Absurd hoher Wasserverbrauch im Altbau

5 Antworten

Unserer Erfahrung nach ist ein Verbrauch von 50 bis 60 m³ je Single-Wohnung ok. 130 m³ sind zu viel.

Wenn man alle möglichen Ursachen gecheckt hat, hat man oft die Toilettenspülung vergessen. Wenn in einem Altbau keine Wassersparfunktion eingebaut ist, rauschen schnell mal 10 Liter oder mehr bei jedem Spülvorgang durch die Leitung. Das kann den Wasserverbrauch deutlich nach oben bringen, aber es wäre immer noch viel zu wenig. Wird im Haus von vielen Menschen sehr häufig die Badewanne benutzt, weil es keine Duschen gibt, wirkt sich das nochmal kräftig aus. Aber dennoch ist es schwierig, auf die 130 m€ je Person zu kommen. Schließlich muss man noch die Abrechnungsperiode prüfen. Umfasst sie wirklich nur 1 Jahr oder sind es 1 1/2 oder gar 2 Jahre, die sie umfasst?

Frag mal die anderen Nachbarhäuser, ob die einen eigenen Hauptwasseranschluss haben - oder vielleicht doch von Eurem Anschluss mitversorgt werden.

Eine eigene Wasseruhr ist sicherlich bei den anderen Häusern vorhanden, da dort ja auch das Wasser abgerechnet werden muss.

Wahrscheinlich zahlt Ihr den Wasserverbrauch für die Nachbarhäuser mit. Und der Vermeiter lacht sich ins Fäustchen.

Oder geh mal persönlich bei dem Wasserversorger vorbei und frage nach, ob die Nachbarhäuser einen eigenen Wasseranschluss haben. Wenn Dich die anderen Nachbarn nicht in deren Häuser reinlassen.

Oder stimme Dich mit den Bewohnern in Deinem Haus ab und dreh die Hauptwasserhähne für ein paar Stunden zu und checke dann die Wasseruhr. Entweder die läuft weiter, dann versorgt Ihr wohl die anderen Häuser mit. Steht die Wasseruhr still, dann wartet mal, ob sich die Bewohner aus den Nachbarhäusern beschweren ... - oder frag mal scheinheilig nach, ob die Wasser haben, da bei Euch keines mehr kommt ;-)

Ja ein Wasserrohrbruch könnte natürlich ein Grund sein, aber dafür ist die Menge wahrscheinlich schon ein bisschen zu hoch. Das wären ja Unmengen von Wasser die da wegfliessen. Du kannst auf jeden Fall deinen Vermieter kontaktieren. Dass du mehr zahlst als du verbrauchst ist nicht in Ordnung und kann auf keinen Fall sein. Da solltest du auf jeden Fall mal mit ihm reden.

Es kann auch ein "schwarzer Abnehmer" sein. Vielleicht wird von da auch der Garten beregnet ...

Du hast eine eigene Wasseruhr für Deine Wohnung. Du legst Deinem Vermieter die Einbaurechnung vor, der teilt den anteiligen Verbrauch (was in dem Jahr vor dem Einbau insgesamt verbraucht wurde) und rechnet deine tatsächlichen Verbrauch lt. Wasseruhr dazu und mehr kann/darf er nicht von Dir verlangen.

Er sollte sich darauf einlassen, anderenfalls bekommt er auch noch die Anwaltskosten.

Was Du sagst, ist naheliegend, aber nach meinem Verständnis rechtlich nicht zulässig, solange nicht alle Mieter einen Zähler haben. Ich verfolge diese Spur aber trotzdem weiter. (danke für die schnelle Antwort!!)

@macomat

Richtig erkannt. Geht nur wenn alle einen haben. Und der Vermieter ist dazu nicht verpflichtet.

DAas ist so nicht machbar bzw. unzulässig. Es muss weiter nach Wohnfläche abgerechnet werden bis sämtliche Wohnungen mit WZ ausgestattet sind.

Die Umlage nach Verbrauch ist erst dann zulässig, wenn alle Wohnungen mit WZ ausgestattet sind. Du hast also keinen Anspruch auf Abr. nach Verbrauch. Der Vermieter ist auch nicht verpflichtet, in den anderen Wohnungen nachzurüsten. Es sei denn, diese wurden/werden ebenfalls grundlegend in Stand gesetzt. Auch eine Nachrüstung als Modernisierung wäre möglich. Da müssten die Mieter aber jährlich 11% der Kosten (1/12 davon monatlich) berappen. Aber, wie schon erwähnt, der Vermieter muss das nicht tun.

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