Darf der betriefsrat etwas weitererzählen?

5 Antworten

Zunächst zu deiner allgemeinen Frage am Schluss: manchen Menschen kann man eben trauen und anderen weniger. Der Betriebsrt besteht auch aus Menschen, also gilt das auch hier. Allerdings sollte der BR sich seiner Rolle als Vertrauensperson gegenüber den Beschäftigten bewusst sein.

Was deinen Fall betrifft, so frage ich mich, was deine Freundin dann überhaupt vom BR wollte. Sie weist auf mögliche Missstände hin, möchte aber nicht, dass an anderer Stelle darüber geredet wird? Menno, dann hätte sie das genauo gut zuhause vor dem Spiegel erzählen können.

Es ist nunmal die verbriefte Aufgabe des Betriebsrats, auf die Einhaltung von betrieblichen und gesetzlichen Regelungen zu drängen. Dann ist es seine Pfilcht, auch aktiv zu werden, wenn etwas nicht stimmt. Schon um deine Freundin und andere Kollegen zu schützen. Wenn irgendwie möglich, sollte er dabei natürlich den Namen der Informanten nicht nennen. Aber noch besser wäre es, wenn die Belegschaft auch Rückgrat zeigt und dem Betriebsrat den Rücken stärkt.

Innerhalb des Betriebsratsgremiums kann darüber gesprochen werden,aber alles was dem Betriebsrat anvertraut wird,sollte nicht nach außen getragen werden.Wenn aber um Vertraulichkeit gebeten wurde,muss der Wunsch akzeptiert werden.

Natürlich kann man mit dem Betriebsrat Probleme besprechen und Fragen stellen,die dann vertraulich behandelt werden müssen.

schau mal hier Der Gesetzgeber sieht in § 84 Abs.1 BetrVG vor, dass sich der Arbeitnehmer mit seiner Beschwerde an die „zuständigen Stellen im Betrieb“ wenden kann. Gleichwohl schließt dies nicht aus, dass ein Arbeitnehmer sich mit einer Beschwerde erst an den Betriebsrat wendet und diesen bittet, tätig zu werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Arbeitnehmer keinen Anspruch auf anonyme Behandlung seiner Beschwerde hat, solange sein allgemeines Persönlichkeitsrecht nicht verletzt wird. Im allgemeinen besteht keine besondere Schweigepflicht des Betriebsrats.http://www.betriebsrat.com/beschwerderecht-der-arbeitnehmer-behandlung-durch-den-betriebsrat

Ergänzend dazu:

"BetrVG § 85 Behandlung von Beschwerden durch den Betriebsrat

(1) Der Betriebsrat hat Beschwerden von Arbeitnehmern entgegenzunehmen und, falls er sie für berechtigt erachtet, beim Arbeitgeber auf Abhilfe hinzuwirken."

Er kann dazu den Namen des Informanten verschweigen. Aber wenn er den gesamten Sachverhalt verschweigen soll, dann kann er seiner Aufgabe nicht gerecht werden.

@PeterSchu

Danke für die Ergänzung, aber aus diesem Grund habe ich auch den Link angegeben, damit nicht jemand irgendwas kommentieren muss, was man auch nachlesen könnte;)

sei vorsichtig mit diesen pappnasen, mich haben die auch vekauft. die haben geholfen mich rauszumobben. der rechtschutz der igm hilft dir auch nicht. im leben werde ich in keiner gewerkschaft mehr mitglied.

Wenn der Betriebsrat Missstände bereinigen will , muss er zwangsläufig darüber reden . Er muss der Sache auf den Grund gehen , um sicher zu gehen , dass es sich bei der Beschwerde nicht um Mobbing handelt .

Der Name des- oder der Informanten bleibt dabei unerwähnt .

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