Darf mein Nachbar mir verbieten, Blumen auf den Balkon zu stellen?

17 Antworten

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Blumen auf dem Balkon kann dir der Vermieter verbieten. Es kann auch sein, daß das dann in der Hausordnung oder im Mietvertrag steht.

Der Nachbar kann euch überhaupt nichts verbieten.

Er könnte euch eventuell bitten, Blumen zu nehmen, die nicht so stark die Blüten abwerfen. Aber das wäre eine Bitte! Danach könntet ihr euch richten, müßtet es aber nicht.

Sagt dem Nachbarn freundlich aber bestimmt, daß ihr weiterhin Blumen haben werdet und er sich, wenn es ihn denn so stört, einen Schirm aufstellen soll, oder halt öfter die Terrasse fegen.

Danke für den Stern!

Wenn der Nachbar richtig lästig wird, pflanzt rote Geranien! Die machen richtig Dreck und die Blütenblätter färben!! Das war natürlich ein Scherz!^^

Blumen. Mieter können den Balkon grundsätzlich so begrünen, wie sie wollen, und auch Blumenkästen aufstellen. Sie müssen aber dafür sorgen, dass der Blumenkasten nicht herunterfallen kann. Mieter unterhalb des Balkons müssen es dulden, wenn der Wind von oben Blätter auf ihren Balkon weht. Wachsen die Pflanzen aber über die Brüstung hinaus, sodass übermäßig viele Blüten und Blätter beim unteren Mieter landen, müssen die Pflanzen zurückgeschnitten werden (Landgericht Berlin, 67 S 127/02).

Quelle:

http://www.test.de/themen/steuern-recht/meldung/Mieterrechte-Sommer-auf-dem-Balkon-1783892-2783892/

Und jetzt mal eine andere Sicht der Sache: 

Stellen Sie sich vor, Sie haben sich ein kleines Paradies auf dem Balkon eingerichtet, einen Platz, wo sie sich zurückziehen können nach dem stressigen Arbeitstag. Nach 10 Stunden schwerer Arbeit kommen Sie nach Hause, gehen Sie auf ihr Balkon raus und das erste, was Sie machen müssen, den Balkon von den knallroten Geranienblühten sauber machen. Sie sind nämlich überall: auf ihren Pflanzen, auf Ihrer Möbel, auf ihrer sauberen Wäsche, die zum trocknen hängt, auf dem Boden. Und wenn es noch dazu geregnet hat, können Sie sie auch nicht einfach wegfegen. Nasswischen mit schrubben ist angesagt. 

Und was hat der da über Ihnen davon? Dass die vorbei gehende Fremde seine tolle Geranien bewundern können? 

Ich habe seit 15 Jahre  keine Freude mehr von meinem Balkon. Es ärgert mich einfach nur. Die einzige Antwort auf meine Beschwerde: "Seien Sie nicht zu faul durchzukehren" 

Ich arbeite 40-50 Stunden die Woche und jeweils zwei Stunden am Tag auf dem weg zu und von der Arbeit. Faul bin ich sicher nicht! Und ich habe Recht auf meine freie Zeit zuhause, die, neben meiner sowieso täglichen Hausarbeit mit meinem Kind, mir zusteht. Warum muss ich für die zweifelhafte Freude der anderen büßen? 

Hallo, diejenigen die sagen dass dein Nachbar im unrecht ist, geben eine falsche Antwort ab. Der Gesetzgeber sagt ganz genau, dass Balkone und Terrassen nur so bepflanzt werden dürfen, dass der unten liegende Mieter nicht durch herabfallendde Blüten, Blätter und Gießwasser belästigt wird. Wenn dem entgegegen gehandelt wird, kann der untere Mieter die Terasse 1xwöchentlich auf Kosten des Verursachers reinigen lassen, da der Abfall eine unzumutbare Belastung ist.

ein balkon soll ja einen freizeitcharakter haben und wenn man da keine blumen aufstellen dürfte, wärs traurig. ich glaube, das gehört zum gesellschaftlichen konsens. da braucht man noch nicht mal ein mietrecht dazu. daß da blätter auf nachbars terrasse wehen - ganz normal, die wehen auch von woanders her. ich hätte die blumen gar nicht erst entfernt! sollt ihr auf euren komfort verzichten, damit er seinen hat?

ich hab auch eine große terrasse und der nachbar über mir hat rote blumen, die auf meinen weißen schirmen landen und flecken machen - ich käm nie auf die idee, ihm seine blumen zu verbieten. mit sowas muß man leben!

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