Darf ein Familienmitglied die Annahme eines Pakets an der Tür verweigern, auch wenn es nicht an ihn adressiert war?

8 Antworten

Darf ein Familienmitglied die Annahme eines Pakets an der Tür verweigern, auch wenn es nicht an ihn adressiert war?

Selbstverständlich darf er das.

Zunächst als Haushaltsangehöriger eine beabsichtigte Ersatzzustellung ablehnen, da mit Annahme ein Obliegenheitsverpflichtung einträte, meint, er für Beschädigung oder Übergabe haftet.

Dann als Erziehungberechtigter Annahme einer Sendung an sein minderjährigen Kindes verweigern wenn er vermutet, dass damit ein Vertrag erfüllt würde, dem er nicht zugestimmt hat.

G imager761

Wenn der Empfänger nicht da war, muss er es nicht annehmen.

Er kann sagen ich nehme das Paket für xxx nicht an.
Er darf aber nicht sagen: Paket zurück an Absender, die Annahme wird verweigert.

Der Unterschied ist dann, das Du dann im ersten Fall das Paket noch bei der Post abholen kannst.

Familienmitglieder sind Ersatzempfänger. Als solche können sie an der Tür die Sendung entgegennehmen.

Die Annahme verweigern dürfen sie aber meiner Meinung nach nicht. Es müsste dann eine Benachrichtigungskarte abgegeben werden, und, wie hier schon geschrieben, könntest du die Sendung bei der Post abholen. Wenn es denn ein DHL Paket war.

Ich war zwar von Beruf Postbeamter, hatte aber nichts mit der Zustellung zu tun. Ruf doch einfach mal die 0800er Nummer der Post an und frage dort nach.

Ja, er oder sie muss es ja nicht annehmen, er müsste die Verantwortung dann dafür tragen

na klar - was nicht an mich adressiert ist und nicht mit meiner frau abgesprochen ist, könnte ja ein fake sein, also: annahmeverweigerung.

anderer fall: hab ich streit innerhalb der family, nehme ich nichts an, was nicht an mich adressier ist.