Dürfen geistig Behinderte heiraten?

5 Antworten

Nach § 1304 BGB dürfen nur Geschäftsunfähige nicht heiraten. Das ist beim Sohn deines Freundes allerdings nicht der Fall (leichte geistige Behinderung). Durch die Betreuung ist er nicht automatisch geschäftsunfähig. Wenn er volljährig ist, braucht er zur Heirat nicht einmal die Erlaubnis seines Betreuers!

Der Vater ist kein Vormund. Vormundschaft gibt es nur noch in Ausnahmefällen und diese müssen genau begründet werden. Denn hier wird massiv in Grundrechte eingegriffen. 

Der Vater muss die Frau ja nicht heiraten. Sein Sohn ist NICHT sein Eigentum noch sein Sklave. 

An und für sich schade. Denn wenn der Vater sich weiter weigert, auf die Grundrechte des Sohnes einzugehen, kann er die gesetzliche Betreuung auch schnell mal entzogen bekommen. Wäre er nicht der erste Elternteil, dem es so ergeht bei dem Thema. 

Der Sohn darf ohne Erlaubnis des Betreuers keinerlei Rechtsgeschäfte abschließen.

Dazu gehört auch eine Heirat. Somit gibt es ohne Einverständnis des Betreuers keine Hochzeit

sicherlich hat jeder Mensch , Rechte , keine Frage , was ist aber wenn ein Mädchen einen geistig Behinderten heiraten möchte , dies bedeutet doch Verantwortung , was ihr sicher anfangs gar nicht bewusst ist , sollte man nicht versuchen dies zu verhindern ?

Der gesetzliche Betreuer hat sich aus solchen Dingen herauszuhalten. Eine Entmündigung gibt es seit langer Zeit nicht mehr und auch geistig behinderte Menschen werden als mündige Bürger anerkannt. Meist ist ein Betreuer nur für finanzielle Belange eingesetzt, weil die Betreffenden oft nur sehr schlecht ihr Handeln abschätzen können.

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