Darf mich mein Chef während der Arbeit observieren?

6 Antworten

Definiere observieren? Das Thema ist nicht ganz so einfach. Er darf dich natürlich bei der Arbeit beobachten bzw. Dir zuschauen. Er darf sogar Kameras verwenden solange es jedem aufgezeichneten Mitarbeiter bekannt ist.
Überall und in jeder Situation gilt das natürlich nicht. Er darf dich bspw. nicht beim Umziehen, Waschen/Duschen, Toiletten gang etc. beobachten und Aufnahmen davon machen schon mal gar nicht :-)

Ich habe um eine vertragsanpassung gebeten mein Vertrag garantiert mir 5 Stunden arbeite jeden Tag Ca 8 Stunden und jetzt sagt er das meine Arbeit in 6 Stunden zu machen ist! Jetzt will er sich 8 Stunden hinter mich stellen und mir zusehen

@Hamdo100

Ist doch gut für dich. Enweder Du bekommst mehr Stunden oder er gibt Dir Tipps, wie Du tatsächlich in 6 Stunden durchkommst. Du profitierst in jedem Fall.

Observieren darf er definitiv nicht, er darf Arbeitsabläufe dokumentieren und braucht dazu das Einverständnis der Mitarbeiter sofern sie dort bei ihrer Arbeit im Bild sind. Aber eine Observation, also das unentdeckte beobachten und dokumentieren, ist definitiv VERBOTEN. § 201a StGB.

@webmuecke:

Er darf sogar Kameras verwenden solange es jedem aufgezeichneten Mitarbeiter bekannt ist.

Das ist falsch!

Oder genau: Der Arbeitgeber darf das nur dann, wenn es um die durch andere Mittel nicht mögliche Aufklärung von Straftaten geht oder um die Verhinderung, wenn ein durch Tatsachen begründeter Verdacht besteht.

Alleine die Tatsache, Mitarbeitern die Installation einer Kamera bekannt zu geben, berechtigt den Arbeitgeber nicht zur Überwachung!

Videoüberwachung ist grundsätzlich nicht durch ein Gesetz legitimiert!

Ich habe um eine vertragsanpassung gebeten mein Vertrag garantiert mir 5 Stunden arbeite jeden Tag Ca 8 Stunden und jetzt sagt er das meine Arbeit in 6 Stunden zu machen ist! Jetzt will er sich 8 Stunden hinter mich stellen und mir zusehen

Er darf Dir bei der Arbeit zusehen, er darf sogar mit einer Stoppuhr bestimmte Tätigkeiten einfach mal messen und kann Dir Vorgaben geben.

Ob Du die Vorgaben schaffst, ist dann eine andere Sache.

Die Frage ist dann, was ist normale Arbeit und kann man es dauerhaft machen.

Ich würde nicht wie bei einem Akkord arbeiten sondern halt normal.

Der Chef versucht hier natürlich das optimal das Maximum erreicht wird, dann aber doch Bitte auch geben und nicht nur nehmen.

Nur wenn es einen Anlass dazu gibt (Kassentätigkeit etc.) Ansonten nur mit deiner Zustimmung.

Er meint ich habe zu wenig zu tun.... Und will meine Tätigkeiten bemessen

@Hamdo100

Dann darf er dir gerne über die Schulter schauen, aber soweit mein Wissen reicht, sind Kameras nur erlaubt, wenn du jetzt z.B. im Verdacht stündest, geklaut zu haben. Kameras die zur Sicherung des Gebäudes dienen, also Überwachungskameras, darf er aufhängen wie er lustig ist. Ich denke diesen Umstand wird er auch anführen, wenn er tatsächlich eine Kamera an deinem konkreten Arbeitsplatz installiert. Da gabs auch mal einen Fall bei LIDL glaub ich. Ähnliche Situation.

Leider kann man im Endeffekt nur sehr wenig dagegen tun.

Recht haben und Recht bekommen, ist auch in diesem Fall leider sehr zutreffend. :/

@Hamdo100

Das ist aber dann keine Observierung, das ist die Erstellung eines Tätigkeitsnachweises. Das darf er natürlich aber nur in entsprechendem Rahmen zur Qualitätssicherung und wirtschaftlichem Interesse.

@ZuumZuum

Und zum kürzen meines Arbeitsvertrages?

@Hamdo100

Einer Kürzung dessen musst du im Endeffekt sowieso dann zustimmen. Er kann dich nicht Grundlos kündigen wenn du es nicht tust und einfach ändern darf er ihn auch nicht.

@Hamdo100

Und zum kürzen meines Arbeitsvertrages?

Einseitig ändern darf er gar nichts.

Aber ein Arbeitgeber findet meistens eine Möglichkeit unliebsame Mitarbeiter loszuwerden.

Ja, das darf er.

Nein, darf er natürlich nicht, dadurch wird massiv in Persönlichkeitsrechte von Mitarbeitern eingegriffen. Allenfalls bei Verdacht auf eine Straftat darf er, und auch nur dann, wenn dies die einzige Möglichkeit zur Aufklärung ist, Kameras installieren oder eine Observierung durchführen.

@ Ralph25:

Wie kommst Du zu dieser - zunächst einmal "kühnen" - Behauptung?!?!

Denn das ist falsch, wenn es sich um eine elektronische "Observierung" handelt, also z.B. Videoüberwachung, die nur in ganz engen Grenzen erlaubt ist.

Erhalten wir überhault genügend Informationen, damit wir Feststellen können, ob das Verhalten des Bosses richtig ist? Ganz klar: Nein. Was ich weis, dass in sehr vielen Berufen die mit Computern arbeiten, sehr oft geloggt wird. Da der Fragenersteller seinen Fll verallgemeinert hat, und uns kaum Informationen gegeben hat, ist es alles Falsch bzw. niemand kann ihm/ihr weiterhelfen.

Nein, das darf er natürlich nicht. Zumindest nicht heimlich.

Er will einen Tag hinter mir stehen um zu sehen was ich alles mache

@Hamdo100

Achsooo. Das ist aber nicht "observieren". Wa spricht denn dagegen? Aus Gründen der Qualitätskontrolle ist das doch eine gute Sache. Das kann er natürlich machen.

@Hamdo100

Daran hindert den Arbeitnehmer kein Gesetz und kein Richter - auch wenn es für Dich unangenehm ist.

Zumindest nicht heimlich.

Und auch nicht "offen"!

Der Arbeitgeber darf das nur dann, wenn es um die durch andere Mittel nicht mögliche Aufklärung von Straftaten geht oder um die Verhinderung, wenn ein durch Tatsachen begründeter Verdacht besteht.

Alleine die Tatsache, Mitarbeitern die Installation einer Kamera bekannt zu geben, berechtigt den Arbeitgeber nicht zur Überwachung!

Videoüberwachung ist grundsätzlich nicht durch ein Gesetz legitimiert!

@Familiengerd

"Und auch nicht "offen"!"

Da war ich mir nicht ganz sicher.

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