Bewerbung im öffentlichen Dienst - Ausschluss aus dem Bewerberkreis

5 Antworten

Ein Arbeitgeber darf, mit gewissen Einschränkungen, natürlich einen Bewerber ausschließen, wenn er seinen Kriterien nicht entspricht. Wenn er Mitarbeiter haben möchte, die näher an der Arbeitsstätte wohnen, dann kann er das tun. Er denkt da vielleicht auch an die Flexibilität des Arbeitnehmers, Pünktlichkeit usw.

Ok, wenn es um eine Hausmeisterstelle oder um einen IT-Techniker geht - klar und sehe ich ein! Da muss ggf. Rufbereitschaft oder so geleistet werden...aber bei Ausbildungsstellen?

Nach dem Antidiskriminierungsgesetz darf niemand wegen seines Geschlechts, seiner Hautfarbe, seiner Herkunft... benachteiligt werden. Du kannst also verlangen, dass die Behörde eine Aussenstelle in der Nähe Deines Wohnortes einrichtet. Berühmter Präzedenzfall: Das Bonn / Berlin - Gesetz....

Quatsch! Ich kann doch von keiner Behörde (hier: Gemeinde) verlangen, dass sie eine Außenstelle einrichtet, um mir eine Berufsausbildung zu ermöglichen?!?!?!?!!!!

Vielleicht solltest du mal überlegen, wie komme ich zur Ausbildungsstelle?Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort? Wie sind die Gegebenheiten im Winter?? dann wirst du selber auf die Lösung kommen, warum weit entfernte Bewerber ausgeschlossen werden.

Die haben schlechte Erfahrung gemacht, mit Mitarbeitern, die weiter weg wohnen und ständig zu spät zur Arbeit kommen, weil sie im Stau stecken oder die Bahn verspätet ist. Die dürfen selbst entscheiden, wen sie einstellen.

Du musst öffentliche Arbeitgeber von privaten unterscheiden..........!!! Natürlich dürfen sie selbst entscheiden. Nur sind öffentliche AG etwas eingeengter als private...! Les mal bitte Artkel 33 GG...

@LuckyLuke87

Und inwiefern ist § 33 GG maßgeblich?

@VirtualSelf

Ich zitiere: Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amte. Das heißt, es darf bei der Besetzung von Stellen im öffentlichen Dienst (egal ob es um eine Beamtenstelle geht oder um ein Arbeits.- oder Ausbildungsverhältnis) nur der BESTE genommen werden.

@LuckyLuke87

Du verwechselst öffentliches Amt mit Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst.
Nicht jeder, der im "Staatsdienst" arbeitet, bekleidet ein öffentliches Amt.

@VirtualSelf

doch.....das Gebot der Bestenauslese (Art. 33GG) gilt für jede Stellenbesetzung im öD....!!

Um welche behoerde handelt es sich denn? Wenn der 20km Radius in dervstellenausschreibung angegeben wurde hat es möglicherweise dienstliche gruende. Evtl. Muesstest du dann bei einer Einstellung in die naehe ziehen.

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