Bewährungshelfer? Frage

6 Antworten

Was du willst, brauchst oder möchtest, das spielt erst mal keine Rolle. Du hast eine Straftat begangen, hast dafür Bewährung bekommen (dein Glück!) und hast dich an die Anweisung des Gerichts zu halten. Also auch an die Bewährungsauflagen und die sagen nun mal, dass du zu deinem Bewährungshelfer zu gehen hast. Was der mit dir macht, was er dich fragt, das ist seine Sache und richtet sich danach, wie du dich verhältst. Verhältst du dich absolut negativ und mit derselben Einstellung, die du hier in deiner Frage rüber bringst, dann zeigst du dich nicht gerade einsichtig. Machst du mit, zeigst du, dass du kapiert hast, dass du Mist gemacht hast, umso eher bekommst du wieder eine positivere Bewertung. Also, egal, was der BWH von dir will: mach mit und steh zu dem Blödsinn, den du scheinbar gemacht hast.

viellecht solltest du den bewährungshelfer mehr als hilfe ansehen anstatt als lästige pflicht. dir zu helfen ist nämlich seine aufgabe. er kann dir aber natürlich nur in dem maße helfen, wie sehr du dazu bereit bist. er will mit dir gemeinsam strategien entwickeln, wie du dein leben verändern kannst. bist du dir sicher dass du das auch so weisst, wie du da rauskommst, straffällig zu sein? meist hat man sich ja irgendwelche muster im leben angeeignet, die man sich nicht so schnell wieder abgewöhnt. der bewährungshelfer ist auf deiner seite. ist nur deine sache, ob du diese chance nutzt oder nicht.

Deine einzige Verpflichtung ist, Dich persönlich bei Deinem Bewährungshelfer zu melden. Alles weitere ergibt sich höchstens aus Deinem Bewährungsbeschluss, nicht aber aus dem Gesetz http://dejure.org/gesetze/StGB/56d.html Grundsätzlich kann der Bewährungshelfer Dir Weisungen für Deine Lebensführung erteilen. So lange es allerdings keine neuen Strafverfahren gibt, wird ein Verstoß gegen derartige Weisungen keinerlei Konsequenzen haben.

der Bewährungshelfer ist eine Bewährungsauflage. Wenn du nicht mit ihm zusammenarbeitest, kann die Bewährung wiederurfen werden. Dann mußt du die zwei Jahre absitzen. Der Bewährungshelfer will dir in erster Linie auch helfen, also unterhält sich mit dir, guckt, wie es so bei dir läuft usw. Und wenn alles gut läuft, wird er sichr auch nicht sich auch nicht mehr so oft mit dir treffen. Im weiteren berichtet er aber auch dem Gericht, was er so für einen Eindruck von dir hat.

Und zu deinem "kein Bock". Du warst straffällig und hast eine Hafstrafe bekommen. Da solltest du dich jetzt nicht über das Urteil beschweren. Du hast ja Bewährung bekommen und als Auflange einen Bewährungshlefer zur Seite gestellt bekommen. Nimm das doch einfach dankbar an. Was der Bewährungshelfer dann von dir will, wird sich zeigen. Klar wird er dich vielleicht erst mal kennenlernen wollen. Das macht ihm die Arbeit leichter. Und du solltest dich einfach mal kooperativ zeigen und auch auf das einlassen, was er so vorhat.

skyfly71  07.07.2014, 17:04
der Bewährungshelfer ist eine Bewährungsauflage. Wenn du nicht mit ihm zusammenarbeitest, kann die Bewährung wiederurfen werden

Das denkt der juristische Laie und das Volk, ist aber schlicht falsch. Es gelten die gleichen Spielregeln wie bei sogenannten "Weisungen". Diese beziehen sich aber auch nur auf die Verpflichtung zum persönlichen Erscheinen, nicht jedoch auf den Inhalt der Gespräche.