Ductus arteriosus Botalli beim Hund :( OP-Kosten?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Inzwischen ist eine OP am offenen Brustkorb nicht mehr unbedingt notwendig, es gibt auch die Möglichkeit oftmals diesen Defekt mittels eines Katheders zu beheben. Hierbei wird der Katheder an der Schenkelinnenseite durch die Arterie zum Herzen vorgeschoben. Das ist dann auch eine weniger Kostenaufwendige Methode. Und in der Regel räumen TÄ inzwischen die Möglichkeit der Ratenzahlung ein. Eine Hundekrankenversicherung wird zur Deckung dieser Kosten nicht mehr abgeschlossen werden können und bei dieser Krankengeschichte ist es überhaupt fraglich ob für den Hund je so eine versicherung abgeschlossen werden kann. Im übrigen wäre hier eine Operationskosten Versicherung völlig ausreichend. Versuch mit dem TA eine Ratenzahlung zu vereinbaren und las die OP so schnell wie möglich durchführen. Viel Glück.

Guckst du einmal hier:

http://www.tierheim-butzbach.de/Index.php?id=15

Die zwei OP,s bei diesem Hund kosteten ca. 3000 - 5000 Euro. Das Geld wurde vom Tierheim durch Spenden zusammen gebracht.

Für eine Tier- Krankenversicherung ist es zu spät. Du müsstest diese Erkrankung angeben und weil das angeboren ist in allen Fällen würde die KV die Uebernahme der Kosten dann ablehnen können.

Wenn du das Geld nicht aufbringen kannst. Wende dich in jedem Fall an den Tierschutzverein in deiner Region. Spreche mit den Spezialisten welche diese Operation vornehmen können über eine Ratenzahlung.

Vielleicht ergibt sich die Hoffnung, dass Dir auch Verwandte helfen können mit einem Darlehen welches du dann in Raten zurueck erstattest.

Mit der OP kann dein Hund geheilt werden, vollständig

Die Tieruniversitäten, dort die Kardiologen können diese OP vornehmen.

das ist doch eine typische erbkrankheit. kann man nicht auch den züchter zur kasse bitten, falls die krankheit auch bei geschwistern aufgetreten ist?

@Neufiliebe

danke, neufiliebe. das sollte dem fragesteller helfen!

ich dachte nur, dass es mit hilfe der geschwisterüberprüfung am einfachsten , bzw. die einzige möglichkeit, ist, einen nachweis zu erbringen.

@taigafee

da dies ganz klar eine angeborene krankheit ist, muss doch eigentlich gar kein anderer nachweis mehr erbracht werden, oder sehe ich das falsch?

@taigafee

Ja - ich klopf mich grad auf die Stirn!!

Hallo Cbkk27,

Lies dir zu der Erkrankung obigen Link durch - der Herzfehler ist ein angeborener Fehler. Derjenige welcher Dir den Hund verkauft hat muss sich - rechtlich "Gewährleitung" genannt - an den Tierarztkosten zumindest hoch beteiligen, wenn nicht sogar die Kosten übernehmen.

Er kann nicht verlangen dass du den Hund einschläfern musst = denn mit der OP wird der Hund völlig gesund.

Schließe besser eine Rechtschutzversicherung ab - eventuell hast du eine?

Suche dir eine Rechtsberatung = "Kaufrecht"

Jetzt im Alter deines Hundes - greift noch vollständig die Gewährleistung

Lass dich auf nichts ein = schreibe den Verkäufer des Hundes an - mit Einschreiben/Rückschein und informiere über die Erkrankung schriftlich, sowie über die Operationskosten...

Daumendrück! & Danke @ Neufiliebe!!

Hallo Cbkk27,

es tut mir leid, dass Du so etwas erleben musst. Ist aber gut, dass Du Dich noch einmal gemeldet hast. Neben den anderen Ratschlägen würde ich die Kliniken in der Umgebung alle einmal auf die OPs ansprechen. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass die Preise gerade bei OPs sehr unterschiedlich sein können. So habe ich erfahren, dass zum Beispiel eine Gaumensegel-Nasen-OP in Duisburg knapp 500 Euro mit Aufenthalt kostet, in Leipzig sollte die 2.500 Euro kosten .... Also da lohnt sich auch eine weitere Anfahrt. Also einfach die Kosten mal der Kliniken vergleichen. Vielleicht haben hier auch einige Ratgebende schon dahingehende Erfahrungen? Ich kann nur sagen, dass ich in Duisburg gute Erfahrungen gemacht habe. Allerdings ging es nicht um Herz-OPs.

Ob dieser Ductus arteriosus Botalli genetisch bedingt ist, kann man nicht abschließend sagen. Dass es Rassen gibt, die bevorzugt bestimmte Erkrankungen bekommen, ja, aber ob das** immer** genetisch ist, heißt hier auch nein.

Dieser Ductus arteriosus Botalli ist im Embryonalstadium immer geöffent und schließt sich kurz vor, während oder in den Wochen nach der Geburt, meist bedingt durch die Atmung und den damit erhöhten Druck. Wenn dem nicht so ist, kann es ein einfacher Fehler sein, der aufgetreten ist, er kann genetisch bedingt sein, aber abschließend kann das keiner wirklich von hier aus beurteilen. Um die Züchterin zu belangen, zählen aber Beweise vor Gericht und da sehe ich ein großes Problem. Wie will man das beweisen? Da müsste man schon mehrere Würfe nachweisen, die nachweislich mit derselben Hündin und demselben Rüden passiert sind, die denselben "Fehler" haben. Das wird schwer und erfahrungsgemäß wird das sehr teuer, wenn man keine Rechtschutzversicherung hat und - auch das ist meine Erfahrung - wird das Gericht einen Vergleich vorschlagen. Dann zahlt die Züchterin die Hälfte des OP-Preises und die Halterin. Dann kommen die nicht zu geringen Kosten wie Rechtsanwalts- und Gerichtskosten hinzu und da kommt man schnell mal auf die doppelte Summe. Und - Gott bewahre - bloß keinen Sachverständigen ein Gutachten abgeben lassen ...! Dann wird das so teuer, dass das keiner von euch mehr bezahlen kann, sofern nicht beide eine Rechtsschutzversicherung haben. Denn eines ist doch auch klar, ist die Züchterin pleite, gibt es, trotzdem Du Recht bekommen hast, kein Geld und Du zahlst alles ... Besser wäre es dann, sich außergerichtlich zu einigen.

Ich würde trotz und alledem mit der Züchterin Kontakt aufnehmen. Und zwar ohne Vorwurf; denn niemand kann für ein Lebewesen garantieren. Das geht einfach nicht und sie hat Dir ja nicht absichtlich einen kranken Welpen verkauft. Aber - einige Züchter kennen Tierärzte oder Kliniken, die preiswerter arbeiten oder mit Züchtern andere Preise aushandeln. Da ließe sich auf jeden Fall über diese Schiene was machen.

Ich wünsche Dir und Deinem Hund alles Gute und melde Dich einmal, damit wir wissen, wie es Deinem Hund geht. Wir würden uns freuen.

LG Felli

Das muss der Käufer nicht nachweisen - die Ursache ist angeboren = spezieller Fehler nur bei diesem Hund. Der Hund wurde nach Gewährleistung "fehlerhaft" übergeben und ist erst 6 Monate alt = die rechtlichen Vorbedingungen für eine vollständige Gewährleistung des Verkäufers sind gegeben.

Das "Verkaufsobjekt Hund" kann "nachgebessert" werden = Garantie, Nachbesserung - denn die OP macht den Hund vollständig gesund.

Der Züchter muss wohl die Kosten der OP übernehmen.

@YarlungTsangpo

Hi, Yarlung Tsangpo, selbst dann, wie sieht denn das aus?

Glaubst Du, Du könntest nach 6 Monaten den Hund wieder zum Züchter geben und Dir einen neuen aussuchen mit dem Wissen, dass Dein Hund dem Tode geweiht ist? Wer schafft das denn?

Na und dann das mit den Kosten für den Züchter: Da kann ich Dir nur sagen, dass der sich dann weigert. Es geht vor Gericht. Er bekommt Prozeßkostenhilfe, weil er arm ist .... Sie selbst muss ihre - wenn vorhanden - Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen. Wenn nicht, kann ich nur abraten, etwas zu unternehmen. Denn es folgt dann folgendes Gerichtsverfahren: Es wird ein Vergleich angeboten. Den wird die Besitzerin - wenn sie dumm genug ist - dann ablehnen. Der Richter entscheidet dann doch für die Besitzerin. Sie soll die Kosten für die OP bekommen. Sie bekommt mit dem Urteil den Titel und lässt den Hund operieren. Die Rechnung beläuft sich auf 5.000 Euro. Die Züchterin wird angeschrieben und sie mukst sich nicht. Daraufhin wieder zum Rechtsanwalt, der lächelnd sagt: Das kriegen wir schon (was er meint, ist Dein Geld, sonst nix). Die Züchterin wird angeschrieben. Sie mukst sich nicht. Dann wird aus dem Titel vollstreckt und plötzlich bemerkst Du, dass alles, was Du gesehen hast, ihr gar nicht gehört, sondern ihrem Ehemann, mit dem sie in Gütertrennung lebt. Mit anderen Worten, die ist arm wie eine Kirchenmaus und kann nicht gepfändet werden. Na und was meinst Du, wer denn die Rechnung bezahlt? Du und du legst dabei noch einen drauf: Den Gerichsvollzieher und alles andere, was Du bemüht hast, darfst Du dann auch noch zahlen .... Kannst froh sein, wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, die das zahlt, sonst bist Du bitter böse auf so eine Sache hereingefallen. Und Achtung: Wenn die Rechtsschutzversicherung plötzlich behauptet, es gehe schließlich hier um ein Vertragsrecht (Gewährleistung aus dem Vertrag "Hundekauf"), dann siehst Du nix von Deinem Geld wieder und hast im Gegenteil noch eine Menge investiert! Ich spreche da aus einer sehr bitteren Erfahrung! Ach, und dann denkst Du, Mensch, die betrügt doch alle und verfasst eine Strafanzeige und stimmt. Die betrügt doch wirklich und alle haben es bestätigt. Nur: Die Gerichtsverfahren verzögern sich - angeblich nicht genug Personal, die Strafe wird immer aus Versehen falsch ausgesprochen, weil man erst durch Deine Ermittlungen festgestellt hat, dass die ja schon auf Bewährung eine Strafe hat und nun eigentlich "einfahren" müsste. Aber man hat die Frist vergessen. Du schreibst den Senat in Berlin an (das Verfahren läuft tatsächlich noch), der vermittelt Dich weiter und zum Schluß schaltest Du den Petitionsausschuß ein, der ebenfalls feststellt, dass Du Recht hast und endlich was geschehen muss. Und was ist seit zwei Jahren geschehen? Nichts, außer, dass Du Recht hast, Geld investiert hast, wird das Verfahren weiter verschleppt und der Betrüger betrügt weiter. Es sind bereits 123 Geschädigte, die eine Anzeige verfasst haben .... Und nun kommen etwa weitere 10 bis 20 Leute hinzu. Keiner rührt sich. Also ich traue der Justiz nichts mehr zu. Ich habe abgeschlossen. Sollte noch einmal einer sagen, er wolle sich sein Geld - wie auch immer - holen, kann ich das verstehen.

Vor Gericht bekommst Du kein Recht, sondern nur ein Urteil!

LG Felli

Hallo !

Leider kein allzu seltener Fall :(

Über Tierversicherungen wird oft gemeckert - Ganz besonders wenn diese nie benötigt wurde. Anders sieht die Seite dann aus, wenn plötzlich teure Behandlungen ins Haus stehen und nicht bezahlt werden können. Jeder, der ein Tier hat sollte sich um eine optimale Vorsorge kümmern um auch im teuren Fall (und hier muss IMMER pauschal mit einem Betrag vonca. 2000-5000 € gerechnet werden) für das Tier sorgen zu können.

Fragen beantworten wir gerne und beraten für die optimale Versicherung. Eine kurze Nachricht genügt.

Gruß !

Das ist eine heikle Sache. Zunächst: Eine VS wird diesen Fall definitiv nicht übernehmen. Bei meinem Hund wurde mit 5 Monaten einseitige HD festgestellt. Ist zwar etwas ganz anderes aber die Rechtslage ähnelt sich. Der Züchter und Verkäufer weigerte sich, die Behandlungskosten zu übernehmen, schlug mir aber Ersatz/Austausch vor. Ich wollte dies nicht, zumal er andeutete, das der Hund keine Aussichten auf ein Leben hat. Ich fürchte, dass der Verkäufer deines Hundes ähnlich handeln wird. Zumal er als Grund angeben wird, dass die Kosten der OP in keiner Relation zu dem Wert des Tieres stehen. Mein Anwalt sagte mir derzeit, dass der Verkäufer eine Alternative anbietet, nämlich einen anderen Hund und er somit seiner Schuldverpflichtung nachkommt. Nebenbei wurde mein Hund 11 Jahre alt. Grund: Ich hatte das Glück einen TA zu haben, dessen Kollege auf diesem Gebiet (HD) forschte. Für die neue Behandlungsmethode wurden im Wachstum befindliche Hunde mit HD gebraucht, da diese Behandlung bei älteren Hunden nicht anschlägt.

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