Wenn man seinen Namen ans Stiefkind übergibt, aber nicht adoptiert, ist es dann erbberechtigt?

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5 Antworten

Ist das nun eine Befürchtung oder eine Hoffnung?

Falls Befürchtung: Stiefkinder haben kein gesetzliches Erbrecht:

www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/FGG/Einzelverfahren/Nachlassverfahren/Gesetzliche_Erbfolge_1/index.php#6

Falls Hoffnung: Testamentarisch kannst Du jeden Menschen auf diesem Planeten als Deinen Erben einsetzen (für außerirdische Lebensformen liegt eine gefestigte Rechtsprechung derzeit hingegen noch nicht vor).

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Um deine Frage zielführend zu beantworten: Nach der gesetzlichen Erbfolge, also ohne anderslautendes Testament, sind neben deiner Ehefrau nur deine leiblichen, in Vaterschaft anerkannten oder adoptierten Kinder erbberechtigt.

Unterstellt, du hast die Kindsmutter geheiratet und ihr tragt deinen als euren gemeinsamen Familiennamen, könnt ihr durch Erklärung gegenüber dem Standesamt dem Stiefkindes ebenfalls euren Ehenamen erteilen.

Diese sog. "Einbenennung" n. § 1618 BGB hat keinerlei Auswirkungen auf sein Erbrecht an deinem Nachlass - es bleibt dein Stiefkind, das nur seine biologischen Eltern beerbt.

http://dejure.org/gesetze/BGB/1618.html

G imager761

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Nein, Erbanspruch entsteht darauf nicht, das kannst Du aber ggf. im Testament ja regeln.

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Erbrecht und Namensrecht sind zwei verschiedene rechtliche Baustellen. Nur leibliche Abkömmlinge sind erbeberechtigt, also ist eine Adoption zum Erben schon er forderlich.

In dieser Situation wäre ein Testament des Erblassers sehr nützlich.

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Kannst Du mir mal erklären, wie das "übergeben" des Namens ohne Adoption und ohne amtliche Namensänderung funktionieren soll?

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platy111 05.09.2012, 08:56

Einbenennung ist das Zauberwort

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commerce 05.09.2012, 09:03
@Privatier59

muß mich hier mal mit einmischen und platy 111 beistimmen: nach den Kriterien des Amtes u. dem Weg bis hin zur Namensänderung war doch nicht gefragt? Finde Deine Kommentare hier eher überflüssig und dem Fragestellenden nicht nützlich

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EnnoBecker 05.09.2012, 09:09
@commerce

Also ich fand die Ergänzung von P59 sogar sehr hilfreich.

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Privatier59 05.09.2012, 09:45
@EnnoBecker

EB: Auch ich bin der Auffassung, dass mein Kommentar hilfreich war. Hätte ich den Fragesteller nicht pflichtschuldig über das Procedere informiert, hätte es sein können, dass er dem Stiefling einfach ein neues Näpfchen vorgesetzt hätte auf dem statt "klein Meyer" nun "klein Schmitz" gestanden hätte und erstaunt gewesen wäre, dass bei dem kleinen Racker ob dessen so gar keine Freude aufkommen will. Dass man für seine Mühen auch noch getadelt wird, ist nur ein neues und bedauerliches Beispiel dafür, mit welchem Undank Antworter hier bedacht werden.

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FREDL2 05.09.2012, 19:19
@EnnoBecker

@EB: ich hab den Kommentar leider noch gelesen. Der Trost ist, der Pöbler lebt in Tunesien. Einer weniger auf hiesigen Strassen. Wenigstens das.

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EnnoBecker 05.09.2012, 19:27
@FREDL2

Wie dort schon geschrieben: Ich hätte es lieber gesehen, wenn der Kommentar nicht gelöscht worden wäre.

Auch wenn ich eigentlich immer noch sprachlos bin.

Bei der Interaktion mit so manchem User - hier ist von denen aber keiner - fällt mir immer öfter auf, warum derjenige bei der ARGE ansteht und nicht ich. Ich will dieses Phänomen mal unter soziologischen Gesichtspunkten beobachten.

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