Fertighaus oder Massivhaus?

5 Antworten

Haben letztes Jahr ein Massivhaus komplett in eigenleistung gebaut , Bauzeit betrug 5 Monate bis zum Einzug. Günstiger als Fertighaus 

Nach drei Neubauten (Schwedenhaus/Holzständer) würde ich mit diesen Erfahrungen und Infos von Freunden, die sich für ein Massivhaus entschieden, nie ein Massivhaus bauen.

Zu Zeiten der EnEV2014 müssen die Häuser immer bessere Energieeffizienz aufweisen. Bei einem sog. Massivhaus (wobei ein großer Teil mittlerweile nur noch aus billigem Bimsbeton hochgemauert und mit Sondermüllplatten totgedämmt wird) sind hier meiner Meinung nach die (sinnvollen) Grenzen erreicht. Zumal das, was sich gerade beim Massivhaus durchsetzt, um diese Wärmewerte zu erreichen, nicht gut sein kann. Früher hatte man ein gutes Mauerwerk aus z.B. Ton (24er oder mehr) und darauf den Putz. Das Haus konnte atmen, das Wasser im Mauerwerk loswerden. Das ist heute durch die EnEV nicht mehr möglich. Dämmung und Luftdichtheit sind Voraussetzungen. Also klebt man fragwürdigen Sondermüll auf das Mauerwerk, um es luft- und wasserdicht zu verschließen. Aber.... Feuchtigkeit vom hausinneren oder ein Defekt im Verbundsystem kann dazu führen, dass Nässe zwischen Mauerwerk und Dämmung gelangt. Anders als beim Holzständer, der so konzipiert ist, dass Feuchtigkeit immer in eine Richtung entweichen kann, kann dies zu verschiedenen Problemen führen. Zumal man sich die Fenster wie Schießscharten zuklebt.

Es gibt für mich noch zig andere Gründe, warum ein Massivhaus 2015 keinen Sinn mehr macht. Sind es die Baukosten, Folgekosten oder der Umweltaspekt (den Holzständer kann man recht einfach und günstig als Ökohaus ausführen und ersetzt die Stein- oder Mineralwolle durch Ökodämmstoffe). Auch spielt eine Rolle, dass ich sehr viel selber machen kann und das gelingt im Trockenbau halt doch sehr viel einfacher als auf die klassische feuchte Methode. Der Bodendruck auf die Bodenplatte ist niedriger, so gesehen stecken die Holzhäuser Erdbeben, Grundwasserabfälle sehr viel leichter weg als Massivhäuser. Alleine 2003 bei der großen Trockenheit in Deutschland konnte man an vielen Steinhäuser unschöne Risse durch den Grundwasserabfall erkennen. Das gibt es beim Holzständer nicht. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der das Haus 100te von Jahren alt werden läßt, so lange man es nicht permanenter Feuchtigkeit aussetzt. Beim Dachstuhl sind übrigens alle Häuser Holzständer... auch das Massivhaus.

Laßt Euch von der traditionellen Steinhausfraktion nicht Sand in die Augen streuen und entscheidet anhand Eurer Kriterien selber, welches Konzept für Euch besser passt und wo die Vorteile liegen.

Und zum Schluß..... ein Fachwerkhaus aus dem Mittelalter ist nichts anderes als ein Holzständer, denn die tragende Konstruktion ist nicht etwas das Mauerwerk, sondern das Holz. Und selbst damals, ohne die technischen Möglichkeiten, sind die Häuser viele 100 Jahre alt geworden und stehen nochmal so lange

hi, ich würde ein fertighaus bauen.

  1. zwar ist die flexibilität mit steckdosen in der anfangsphase nicht so gut, wenn spontane entscheiungen. aber ich sage mal so die erste schicht ist regibs meistens oder eine verbundpaltte die kann man abnehem danach kann man in der wandkonstukion walten und schalten wie man will.

2 umbauen ist sehr einfach da du wie in ein massivhaus nur ein paar tragende wände hast. meist die aussenwände und eine wand in der mitte oder wandabschnitte. den rest kannst rausnehem verändern wie du willst. bedenke es ist holz.

3 die holzramenkonstukuion wird in vielen teilen der welt erfolgreich betrieben (neuseeland, usa, canada, australien usw..)

4 es gibt viele leute die sagen ja das sei doch nicht stabil, oder ein besserer schukarton aber die holz konstukion ist sagen wir mal elastisch sie kann arbeien wenns darauf ankommen ohne das sie bricht. klar sagen viel ja schau doch in die usa, wenn son tornado kommt... ja die häuse die gezeigt werden da ist direkt oder daneben einer langgefegt da hält auch kein stein auf stein haus. da brauchste schon nen haus komplett aus stahlbeton. da werden mir jetzt viele wiedersprechen aber mach doch mal den tv an, eine kleine windrose fegt über norddeutschland und was siest du da keine dächer mehr. oder umgestürtze steinwände bei massiv häusern.

5 weil beim massiv haus wird auf die bodenplatte eine betumen matte gelegt und dann der stein drauf beim fertighaus auch aber wird noch alles verschraubt mehrfach usw..

klar ist es eine frage des geschmacks. mit der hellhörigkeit kann ich nur wiedersprechen. wenn die trittschaldämmung vom estrich beim massivhaus verpruscht ist (wie bei einem bekannten von mir, haben ihn dann noch mal neu machen lassen) hörst du alles jeden schritt im ganzen haus. meine großeltern haben eine 45er cm gasbeton wand von yothong (hoffe richtiggeschrieben) das ist der letzte witz da hörst du alles ok die wohnen in einen dorf mit 20 einwohnern da gehen am tag 5 autos lang aber trozdem.

mein fazit wenn du ein schönes haus suchst das wenig energie braucht. ein sehr gutes raumklima hat. rate ich dir zum fertighaus. ich sage es mal so wenn du kinder hast oder haben willst und die sind älter und drehen ihre 1000 watt anlage mit metall oder dark rock auf :-) dann hilft dir auch kein massiv haus mehr entweder sicherung raus oder abhauen:-)

man hört in letzter zeit so viel über baupfusch bei fertighäusern, deshalb würde ich lieber mehr geld investieren für ein richtiges. Auf jeden fall sollstest du dich im vorraus gut über die baufirma informieren, damit diese seriös ist und du später nicht in einer bruchbude lebst

Ich würd klassisch wählen, aber fertig ist auch o.k.! Kosten noch zusätzlich: Grundsteuern, Anschlussgebühren, ggf. noch später solche Dinge wie Beiträge zu Wegesanierungen, Kanalsanierungen o.ä., ansonsten noch ggf. Notarkosten, Baugenehmigungskosten und noch vieles mehr. Ein Fass ohne Boden!

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