Darf/Muss ich meinem 16 jährigen Sohn etwas verbieten?

5 Antworten

verbieten kannst du viel - die Frage ist, was kommt an, was wird akzeptiert/respektiert. Ich finde es besser, die Kooperation der Kinder zu gewinnen; ein 16j. wird sein Ding durchziehen - ggf. mal zur Familienberatung, die sehen vieles noch anders und können gut unterstützen

Naja mit einem Verbot wollte ich primär eine eindeutige Haltung präsentieren, klar weiss ich, dass man nicht alles kontrollieren kann, aber er hat dann einen Halt, eine klare Linie, in diesem orientierungslosen Dschungel der heutigen Zeit

natürlich kannst du deinem Jungen verbieten, zu Hause Alkohol zu trinken (hast du welchen im Schranke, kann er sich bedienen, dann weg damit!) , Zigaretten zu rauchen. Er ist minderjährig, muss dies einsehen. Jedoch: Ausser Haus ? Mit wem ist er unterwegs, kann heimlich tun, was zu Hause verboten Ist. Dies ist das Problem. Einsichtig sind junge Menschen meist nicht, da nützen auch Video's nichts, welche sie in den Schulen als Warnung ansehen. Ich finde es ein unglückliches Zeitgeschehen, wie viel die Jungen trinken, rauchen, die Gefahren ignorieren. Als mein Sohn im Alter von deinem war, hatte ich täglich Freunde meine Kinder am Mittagstisch. Da begann einer, sich eine Hasch-Zigarette zu drehen. Aber hallo, verbot ich es! Und wusste: er tut es anderswo.

Dass du ihm nichts verbieten darfst, weil das Freiheitsberaubung oder sonstwas sei, ist Quatsch. Du bist erziehungsberechtigt (nein: -verpflichtet!), bis er 18 ist, und das kann er nicht wegdiskutieren.

Was er allerdings tatsächlich meint, ist, ob deine Verbote sinnvoll (aus seiner Sicht sinnvoll) sind. Ich glaube nicht, dass er ein Verbot, jemanden zu töten, als Freiheitsberaubung bezeichnen würde. Das Nikotin- und Alkoholverbot sieht er nicht als sinnvoll an, und hier ist das Gesetz auf deiner Seite. Der Einfluss seines Freundeskreises ist sicherlich höher als deiner, und weil da eben alle saufen und rauchen, sieht er gar nicht ein, dass du ihm "das kleine Vergnügen" nicht "gönnst".

Schließe doch einen Kompromiss, damit wenigstens die Kommunikation erhalten bleibt: Zu Hause wird nicht geraucht und getrunken. Basta!

Was er macht, wenn er unterwegs ist, kannst du eh nicht kontrollieren, aber er weiß, dass du das nicht gutheißt, und zwar aus Sorge um seine Gesundheit.

Tatsache ist leider, dass jeder seine schlechten Erfahrungen selber machen muss, dass kann keiner einem Kind abnehmen.

Viel Kraft für dich!

Du bist der Erziehungsberechtigte. Solange er noch nicht 18 ist, hast du das Recht Verbote zu äußern, an die er sich halten muss (solange sie nicht gesetzeswidrig sind).

Frag ihn doch mal, warum es die Zigaretten erst ab 18 Jahren zu kaufen gibt! Hier habe ich noch den Link für dich (googln macht schlau /www.bmfsfj.de/Kategorien/gesetze,did=5350.html Da findest du alles für den aufmüpfigen Junior zum Nachlesen.

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