Darf ein Betriebsrat, trotz zusage durch Chef eine Einstellung blockieren?

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hi, es kommt drauf an wie das interne regelwerk für interne bewerbungen aufgestellt ist. heisst es das interne bewerbungen vor externe gehen, dieses von den abteilungsleitern (sind keine chefs) aber missachtet wurde, egal ob bewusst oder unbewusst, dann kann und darf der betriebsrat deine einstellung blockieren.

wenn du nun mal die situation von innen betrachtest, dann würde der noch interne mitarbeiter auf die strasse gesetzt und du dafür dann eingestellt. die aufgabe des betriebsrats ist aber eben auch darüber zu wachen das genau so etwas nicht passiert.

du könntest bei einer ablehnung nun versuchen mit dem geschäftsführer zu sprechen (der ist z.b. chef), aber mach dir da bitte keine hoffnungen.

also fakt ist da du die internen regelwerke nicht kennst dass du leider gerade die a-karte hast. aber wer weiss, evtl entscheidet der betriebsrat ja dennoch für dich.

warts halt ab.

vg

//dog

Ist ein Betriebsrat vorhanden, muss der bei Einstellungen und Entlassungen auch zustimmen. Sonst sind sie erstmal ungültig. Das gilt generell, nicht nur in deinem Fall. Will man das nicht akzeptieren, kann man das Arbeitsgericht entscheiden lassen.

In diesem Fall würde sogar ein Gang vor Gericht überhaupt nichts bewirken, denn natürlich muss der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer auf eine geeignete andere Stelle setzen (wenn diese vorhanden ist) bevor er ihn betriebsbedingt kündigt. Der darf gar nicht anders handeln.

Blöd, wenn der Arbeitgeber dir etwas zu schnell was versprochen hat. Er weiß, dass der Betriebsrat zustimmen muss. Ich vermute mal, ihm war einfach die Situation nicht bewußt und er ist von der Zustimmung ausgegangen.

Jedenfalls bist du ganz berechtigt raus aus dem Rennen. Ein gültiger Arbeitsvertrag ist ohne die Zustimmung des Betriebsrates auch nicht zustande gekommen.

Tut mir leid für dich. Aber du findest bestimmt noch was andere.

Es würde in der Tat keinen Sinn machen, einen neuen Mitarbeiter einzustellen und dafür einen vorhandenen zu benachteiligen und vielleicht auf die Straße zu setzen. In diesem Fall hat der Betriebsrat tatsächlich die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Wie die Sache dann entschieden wird, ist damit aber noch nicht gesagt.

Ich wäre aber vorsichtig damit, die Schuld allein dem Betriebsrat zuzuschieben. Denn die Firma hätte sich das vor einer Ausschreibung auch schon überlegen können.

dürfen ist in diesem zusammenhang leider nicht die richtige fragestellung... "kann er" müsstest du fragen. ja, wie dus erlebst, er kann, das ist natürlich für dich traurig, aber in grossen firmen kann es dies geben, ob der chef sich dennoch informelle für dich einsetzt, überzeugungsarbeit leistet, dass er dann ein stückweit sein gesicht, seine -in richtrung "glaubwürdigkeit" verlöre, da er dir ja d.zusage gab, bliebe abzuwarten...,

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