungen, Versetzungen oder auch Umgruppierungen. Der AG muss beim BR für diese Maßnahmen die Zustimmung einholen, kann diese aber, falls der BR die Zustimmung verweigert, durch das Arbeitsgericht ersetzen lassen

Danke für's Sternchen

Entweder ... google, wikipedia oder du ruft bei einer Gewerkschaft an, die sind in der Regel sehr hilfsbereit.

Mitwirkung ist die echte Mitwirkung bei Maßnahmen wie Kündigung, Versetzung oder Einstellung von Mitarbeitern.

mitbestimmt wird hingegen, wenn es um Arbeitsabläufe, Arbeitsschutz, Betriebsordnung etc. geht. also kann der Betriebsrat mitbestimmen, wann der tägliche Arbeitsbeginn ist, wann Pausenzeiten vorgegeben werden etc.

Sorry, aber diese Abgrenzung ist unscharf. Und gibt es neben der "echten" Mitwirkung auch eine "unechte" und soll das das die Mitbestimmung sein?

Die im BetrVG normierten Mitwirkungsrechte des Betriebsrates haben den Zweck die Ausübung des Direktionsrechts durch den Arbeitgeber an die Beteiligung des Betriebsrats zu binden, je nach dem Mitbestimmungstatbestand. Quelle: BAG 26.5.1988 - 1 ABR9/87

Mitbestimmung bedeutet also gleiche Rechte für beide Betriebspartner mit der Folge, dass sowohl der Arbeitgeber als der der Betriebsrat die Initiative für eine erstrebte Regelung ergreifen und zu deren Herbeiführung erforderlichenfalls die Einigungsstelle anrufen können.

@degasaar

"je nach dem Mitbestimmungstatbestand"?

und das macht es genauer?

sexuelle belästigung am arbeitsplatz melden oder ignorieren?

hallo alle zusammen :),

ich bin weiblich, 22 jahre und nun seit sechs monaten in einem neuen arbeitsverhältnis beschäftigt. zu anfang war ich, wie andere es gerne formulieren, „schüchtern“. ich würde eher sagen aufmerksam meinen neuen arbeitskollegen über, aber das ist ja nebensächlich. jedenfalls, je mehr ich mir öffnete, desto schlimmer wurden die kommentare meiner männlichen kollegen. zwar war es bereits von anfang an präsent, aber da konnte ich noch drüber hinwegschauen. mittlerweile kneift man mich einfach so in die wangen, wie bei einem kleinkind, oder packt mich an den schultern. was an sich nichts verkehrtes ist, solange es nicht von der „falschen person“ ausgeht. aber naja, hier einige gute beispiele von meiner arbeit (ich möchte nicht länger um den heißen brei reden): „hast du nippelpiercings?“ „verrate ich dir erst, wenn du mir deine handynummer gibst.“ „damit könntest du ja mal meine vorhaut nachmessen.“ „wenn du das schluckst (kapsel), bekommst du größere brüste“ „was hast du denn da gebastelt, etwa einen cockring?“ „zeig ihr mal, wie das richtig geht...also mit den maschinen“ augenzwinkern...

es gibt zwar noch mehr, aber das sind bis jetzt die schlimmsten für mich. meinem teamleiter hab ich bereits darüber in kenntnis gesetzt. aber während er noch selbst nach einen „richtigen ansprechpartner“ für dieses thema sucht, geht bei mir fast täglich die masche weiter. teilweise wartet man nur darauf, also auf einen passenden moment wieder einen dummen spruch abzulassen. zuletzt kam man meinem körper einfach zu nah, also man zu zweit in einen riesigen aufzug stand.

sollte ich weiterhin meinen teamleiter nerven? die arbeit niederlegen und erst wieder aufnehmen, sobald sich die sache geklärt hat? selbst zum betriebsrat gehen? anzeige erstatten?

über jede antwort freue ich mich!

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