Frage an Fachleute: Wie ein Grab auflösen?

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Das kommt auf die Friedhofssatzung an. In manchen Gemeinden muß das der Nutzungsberechtigte selbst veranlassen und bezahlen. Es gehen aber immer mehr Gemeinden dazu über, die Kosten dafür gleich in die Nutzungsgebühr einzurechnen und die Abräumung zu übernehmen, weil häufig der Nutzungsberechtigte nicht mehr "aufzutreiben" ist.

Ausführlich unter: http://bestatterweblog.de/archives/Abraeumung-des-Grabes-nach-der-Ruhezeit/1729

Sehr interessant, welche "Meinungen" es so gibt. Leider sind die meisten falsch. Ich arbeite bei der Friedhofsverwaltung. In unserer Gemeinde werden zur Zeit die Reihengräber nach 20 Jahren komplett geräumt, da die Abräumkosten im Grabpreis enthalten sind. Bei allen anderen Gräbern müßten sich die Nutzungsberechtigten selbst melden, wenn das Nutzungsrecht abgelaufen ist. Nach Ablauf gibt es einen Aushang auf dem Friedhof, evtl. werden die Nutzungsberechtigten angeschrieben. Dann kann man mitteilen, ob man das Grab verlängern will oder abräumen. Bei "alten" Wahlgräbern muss dies zur Zeit der Nutzungsberechtigte selbst zahlen, das kostet für Stein und Fundament zwischen 170 - 350 €. Seit diesem Jahr werden diese Kosten bei der Grabmalgenehmigung bereits berechnet, da oft nach Ablauf keine Angehörigen mehr aufzufinden sind.

Ich kenne es nur aus unserer Gemeinde, da besteht das Grab wie überall 25 Jahre. Unmittelbar vor dem Ablauf dieser bekommst Du einen Brief und kannst das Grab für weitere 25 Jahre "kaufen". Möchtest Du das nicht wird das Grab eingeebnet. Allerdings wird der Stein vorher entfernt, der ist ja Dein Eigentum. Den Stein kannst Du dann mit nach Haus nehmen oder was auch immer.

Du brauchst, normalerweise, nichts zu tun. Das Grab wird einfach eingeebnet und fertig. Ich weiss ja nicht wie lange das Grab da liegt, aber nach 20-25 Jahren macht die Stadt das platt und gut ist.

Du musst nix abmelden, man erwartet nichts und man wird dir das noch nicht mal sagen. Zumindest war das so bei meiner Großmutter, irgendwann kommst du hin und "Wiese"

Nach Ablauf der Pacht passiert zunächst gar nichts.

okay, danke.....und dann? wie gehts weiter?

@Schokovanille

Es gibt ja oft keine Angehörigem mehr, und die Friedhofsverwaltung handhabt es unterschiedlich. Es kann passieren, dass das Grab nicht eingeebnet wird, weil kein Bedarf vorliegt. Wenn aber z.B.der Stein interessant ist und wieder verwendet werden soll, muss man sich darum selber kümmern. Man kann sich es auch überlegen, ob der Platz erhalten werden soll für die eigene Ruhestätte. Dann sollte man die Pacht verlängern.

Verbot bekommen, sich um das Grab zu kümmern. Kann man rechtliche Schritte dagegen einleiten?

Hallo.

Mein Papa wollte in das Grab seiner Freundin, wenn er mal stirbt. Nun ist er gestorben vor 1 1/2 Monaten. Die Grabrechte liegen bei den Eltern von Papa's Freundin.

Wie das halt so ist, letzter Wille und so... Dann haben wir ihn in ihr Grab machen lassen.

Jetzt. Die Mutter gibt die Grabrechte nicht ab, wäre ja nicht weiter schlimm, würden wir uns um das Grab kümmern dürfen! Sie verweigert dies. Wir dürfen gar nichts daran machen, es ist nicht mal ' sicher ' das wir einen kleinen Grabstein für ihn drauf stellen dürfen!

Mit der Frau kann man nicht reden, die hat meinem Papa schon das Leben zur Hölle gemacht - zu Lebzeiten.

Kann man dagegen rechtlich vorgehen? Diese Frau wohnt sowieso nicht hier, die wohnen viele Stunden entfern von unserer Stadt, in der auch der Friedhof ist. Sprich sie können sich gar nicht drum kümmern und ihr bezahlter Gärtner macht auch nichts. Da dort schon 2 Wochen lang kaputte Rosen sind und man einfach ' Unkraut ' wachsen lässt, damit er keine Arbeit hat und das nur zurecht schneidet.

Der Ehemann dieser Frau, scheint Nichts zu melden zu haben. Da der sich nie äußert oder sonstiges.

Ich möchte einfach kein verwildertes Grab für meinen Papa! Ich fahre so schön täglich dort hin eine Kerze aufstellen. Wenn Sie das wüsste, würde sie das sicher boykottieren irgendwie.

Hat jemand Ahnung davon? Weil so kann ich das nicht hinnehmen und möchte es auch nicht. Es geht schließlich um mein Vater.

Danke schon mal.

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